Abschlussbericht der Royal Commission Australien über Kindesmissbrauch bei den Zeugen Jehovas

Der offizielle Abschlussbericht der Royal Commission Australien über Kindesmissbrauch bei den Zeugen Jehovas ist veröffentlicht. In der abschließenden Beurteilung auf Seite 77 heißt es auszugsweise:

Wir betrachten die Organisation der Zeugen Jehovas nicht als Organisation, die adäquat auf sexuellen Missbrauch von Kindern reagiert. Wir glauben aus folgenden Gründen nicht, dass Kinder angemessen vor dem Risiko des sexuellen Missbrauchs geschützt sind:

Die Organisation stützt sich auf veraltete Richtlinien und Praktiken, um auf angebliche sexuelle Misshandlungen von Kindern zu reagieren. Diese Richtlinien und Praktiken unterliegen nicht einer laufenden und kontinuierlichen Überprüfung. Die Strategien und Praktiken sind im Großen und Ganzen völlig unangemessen und ungeeignet zur Anwendung in Fällen des sexuellen Missbrauchs von Kindern.

Die Zurückhaltung der Organisation und die fortgesetzte Anwendung von Richtlinien wie die Zwei-Zeugen-Regel in Fällen des sexuellen Missbrauchs von Kindern zeigen einen ernsten Mangel an Verständnis für die Natur des sexuellen Missbrauchs von Kindern.

Das interne Disziplinarsystem der Organisation darüber, wie Klagen über sexuellen Missbrauch von Kindern behandelt werden, ist nicht auf das Kind bzw. Opfer ausgerichtet und bietet dem Opfer wenig oder keine Wahl, wie seine Beschwerde behandelt wird.

Die allgemeine Praxis der Organisation, schwere Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern nicht der Polizei oder den Behörden anzuzeigen, insbesondere wenn das Opfer ein Kind ist, zeigt ein schwerwiegendes Versagen der Organisation, die Sicherheit und den Schutz der Kinder in der Organisation und in der Gemeinschaft zu gewährleisten.“

Download: childabuseroyalcommission.gov.au

Von | 2017-11-09T20:39:03+00:00 Dezember 16th, 2016|2016|0 Kommentare

Jehovas Zeugen verfallen immer weiter dem Götzendienst

Die Marke JW.ORG wird immer weiter von Jehovas Zeugen auf der ganzen Welt verherrlicht. Die unterschiedlichsten Artikel lassen sich mit diesem Logo kaufen. Für aufrichtige Christen stellt sich immer mehr die Frage, ob die Wachtturm-Organisation und ihre Anhänger wirklich das wahre Christentum in ihrem Leben ausüben.

So verschmilzt die Wachtturm-Organisation mit den Großkirchen und dem allgemeinen Verherrlichen von religiösen Bildern, Gegenständen und Marken. JW.ORG wird mehr denn je zum goldenen Kalb, zur öffentlichen Verherrlichung von Götzen, ein aktiver Baalskult. Auch die Israeliten zu Moses Zeit machten sich ein goldenes Kalb, nachdem sie von YHWH aus der ägyptischen Knechtschaft auf übernatürliche Weise Befreiung erfuhren. Jehovas Zeugen glauben ebenfalls daran, das sie aus der geistigen Knechtschaft befreit wurden, dass in der Bibel als „Babylon – Die Große“ betitelt wird. Doch die käuflichen Artikel, womit sich Anhänger der WTG immer wieder öffentlich schmücken, sprechen eine ganz andere Sprache. Offensichtlich scheinen Jehovas Zeugen, wie auch die damaligen Israeliten des Volkes Gottes, den Götzendienst mehr denn je zu lieben und immer weiter von YHWH und seiner reinen Anbetung Abstand zu nehmen.

Von | 2017-11-09T20:39:15+00:00 Dezember 15th, 2016|2016|0 Kommentare

Der geistige und körperliche Missbrauch bei den Zeugen Jehovas

Therapeutin im Interview: «Praktisch jede meiner Patientinnen, die bei den Zeugen Jehovas aufwuchs, wurde missbraucht»

Anna Gunkel arbeitet als Physiotherapeutin und Fachberaterin Psycho-Traumatologie mit Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen. Darunter sind viele Sekten-Aussteiger – vor allem ehemalige Zeugen Jehovas. Ein Gespräch über Missbrauch innerhalb der Gemeinschaft und die psychologischen Folgen davon.

Frau Gunkel, bei posttraumatischen Belastungsstörungen kommen mir Kriegs-Veteranen in den Sinn, nicht unbedingt Sekten-Aussteiger. Wie kommt es, dass viele von ihnen davon betroffen sind?

Anna Gunkel: Ich treffe bei meiner Arbeit vor allem auf Menschen, die in einer Sekte aufgewachsen sind. Sie waren während ihrer ganzen Kindheit einem enormen Druck ausgesetzt. Gerade in Gemeinschaften mit Endzeitvorstellungen, wie bei den Zeugen Jehovas, ist die Situation problematisch. Diese Kinder haben kaum Kontakte zur Aussenwelt, weil sie als verdorben gilt. Alle Menschen ausserhalb der Gemeinschaft sind praktisch schon tot, weil sie das Ende der Welt nicht überleben werden. Eine höhere Bildung lohnt sich nicht, für Spielen bleibt kaum Zeit, eigene Entscheidungen sind nicht nötig, Persönlichkeitsentwicklung ist nicht gefragt. Ausserdem sind Misshandlungen weit verbreitet.

 

Welche Art von Misshandlungen?

Körperliche Gewalt als Erziehungsmassnahme kommt bei den Zeugen Jehovas oft vor. Ausserdem berichten viele meiner Patienten von sexuellen Übergriffen und Missbrauch, innerfamiliär oder seitens der Ältesten. Diese Vorfälle werden unter den Tisch gekehrt. Die Zeugen Jehovas haben eine eigene Gerichtsbarkeit. Um eine Anschuldigung zu beweisen, braucht es zwei Zeugen – zwei Zeugen bei einem sexuellen Übergriff, das ist unmöglich.

Wurden viele Ihrer Patienten Opfer von sexuellen Übergriffen?

Praktisch jede meiner Patientinnen, die bei den Zeugen Jehovas aufwuchs, wurde missbraucht. Ihnen wurde gesagt, dass sie selber schuld daran seien, wenn ihnen so etwas passiert. Oder sie wurden unter Druck gesetzt, sie würden in die Hölle kommen, wenn sie sich jemandem anvertrauen würden. Kommt doch mal ein Vorfall ans Licht, tut der Täter Busse und wird vielleicht für eine kurze Zeit ausgeschlossen. Um das Opfer kümmert sich niemand.

 

Warum erstatten die Opfer keine Anzeige?

Die Zeugen Jehovas leben völlig abgeschottet von der hiesigen Gesellschaft. Sie anerkennen weder weltliches Recht, noch wenden sie sich an weltliche Richter. Bis die Betroffenen aus der Gemeinschaft raus kommen, sind die Taten meist verjährt oder ohnehin nicht mehr beweisbar.

 

Warum passiert Missbrauch oft in geschlossenen Gesellschaften?

Da kann ich nur spekulieren: Die Täter fühlen sich in solchen besonders geschützt und sitzen in gewissen Machtpositionen. Die Übergriffe innerhalb der katholischen Kirche kamen auch erst Jahre später ans Licht.

 

Wer müsste eingreifen?

Der Staat müsste die Zeugen Jehovas besser überwachen. Es ist eine antidemokratische Sekte, die Kindern ihre Grundrechte verweigert. Ihnen wird das Recht auf Bildung, auf freie Meinungsäusserung und oftmals leider auch auf Unversehrtheit genommen. Die Zeugen Jehovas stimmen auch nicht ab, leisten keinen Militärdienst und beteiligen sich nicht am öffentlichen Leben.

 

Was passiert in der Psyche von Kindern, die unter solchen Umständen aufwachsen?

Viele von ihnen entwickeln eine dissoziative Persönlichkeitsstörung, eine der posttraumatischen Belastungsstörung verwandte Krankheit, eine Art Überlebensstrategie. Um Erlebtes zu verdrängen, werden Wahrnehmungen getrennt abgespeichert.

 

Wie wirkt sich das aus?

Wenn das Opfer eines sexuellen Übergriffs beispielsweise beim Sitznachbar im Bus dasselbe Rasierwasser wie das des Täters riecht, ergreift es sofort die Flucht, weil es den Mann für den Täter hält. Dass er dies nicht ist, kann es in diesem Moment nicht erfassen, weil die Informationen nicht kombiniert werden.

 

Was passiert, wenn die Opfer den Zeugen Jehovas den Rücken zu kehren?

Dann beginnt erst die grosse Arbeit. Aussteiger müssen das ganze Leben ausserhalb der Gemeinschaft und sich selber ganz neu kennenlernen: Wer bin ich überhaupt und was will ich für ein Leben leben? Wie trifft man Entscheidungen und was fühle ich? Diese Entwicklungen werden komplett unterdrückt. Alles war schwarz-weiss.

 

Können solche Störungen geheilt werden?

Das ist ein sehr langer Prozess, aber nicht unmöglich. In der heutigen Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen ist man davon weg gekommen, die Patienten durch Reden ihr Leiden immer wieder durchleben zu lassen. Als Physiotherapeutin behandle vor allem auch körperliche Folgen der psychischen Störung.

 

Zum Beispiel?

Viele klagen über Kopfschmerzen. Oder wenn beispielsweise eine Bedrohung immer vom Sitznachbar rechts kam, ist die rechte Körperseite ständig verspannt. Oder Opfer, die bei bei Bestrafungen immer gefesselt wurden, und bis heute chronische Schmerzen in Hand- und Fussgelenken haben – als isolierte Körper-Erinnerung.

 

Wie viele ihrer Patienten sind Ex-Zeugen-Jehovas?

Mindestens ein Viertel. Gemessen an deren Verbreitung ist das eine enorm hohe Zahl, die man meines Erachtens nicht einfach so ignorieren kann.

Zunahme an Anfragen bei Sektenberatungsstelle Infosekta 

In ihrem Jahresbericht 2014 hielt die Sektenberatungsstelle Infosekta letzte Woche eine erneute Zunahme an Anfragen fest. Auskunft erbeten wurde vor allem zu den Gruppierungen Scientology, der in der Schweiz noch 800 bis 900 Mitglieder angehören, und die grosse Gemeinschaft der Zeugen Jehovas mit rund 19’000 Mitgliedern in der Schweiz. 

Die Zahl der erstmaligen Anfragen nahm um 21 Prozent zu. Infosekta verzeichnete 987 Erstkontakte. Dies entspricht einer Zunahme um 21 Prozent. Zusammen mit 1068 Folgekontakten (+14 Prozent) waren dies 2055 Beratungskontakte. 

In fast drei Viertel der Anfragen ging es um konkrete Gruppen. 32 Prozent der Ratsuchenden sorgten sich um Angehörige oder sonst nahestehende Personen, die in den Einflussbereich einer Sekte geraten waren. Zwei Prozent der Anrufe kamen von aktiven Mitgliedern einer Gruppierung, fünf Prozent von Ehemaligen. 

Die Scientologen und Zeugen Jehovas hätten bei allen Unterschieden gewisse Parallelen, schreibt die Beratungsstelle: Beide fokussierten auf einen künftigen idealen Zustand, beide wollten möglichst viele Menschen für ihre Doktrin gewinnen, beide missachteten die Bedürfnisse und Rechte von Kindern, und beide forderten von ihren Mitgliedern absoluten Gehorsam. (rar/sda)

Quelle: watson

Von | 2017-11-09T20:49:07+00:00 November 17th, 2016|2016|0 Kommentare

Jehovas Zeugen – Die Struktur der Organisation

Weltweit sind rund acht Millionen Menschen Mitglied bei den Zeugen Jehovas. Alleine in Deutschland sind es 170.000. Die Religionsgemeinschaft ist streng hierarchisch organisiert und gleicht dabei eher einem Konzern als einer Religionsgemeinschaft.

Sind Jehovas Zeugen eine fundamentalistische Sekte?

Ausschlaggebend ist nicht die Etikettierung als „Sekte“, sondern die differenzierte Beurteilung einer Gruppe anhand ihrer Merkmale und deren Auswirkungen auf der persönlichen, familiären, gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Ebene. Die folgenden Kriterien liefern eine Grundlage zur Einschätzung der Kritikwürdigkeit und Gefährlichkeit einer Gruppe, einschließlich Jehovas Zeugen. Dabei ist sorgfältig abzuwägen, ob eine Mehrzahl der Punkte in relevantem Masse zutrifft, und so Zeugen Jehovas sektenhafte Merkmale aufweisen.

  • Struktur der Organisation: Gruppe mit straff hierarchischer und doktrinärer Struktur
  • Abweichende Lehren zum allgemeinen, christlichen Glaubensbekenntnis
  • Autoritäre Führung: Führergestalt mit prophetischen oder guruhafter Ansprüchen
  • Offenheit der Gruppe: Isolation und starke Abgrenzung der Gruppe nach außen
  • Leistungen für die Gruppe: überteuerte Kursangebote oder Kosten für Lehrmaterial, Fronarbeit
  • Exzessives Werben für die Gruppe, und verbreiten eigener Indoktrinierung und Sonderlehre
  • Glückseligkeitsversprechen und ewiges Leben abhängig von der Verbreitung der eigenen Sonderlehre
  • Welt- und Menschenbild: Einteilung der Welt in Gut und Böse, Schwarz-Weiß-Denken
  • Absolutheitsanspruch: ausschließender Glaube an die absolute Wahrheit des eigenen Systems, der eigenen Lehre, des eigenen Weges, der eigenen Methoden
  • Erlösungs- oder Heilsversprechen: «Universalrezepte» für sämtliche Probleme sowie irreale Machbarkeitsvorstellungen
  • Elitebewusstsein: Die Mitglieder der Gruppe verstehen sich als auserwählt, als spirituell weiterentwickelte Elite der Menschheit, als „Speerspitze“ des Wissens.
  • Endzeiterwartung: Gruppe erwartet Endzeit, Weltuntergang
  • Emotionale Erpressung zur Spende, durch ständige Spendenaufrufe; undurchlässige oder falsche Informationen als wichtiger Grund, zur sofortigen Geldübergabe
  • Das Einverleiben aller Besitztümer eines verstorbenen Mitglieds
  • Informationspolitik nach Außen: keine offene Informationspolitik, irreführende Propaganda
  • Informationspolitik nach Innen: Selektion von Information bis hin zu bewusster Desinformation innerhalb der Gruppe
  • Zwei-Klassen-Lehre: Interne Lehren für das eigene Mitglied, die für die Öffentlichkeit und einem Nicht-Mitglied humanistischer gepredigt wird
  • Völlige Isolierung aller ehemaligen Mitglieder und Kritiker, absolutes Sozialverbot, selbst gegenüber den eigenen Familienangehörigen
  • Umgang mit Kritik: Kritikverbot innerhalb der Gruppe; Bekämpfung von Kritiker/Innen außerhalb
  • Milieukontrolle: Kontrolle und Überwachung aller Lebensbereiche
  • Rücksichtlose Methoden: getarnte oder irreführende Anwerbung, Indoktrination, Einsatz von bewusstseinsverändernden Methoden
  • Gedanken- und Gefühlskontrolle: durch Erzeugung eines schlechten Gewissens und von Angst wird das Mitglied manipuliert; durch exzessives Praktizieren von Entspannungstechniken und Meditation werden Gedanken und Gefühle kontrollierbar und manchmal sogar ein “innerer Führer” eingeführt, der das eigene Gewissen ersetzt
Von | 2017-11-09T20:49:19+00:00 November 16th, 2016|2016|0 Kommentare

Fehlende Bildung unter Jehovas Zeugen

Hohe Bildung bedeutet hohes Einkommen! Das ist eine bekannte Korrelation. PewReseachCenter hat in den USA den Zusammenhang zwischen Haushaltseinkommen und religiöser Zugehörigkeit untersucht.

Daher überrascht es wenig, dass Zeugen Jehovas ganz am unteren Ende der Skala aufscheinen.

Ist das das Ergebnis der Bildungsfeindlichkeit, die immer wieder auf Kongressen gepredigt wird, da ein „theokratischer“ Zeuge Jehovas keine höhere Bildung anstreben soll, sondern einzig und allein sein Leben der Organisation erbringen muss?

Oder ist dies doch eher „gottgewollte“ Armut der leitenden Körperschaft, die fürchten, dass gebildete Menschen die Wahrheit hinter der „Wahrheit“ erkennen könnten? Fakt ist, dass organisierte Religion schon seid Jahrtausenden dafür missbraucht wird, um Menschen zu instrumentalisieren. Dies kann natürlich nur geschehen, wenn es den Gläubigen an Aufklärung und Bildung mangelt.

Quelle: pewresearch

Von | 2017-11-09T20:49:34+00:00 Oktober 12th, 2016|2016|0 Kommentare

FORD und die Wachtturm-Gesellschaft

Zeugen Jehovas behaupten immer wieder fälschlicherweise, sich strikt von der Welt getrennt zu halten. Besonders verweisen sie auf das Naziregime, mit welchem sie NIE verstrickt waren. 1998 begann auf Betreiben der BBC ein Forschungsprojekt zu den Aktivitäten „Ford Deutschland“ unter den Nazis.

Peinlich für die Zeugen, dass FORD über seine Aktionäre Buch führte, wie es sich für ehrbare Kaufleute geziemt. Auszugsweise heißt es: „Als Teil der Kriegswirtschaft fielen die Ford-Werke und ihr Geschäftsbetrieb unter die Kontrolle des deutschen Rüstungsministeriums und anderer Regierungsbehörden. Im April 1941 ernannte die deutsche Regierung Robert Schmidt, Mitglied der Geschäftsführung der Ford-Werke, zum Wehrwirtschaftsführer, das heißt zu einem der Wirtschaftsführer, die den Heeresbedarf mit der Industrie koordinierten. Man richtete eine deutsche Heeresinspektionsstelle im Werk ein.“ Im folgenden Dokument, dass zum Download bereit steht, auf der Seite 18, Absatz 47 erhält der Leser Aufschluss darüber, in welcher Höhe die Wachtturm-Gesellschaft bei FORD beteiligt war. „Watch Tower Bible & Tract Society 1903: US$ 597,595,- Anteil 0.13%“

Von | 2017-11-09T20:49:56+00:00 September 18th, 2016|2016|0 Kommentare

Jehovas Zeugen – Okkulte Musik im Paradies Video

Zeugen Jehovas verwendeten auf ihren Kongress-Video 2016, das ein Vorgeschmack auf das Paradies geben soll, Musik von okkultistischem Ursprung. Der Soundtrack der im Hintergrund zu hören ist, stammt von dem Label Audiomachine, die für viele Filme, die die Werke des Fleisches verherrlichen, die Musik produzieren. Eternal Flame – nie endende Flamme – aus dem Album Epica ist ein Track von vielen anderen Meisterwerken, die in folgenden Kinofilmen verwendet wurden: „Harry Potter“, „The Hobbit“, „X-Men“, „Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street“, „Prometheus – Dunkle Zeichen“, „Hellboy“, „Helloween“, oder auch „Angels and Demons“. Außerdem finden sich Titel in Video-Games wieder wie dem bekannten Ego-Shooter „Call of Duty: Advanced Warfare“ und „Modern Warfare“.

Von | 2017-11-09T20:50:11+00:00 September 8th, 2016|2016|0 Kommentare

Cowboy Studios – das finanzierte Werbestudio für JW.ORG

Cowboy Studios ist das Werbestudio welches die Indian Sign Language Videos für die JW.ORG produziert. Wer jetzt als aufrichtiger Zeuge Jehovas immer noch denkt, dass „das Werk in Jehovas Hand“ ist, sollte hinterfragen, warum die „Organisation Gottes“ solche Produktionen den „bösen Weltmenschen“ überlässt, die dem „Teufel gehören“.

Gemäß den eigenen Aussagen der Literatur und Publikationen von Jehovas Zeugen lenkt YHWH sein Volk durch seinen Geist in der Endzeit. Könnte man sich demnach vorstellen, dass das Material, das öffentlich in Werbevideos gezeigt wird, gar nicht selbst von der Wachtturm-Gesellschaft produziert wird, sondern vielmehr weltliche Konzernen in Auftrag gegeben wird, die für eine stolze Summe, nach persönlicher Einschätzung ca. 10 000 US Dollar pro Minute, solche animierten Szenen designen und programmieren? Wissen Jehovas Zeugen, dass ein großer Anteil ihrer freiwilligen Spenden an weltliche Konzerne gehen? Möchte man nicht meinen, dass die „geistige Speise“, die „Jehovas Volk“ zur Verfügung gestellt wird, von seinen Anbetern selbst kommen sollte, als es professionellen Werbestudios zu überlassen, die nicht an YHWH glauben oder seinen Geist haben?

Viele Zeugen Jehovas sind enttäuscht, wenn sie erfahren, dass das gezeigte Material keine eigenständige Leistung ist und von der WTG selbst produziert wurde, sondern in Auftrag gegeben wird. Ebenfalls wurden die Videos, die von Millionen geschaut werden, positiv gelobt, da die schauspielerische Kunst und die Umgestaltung immer moderner wurde, und professioneller von Jahr zu Jahr wirkte. Wie werden diese reagieren, wenn sie feststellen, dass sie im Unklaren gelassen worden sind darüber, dass produziertes Material erkauft wurde, und Schauspieler verwendet wurden, die das Gesagte einstudiert haben, weil es ihr Beruf ist, um damit Geld zu verdienen, jedoch keine Zeugen Jehovas sind, die an den wahren Gott glauben? Kann dieses Verhalten der „Organisation Gottes“ wirklich reine Früchte hervorbringen, und möchte man behaupten, dass „weltliche Studios“ wirklich unter der Führung und Leitung Jehovas stehen? Tausende von aktiven Zeugen Jehovas können dies eindeutig und klar beneinen! Die Enttäuschung ist groß, wenn man herausfindet, dass nicht Jehovas Geist die Menschen zu solchen professionellen Umsetzungen von „geistiger Speise“ bewogen hat, sondern alles durch weltliches Geld erkauft wurde.

Quelle: cowboystudios / YouTube

Von | 2017-11-09T20:50:27+00:00 September 5th, 2016|2016|0 Kommentare

Mit zweierlei Maß – okkulte Musik als Fundament für das neue „Paradies-Video“ 

Bei dem offiziellen Video, das am Sommer-Kongress der Zeugen Jehovas 2016, Sonntagnachmittag zum Thema „Paradies“ gezeigt wurde, handelt es sich um das Audio-Cover des Epic-Genre Label’s „Audiomachine“. Interessant dabei ist zu lesen, was die Organisation Jehovas in ihrer Publikation über solche okkulte Musik selbst öffentlich in ihrer Online-Bibliothek der Wachtturm-Gesellschaft darüber lehrt:

„Sieh dir das Cover genau an. Oft reicht schon ein einziger Blick auf das Cover oder das Infomaterial, um auf den Inhalt schließen zu können. Brutale, erotische oder mystische Bilder sind ein Warnsignal. Die Musik ist höchstwahrscheinlich nicht weniger bedenklich.

Achte auf den Text. Was wird da eigentlich gesungen? Möchtest du dir diese Gedanken wirklich immer und immer wieder anhören oder sie mitsingen? Stimmen sie mit deinen Werten und mit christlichen Prinzipien überein? (Epheser 5:3-5).

Mach dir die Wirkung bewusst. „Ich hab gemerkt, dass ich von meiner Musik und den Texten oft depressiv werde“, sagt Philip. Musik wirkt natürlich auf jeden anders. In welche Stimmung versetzt dich deine Musik? Weckt die Musik oder der Text schlechte Gedanken bei dir? Schleichen sich schlimme Ausdrücke aus manchen Songs in deinen Wortschatz ein? (1. Korinther 15:33).

Nimm Rücksicht auf andere. Wie denken deine Eltern über deine Musik? Frag sie doch einmal. Mach dir auch Gedanken, wie deine Musik deine Glaubensbrüder berührt. Könnte es sein, dass sie ein Problem damit haben? Es ist ein Zeichen von Reife, wenn man aus Rücksicht auf die Gefühle anderer etwas an seinem Verhalten ändert (Römer 15:1, 2).

Diese Denkanstöße sollen dich in die Lage versetzen, deine Musik so auszuwählen, dass sie sich gut auf dich auswirkt und deinem Verhältnis zu Gott nicht schadet. Da war aber noch ein anderer Faktor. […]“ (Fragen junger Leute, Band 2, Seite 253-262, „Wie viel Musik tut mir gut?“)

Die Wachtturm-Gesellschaft verwendet in ihrem „Paradies-Video“ vom Kongress 2016 den Audio Track namens „Eternal Flame“ vom Album „Epica“, Artist und Label ist „Audiomachine“. Die verwendete Hintergrundmusik lässt sich durch ein zuverlässiges Musikerkennungsprogramm (wie z.B. Shazam) eindeutig als das Lied „Eternal Flame“ aus dem Album „Epica“ von Audiomachine identifizieren. Besitzer eines iPhones können das leicht nachprüfen indem sie das Video laufen lassen und mit Hilfe von Siri (Frage: „Siri, erkenne diesen Song“) das Lied erkennen lassen. Auch die App „Soundhound“ erkennt das Paradies-Video von Jehovas Zeugen eindeutig als Stück von Audiomachine.

Abgesehen davon, dass Jehovas Zeugen keinerlei Rechte haben diese Musik zu verwenden – wenn sie diese nicht vorher offiziell vom Label erkauft haben – , steht etwas viel wichtigeres im Vordergrund: Das Cover des Albums „Epica“ zeigt ein aus verschiedenen Elementen zusammengesetztes Gesicht. Der mystische Charakter ist zu erkennen. U.a. setzt sich das Gesicht aus einem Baum, verschiedenen Maya- oder Inka-Pyramiden zusammen sowie verschiedene griechische oder römische Tempel. An der Stirn ist das Gesicht illuminiert – ziemlich eindeutig in Anlehnung an das Stirn-Schakra (Agnya). In diesem Kontext steht also auch der Song „Eternal Flame“ – zu Deutsch ewiges Licht oder ewige Flamme.

Das Label Audiomachine ist weitgehens bekannt dadurch geworden, da sie für namenhafte Kinofilme Titelmusik komponiert haben, wie beispielsweise „Harry Potter“, „The Hobbit“, „X-Men“, „Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street“, „Prometheus – Dunkle Zeichen“, „Hellboy“, „Helloween“, oder auch „Angels and Demons“. Außerdem finden sich Titel in Video-Games wieder wie dem bekannten Ego-Shooter „Call of Duty: Advanced Warfare“ und „Modern Warfare“.

Hätte die WTG nicht redlich sein können und so wie sie es ihren Mitgliedern empfiehlt, selbst eine Musik für das Paradies-Video wählen können, die nicht im Zusammenhang mit okkulten oder mystischen Produzenten steht, deren Titel ebenfalls für okkulte Musik, spiritistische Filme und Gewaltspiele verwendet wurden? Die überwiegende Mehrzahl der Produktionen von Audiomachine hat dämonische Elemente. Das ist ebenfalls leicht auf ihrer Webseite zurückzuverfolgen.

Hält sich die WTG damit an ihre eigenen Ansprüche die sie an die Anhänger stellt? Konnte die Wachtturm-Organisation keine eigene Musik komponieren? Die Wachtturm-Gesellschaft warnt wiederholt in ihren Schriften und Vorträgen vor weltlicher Unterhaltung. Herausgehoben werden dabei Mystik/Okkultismus, Gewalt, Pornographie, die auch nur schon in der Andeutung vermieden werden sollen. Kann man wirklich davon ausgehen, dass Jehovas Geist mit dem „treuen und verständigen Sklaven“ war, mit der „Organisation Gottes“, wenn sie okkultistische Musik nutzt, und auch noch für Filmausschnitte über das kommende Paradies verwendet?

Quelle: Itunes /  Audiomachine – Eternal FlameParadies-Video

Von | 2017-11-09T20:50:39+00:00 September 5th, 2016|2016|0 Kommentare

Messer-Attacke unter Jehovas Zeugen in Günzburg

Wenige Stunden vor der Tat war der 29-Jährige von seiner Frau verlassen worden. Diese zog mit den eineinhalb und drei Jahre alten Kindern aus, um bei ihrer Mutter in Ellzee im Kreis Günzburg Unterschlupf zu finden.

Als seine Schwiegermutter sich in den Weg stellte und ihm zu verstehen gab, dass er seine beiden Kinder nicht mitnehmen dürfe, sei die Situation eskaliert.

Die 54-Jährige soll dem Schwiegersohn unter anderem vorgeworfen haben, Grundsätze ihrer gemeinsamen Religionsgemeinschaft, den Zeugen Jehovas, verletzt zu haben. Am Anfang sei alles gut gewesen. „Er war uns anfangs willkommen.“ Doch dann habe das Verhältnis Risse bekommen, auch weil das junge Paar „sexuellen Kontakt“ noch vor ihrer Hochzeit hatte. Die Ehe aber sei heilig, Sex davor nicht erlaubt. Die Absicht ihrer Tochter, den heute 29-Jährigen zu heiraten, sei in ihrer Familie nicht auf allzu große Gegenliebe gestoßen. Die beiden hätten demnach warten sollen, bis sie „geistig reifer“ seien.

Die familiären Meinungsverschiedenheiten gingen bis zum Abbruch des Kontakts durch Tochter und Schwiegersohn. Die Schwiegermutter jedoch konnte dies offensichtlich nicht akzeptieren, schickte häufig SMS-Nachrichten oder fuhr immer wieder mit dem Auto zur Wohnung des jungen Paares, obwohl ihre Besuche nicht erwünscht waren und meistens nicht geöffnet wurde.

Quelle: Südwest Presse

Von | 2017-11-09T20:50:50+00:00 August 31st, 2016|2016|0 Kommentare

Zeugen Jehovas zur Kooperation bei Kindesmissbrauch aufgefordert

Nach den jüngsten juristischen Rückschlägen in Großbritannien sieht sich die Organisation der Zeugen Jehovas in der Frage der Handhabung von Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs von Kindern in einer schwierigen Lage, zumal der öffentliche Druck auf die Gesellschaft weiter anwächst. Forderungen von über 1 Mio. £ aus den rechtlichen Verfahren und eine an Intensität zunehmende Auseinandersetzung mit der britischen Charity Commission, die auf eine Prüfung der internen Aufzeichnungen besteht, haben einen entscheidenden Anteil an dieser Entwicklung.

Im vergangenen Monat hatte ein Richter ein Urteil verhängt, mit dem die Führung der Zeugen Jehovas in Großbritannien, die Watch Tower Bible & Tract Society of Britain (WTBTS), für den fehlenden Schutz einer Frau (bezeichnet als A.), die als Kind im Alter von vier Jahren sexuell missbraucht worden war, … verantwortlich gemacht wird.

Und kürzlich hatte das Oberste Gericht den höchst ungewöhnlichen Versuch der WTBTS, eine Untersuchung der staatlichen Wohltätigkeitskommission Charity Commission zur Behandlung von Missbrauchsvorwürfen zu blockieren, endgültig zurückgewiesen.

Einem Sprecher der Behörde zufolge sei das Ausmaß der Untersuchungen und der zeitliche Aufwand, die dieser Fall erfordere, in der jüngsten Vergangenheit ohne Beispiel. Im Fall von A. habe das hohe Gericht dem Opfer Schadenersatz zuerkannt und der WTBTS wurden Anwalts- und Gerichtskosten in Höhe von rund 1 Mio. £ auferlegt, nachdem die Organisation der Zeugen dreimal vergeblich gegen das Urteil vorgegangen war.

Die gerichtliche Entscheidung hat in diesem Fall für sie eine hohe Bedeutung. Sie stellt einen Präzedenzfall dar, der neue und weitergehende Ansprüche gegen die Gesellschaft einleiten könnte.

Aus diesem Grund kämpft die WTBS auch darum, die Vorlage von Dokumenten über sexuellen Missbrauch gegenüber der Commission sowie andere Aspekte der Untersuchung in untergeordneten Gerichtsverfahren zu verhindern.

Fay Maxted, Geschäftsführer des Survivors Trust, einer nationalen Einrichtung zur Betreuung und Beratung von Missbrauchsopfern, sagt:

„Es gibt Fälle, in denen jemand sexuell verletzt wurde und sein ganzes Vertrauen in die Sicherheit und Geborgenheit ihrer religiösen Gemeinschaft dadurch mit einem Schlag zerstört worden ist.

Es ist sehr enttäuschend sehen zu müssen, das eine Organisation wie die der Zeugen, die auf dem Glauben ihrer Mitglieder gegründet ist, sich mit einer solchen Entschlossenheit dagegen wehrt, Fragen hinsichtlich ihres eigenen Verhaltens zu beantworten….

Dabei ist das etwas, mit dem sich die Katholiken und die Kirche von England auch beschäftigen mussten und diese großen Institutionen haben sich Schritt für Schritt unter intensiver Beobachtung der Öffentlichkeit auf dem Weg vorangekämpft. …“

Nach Erkenntnis der Zeitung The Guardian befinden sich einige Opfer von sexuellem Missbrauch unter den Zeugen Jehovas, die offenbar bereit sind, vor der Regierungskommission, der sogenannten Goddard-Commission zum sexuellen Missbrauch von Kindern, auszusagen.

A., das Opfer des laufenden Verfahrens, ist im Alter von vier Jahren über einen Zeitraum von fünf Jahren sexuell missbraucht worden. Wie sich im Verlauf des bisherigen Verfahrens herausgestellt hat, hatte der Täter einen anderen Übergriff bereits gestanden, wegendessen er von seiner leitenden Rolle in der Versammlung entfernt worden war, hatte aber im Nachgang seine Tat „bereut“. Aus diesem Grund war er weiterhin in der Versammlung belassen worden.

Die Polizei wurde nicht hinzugezogen und die Mutter von A. sagte vor Gericht aus, dass sie sich nicht erinnern könne, vor dem Täter gewarnt worden zu sein. Sie habe den führenden Mitgliedern der Versammlung, den Ältesten, von den Übergriffen gegen ihre Tochter berichtet, als diese etwa 14 Jahre alt war. Der Täter stand zu diesem Zeitpunkt vor seiner Entlassung aus dem Gefängnis. Er war wegen anderer Sexattacken verurteilt worden und hatte darum gebeten, zu seiner früheren Versammlung wieder zurückkehren zu dürfen. A. sagte dazu gegenüber dem Guardian:

„Während der ganzen Zeit hing der Gedanke, dass ich ihm in einer internen Untersuchung der Vorwürfe in der Versammlung Auge in Auge gegenüberstehen müsste, wenn ich meine Beschuldigungen äußern würde, wie ein Damoklesschwert über mir.“

Obwohl es geübte Praxis bei den Zeugen Jehovas sei, Mitglieder auch wegen geringer Übertretungen aus der Versammlung auszuschließen, war es dem Täter in ihrem Falle erlaubt worden, zu bleiben.

“Wenn sie gewusst hätten, dass er mit ihnen Katz und Maus spielt, wäre er wohl ohne Frage ausgeschlossen worden. Da er ihnen gegenüber jedoch einräumte, Kindern missbraucht zu haben, ist dies nicht der Fall gewesen,“ berichtet A.

Nachdem von den Ältesten keine weitere Reaktion erfolgt sei, habe sie sich entschlossen, Anzeige bei der Polizei zu erstatten.

„Ich war soweit, zu versuchen, mich selbst umzubringen oder wegzulaufen oder einfach zur Polizei zu gehen.“

Der Täter starb jedoch, bevor die Polizei ihn einvernehmen konnte.

Der Richter entschied, dass „…die Versammlung überhaupt nicht oder nur unzureichend gewarnt worden war“.

Dazu ein Sprecher der Zeugen Jehovas:

„Jeder, der die Sünde eines Kindesmissbrauchs begeht, wird von der Versammlung ausgeschlossen … Anschuldigungen, dass Zeugen Jehovas Kindesmissbrauch vertuschen, ist absolut falsch.“

Er fügt hinzu:

„Älteste der Versammlung halten Opfer nicht davor zurück, Anzeige bei den Behörden zu erstatten oder schützen die Täter gegenüber den Behörden keinesfalls vor den Konsequenzen ihrer Taten.“

Eine weitere Frau, hier als Jane bezeichnet, hat ebenfalls gegen die Organisation Klage eingereicht. Sie sei von einem Mitglied der Zeugengemeinschaft im Jahr 1990 vergewaltigt und anschließend vor einem Rechtskomitee der Versammlung zu einer Gegenüberstellung mit dem Täter gezwungen worden. Dieses Vorgehen habe sie „schwer traumatisiert“, was in der Folge zu einem Scheitern ihrer Ehe geführt habe.

Der Täter trat im Jahr 2014 eine Gefängnisstrafe an und sie habe sich entschieden, gegen die Ältesten vorzugehen, die in ihrem Fall als Zeugen aufgetreten seien.

“Ich überlegte nur, dass niemand daran dachte, für die Versäumnisse in meinem Fall die Verantwortung zu übernehmen. Ihr hättet nur die Hände hochheben und sagen brauchen, „es tut mir leid, wir haben falsch gelegen““, sagte Jane.

Die Untersuchungskommission Charity Commission hat ihre Untersuchungen hinsichtlich des Status‘ der Zeugen Jehovas als Wohltätigkeitsorganisation im Jahr 2014 aufgenommen. In diesem Jahr waren Vorwürfe laut geworden, dass Älteste der Versammlung Manchester New Moston eine Sitzung abgehalten hatten, in der drei inzwischen erwachsene Opfer von Kindesmissbrauch veranlasst worden waren, ihren kürzlich aus der Haft entlassenen Peinigern Auge in Auge zu begegnen.

Dazu ein Sprecher der Zeugen Jehovas:

„Wir sind nicht in der Lage, noch würden wir es auch nur beabsichtigen, ein Missbrauchsopfer dazu zu zwingen, seinem Missetäter gegenüber zu treten.“

Die Charity Commission ist berechtigt und bevollmächtigt, die Wohltätigkeitsorganisationen darauf zu überprüfen, wie sie den Schutz von Minderjährigen in ihrer Obhut wahrnehmen. Sie hat Ermittlungen sowohl gegen die Versammlung New Moston als auch gegen die WTBS selbst aufgenommen, die etwa 1.500 britische Versammlungen überwacht und leitet. Ihr wird eine entscheidende Rolle bei der Handhabung von Fällen von Kindesmissbrauch beigemessen.

Die Zeugen haben sich beiden Untersuchungen mit dem Argument widersetzt, dass diese gegen das Recht der Religionsfreiheit verstoßen würden. Ebenso haben sie sich einer beantragten Herausgabe von Dokumenten, die darüber Aufschluss geben könnten, wie Beschuldigungen von sexuellem Missbrauch in den vergangenen Jahren gehandhabt worden sind, verweigert.

Chris Willis Pickup, leitender Ermittler der Charity Commission bemerkt dazu:

“Nach zwei Jahren fortgesetzter rechtlicher Bemühungen vor fünf verschiedenen Gerichten und Tribunalen, ist das Vorgehen der WTBS unsere Untersuchungen zu vereiteln, mit der jüngsten Entscheidung des obersten Gerichtshofs zu einem Ende gekommen.“

Bislang habe die Commission von den Zeugen Jehovas nur sehr „begrenzte Informationen“ erhalten, sagte er. Die Commission würde jeden Betroffenen ermuntern, sich mit ähnlichen Vorwürfen direkt an sie zu wenden.

Gegenüber einer geringen Zahl von Beschwerden betroffener Einrichtungen in den vergangenen Jahren sei das Vorgehen der Zeugen Jehovas mit dem Umfang ihrer Einlassungen und Eingaben gegen die Entscheidungen der Commission einmalig, bemerkt ein Sprecher der Einrichtung.

Dazu der Anwalt von A., Thomas Beale:

„Es ist unsere traurige Erfahrung und wenig überraschend, dass das Vorgehen der WTBS in Fällen von Kindesmissbrauch in jeder Phase unnachgiebig darauf abzielte und darauf gerichtet war, die rechtliche Basis unserer Untersuchungen und ihren Umfang infrage zu stellen.

In unserem Fall … haben sie eine Verzögerungstaktik verfolgt und unsere Klientin über schmerzvolle und belastende Jahre durch ihre Eingaben hingehalten, während wir immer wieder betont haben, dass es Zeit für Entschuldigungen und nicht für rechtliche Eingaben sei.“

Die Zeugen Jehovas in einer Stellungnahme:

„Die Zeugen Jehovas verabscheuen den Missbrauch von Kindern, eine Straftat, die traurigerweise in allen Bereichen der Gesellschaft vorkommt. … Wir sind verpflichtet, alles in unserer Macht Stehende zu tun, um Kindesmissbrauch zu verhindern und denjenigen geistigen Beistand und Trost zu gewähren, die unter dieser schrecklichen Sünde, einem solchen Verbrechen, zu leiden haben.

Wir sehen auch die Notwendigkeit, die Vertraulichkeit derjenigen zu wahren und zu schützen, die unseren geistigen Beistand in Anspruch nehmen. Nichtsdestotrotz werden wir gerichtliche Entscheidungen nach besten Kräften unterstützen.“

Quellen:

theguardian (1)
theguardian (2)
thesurvivorstrust
theguardian (3)

Von | 2017-11-09T20:51:02+00:00 August 14th, 2016|2016|0 Kommentare

Missionieren mithilfe der Krise: Jehovas Antwort auf den Terror

Die jüngsten Terrorereignisse (München) machen vielen Menschen Angst. Sekten nutzen die Gunst der Stunde, um neue Mitglieder zu werben. Ist der Terror auch am Sommerkongress der Zeugen Jehovas Thema? Die az hat Augenschein genommen. In einer der grössten Hallen Europas, in welcher Stars wie Lady Gaga auftreten, warten auch jetzt Hunderte Menschen auf ihren Star. Sie sind aufgeregt. Bald wird er auf die Bühne stehen, auf den roten Teppich, und ins Mikrofon sprechen.

Doch es ist kein Rocksstar, auf den sie treffen werden. Es ist Jehova. Zumindest einer seiner Zeugen. Die Halle ist fast voll, voll von Menschen, wie wir alle es sind, nur ein bisschen eleganter, heute. Die Mädchen und Frauen tragen modische Röcke, die Männer Hemd und Krawatte. Sie begrüssen sich herzlich, lachen, umarmen sich. Es entsteht beim Zuschauen kurz der Eindruck, als gäbe es nichts Böses auf der Welt.

Der dreitägige Sommerkongress der Zeugen Jehovas steht dieses Jahr unter dem Titel «Bleibe Jehova gegenüber loyal». Er findet jedes Jahr statt, drei Tage lang, ein riesiger Event, über 8000 Zuschauer an einem Tag. Die Menschen, die die Sekte von aussen betrachten, stufen sie als gefährlich ein. Sie wird von Experten immer wieder kritisiert, weil sie etwa Familien auseinanderreisst, die Mitglieder mit Freunden brechen, isoliert werden.

Der Kontakt wird abgebrochen

Aktivist Lloyd Evans bezeichnet den heutigen Anlass in einer Medienmitteilung des Vereins Infosekta als «Worst Convention Ever», die schlimmste Zusammenkunft aller Zeiten. Weil es beim diesjährigen Kongress um eine Ausweitung der Ächtung auf nicht aktive Mitglieder geht.

Solche Inaktiven konnten bisher weiter Kontakt zu den Familien pflegen. Nun sollen sie aber neu, wenn sie einen «sündigen Lebensstil» pflegen, wie ausgeschlossene Mitglieder behandelt werden. Das heisst, der Kontakt wird abgebrochen. Ausschlussgründe können etwa Sex vor der Ehe, wiederholtes Rauchen oder Kritik an der Organisation sein.

Der Mann, der jetzt predigt, stellt sich auf die Bühne, auf den roten Teppich, der in der Mitte liegt. Der umgeben ist von gelben, weissen und roten Blumen. Um ihn herum kreisförmig stehend die rund 8000 Besucher.

Er spricht zu seinen Brüdern und Schwestern, wie die Mitglieder bei den Zeugen Jehovas genannt werden. Der Saal erhebt sich, die Gläubigen singen zu ihrem Gott und beten. Die Köpfe ehrfürchtig gesenkt.

Der Prediger bezieht sich immer wieder auf Bibeltexte. Jeder Zeuge Jehovas hat eine Bibel dabei und liest die Texte für sich mit – im Buch oder mithilfe einer App auf seinem iPad oder Handy. Die Leute vor Ort kennen den Ablauf. Wie könnten sie nicht. Denn an den Kongressen werden weltweit die gleichen Skripte vorgelesen und die gleichen Filme gezeigt.

Ereignisse wie das Attentat von Nizza, die politischen Unruhen in der Türkei oder auch die Axt-Attacke von Würzburg schockieren die Gesellschaft. Sie verunsichern die Menschen, lassen sie ratlos und zweifelnd zurück. Sind die politischen Unruhen und die gesellschaftlichen Ängste auch bei den Zeugen Jehovas, auch hier und heute ein Thema? Auf dem Programm steht nichts davon. Auch die Predigten beziehen sich immer wieder auf Jehova, ihren Schöpfer.

Darauf angesprochen, reagieren einige Menschen zögerlich, sagen, die Attentate machten sie betroffen. Doch sie sähen diese als Vorzeichen der Zukunft. Die aktuelle Lage ist im Weltbild der Zeugen Jehovas nichts Aussergewöhnliches. Die heutigen politischen Zustände deuten die Zeugen Jehovas als Vorphase, die in ihrem proklamiertem Endzeitkrieg – Harmagedon – gipfeln soll. Wer bei diesem Krieg nicht den Zeugen Jehovas angehört, stirbt einen qualvollen Tod, die anderen leben auf der Erde im Paradies weiter.

Situation spielt Sekte in die Hände

Obwohl Sekten wie die Zeugen Jehovas apolitische Sekten sind, nützen sie die aktuelle politische Situation aus, um neue Mitglieder zu gewinnen, sagt Sektenexperte Hugo Stamm.

Die gegenwärtige Situation spiele den Zeugen Jehovas in die Hände. Das Missionieren gehöre dabei zu ihren Hauptaufgaben. Die Krise ermögliche einen Anknüpfungspunkt. So würden die Zeugen Jehovas die Situation nutzen, gleich ins Gespräch zu kommen und die Sekte als Lösung anzubieten.

Es werden aber längst nicht mehr nur altertümliche Strategien zum Missionieren gebraucht: Auch Internet und Social Media als Missionierungswaffe werden bei Sekten immer wichtiger. Denn neue Mitglieder bringen indirekt auch neue finanzielle Ressourcen. «Die Sekten machen in Blogs mit Kommentaren auf sich aufmerksam oder sie beteiligen sich an Chats und knüpfen so Kontakte», sagt Stamm.

Weitere neue Strategien kennt auch Regina Spiess, Psychologin und Projektleiterin beim Verein Infosekta. Gemäss Spiess haben Zeugen Jehovas heute am ehesten Erfolg bei Migrantengruppen. «Diese Menschen erleben eine Entwurzelung und finden in Versammlungen der Zeugen Jehovas auch Kontakte zu Landsleuten.»

In den letzten Jahren habe darüber hinaus auch das mobile Missionieren an öffentlichen Plätzen zugenommen. Im Hallenstadion werden derweil Kurzfilme eingespielt. Propaganda-Videos, emotional, nahe am Menschen und seiner Unsicherheit. Der Mensch ist unsicher, er sucht Halt. Doch, bis er bekehrt ist, dauert es eine Weile: Gemäss einer US-Studie knapp 140 Tage.

Quelle: aargauerzeitung

Von | 2017-11-09T20:51:14+00:00 Juli 23rd, 2016|2016|0 Kommentare

Jehovas Zeugen – Tödliche Beziehung

Kim Anderson lernt ihren zweiten Ehemann Jeff Anderson kennen. Er gibt sich als vorbildlicher Zeuge Jehovas aus, doch bereits bei der Eheschließung hätten Kim erste Zweifel kommen sollen, da er nicht einmal Eheringe kaufte und gewalttätig wurde. In der Ehe selbst kommt es zu Misshandlung, Vergewaltigung und vermutlichen Kindesmissbrauch. Die Ältesten der Gemeinde glauben jedoch Kim nicht, als sie dies ihnen berichtete. Beständig beharrten sie darauf, die Ehe fortzuführen und glaubten, dass Kim böse Unterstellungen nur äußere und Lügen über ihren Ehemann vorwirft. Nachdem sie keine Unterstützung, weder in der Gemeinde noch in der Familie, bekam, entschloss sie sich ihre Kinder zu nehmen und in Sicherheit zu bringen. Eine lebensbedrohliche Situation beginnt zu eskalieren.

Von | 2017-11-09T20:51:50+00:00 Juli 19th, 2016|2016|0 Kommentare

Die Märtyrer des 21. Jahrhunderts: Tony Morris lobpreist totes Kind von Zeugen Jehovas

Wieder einmal ist ein Kind einer Zeugen Jehovas Familie gestorben, weil es die Annahme einer lebensrettenden Bluttransfusion verweigerte. Diese Haltung wurde von Anthony Morris, einem Mitglied der leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas, als vorbildlich gepriesen. Anthony Morris, genannt auch Tony Morris III., ist nach einem Bericht von Lloyd Evans mit dieser Aussage bei einer Kongressansprache gefilmt worden.

Die dreitägigen Kongressveranstaltungen der Zeugen Jehovas werden jährlichen unter wechselnden Leitthemen abgehalten. Das Thema dieses Jahres lautet „Bleibe Jehova gegenüber loyal“.

Es spiegelt vermutlich erstmals die steigende Befürchtung der leitenden Körperschaft vor einem ansteigenden Schwund von Mitgliedern wider, die sich ihrer Indoktrination entziehen.

Diese Tendenz ist neu, aber es gibt auch einige Punkte, die bei allen Jahreskongressen gleichbleiben und sich konstant wiederholen. So erfolgt am Ende eines jeden Kongresses eine längere Ansprache, die von einem der in der Wachtturmhierarchie höherstehenden Mitglied gehalten wird.

Dieser Vortrag beinhaltet in der Regel eine Reihe von vorgeblich positiven Erfahrungen aus der Organisation, mit denen die Zeugen in ihrem Glauben gestärkt oder bestärkt werden sollen.

Nun scheint es jedoch, als sei mit dem diesjährigen Kongress in Knoxville, Tennessee, und dem Vortrag von Morris ein neuer Höhepunkt bei den verstörendsten und geschmacklosesten Sonntagsnachmittagsansprachen erreicht worden.

Morris war dieses Mal der hochrangige Vortragende dieses Programmteils. Zu ihm kann man sagen, dass kein anderer im Gremium der leitenden Körperschaft für seine kontroversen Ansichten so bekannt ist, wie ihr Mitglied Anthony Morris III.

Zum Programmablauf: Ein Video zeigt Morris, wie er in seiner Darbietung eine herzergreifende Geschichte vorträgt:

Ein als Zeuge Jehovas aufgewachsener Junge mit Namen Josh, dessen Alter unerwähnt bleibt, bezahlt mit seinem Leben den höchsten Preis für seine Glaubensüberzeugung. Entgegen dem sanften, aber eindringlichen Rat seiner Ärzte, sich einer Blutübertragung zu unterziehen, während seine Eltern im Hintergrund bleiben und sich von dem Geschehen abwenden, bleibt Josh standhaft. Er verweigert die möglicherweise lebensrettende Transfusion.

Morris stellt diesen Fall in seiner Rede als beispielhaft dar. Josh habe sich damit entgegen „der Glaubensverfolgung“ durch seine behandelnden Ärzte als „Märtyrer“ erwiesen. Er beschließt seine Darstellung mit den Worten „Und wenn er eines Tages auferstanden sein wird, werden wir mehr von ihm hören, weil Jehova diesen kleinen Bruder liebt.“

Daraufhin erfolgt ein brausender Applaus der tausenden Teilnehmer des Kongresses. Damit wollen sie ihre Zustimmung zu dem Gesagten ausdrücken. Und dies entgegen der Tatsache, dass ein Junge, der letztendlich nur als Produkt der religiösen Indoktrination gesehen werden kann, sein Leben aufgrund eines fragwürdigen Verbots einer medizinischen Behandlung durch die leitende Körperschaft verloren hat, während die Bibel dazu tatsächlich keine Festlegung trifft.

Wie könnte dies auch sein, dass etwas durch die Schreiber der Bibel verboten wird, was erst Jahrhunderte später entdeckt, bzw. erfunden wurde?

Wie viele Opfer es bereits gegeben hat, deren Leben auf die gleiche tragische Weise verkürzt worden ist, ist nicht bekannt. Sicher ist, dass diese frag- und kritikwürdige Lehre der Wachtturmgesellschaft erst seit 1945 gilt.

Gleichwohl die Vertreter der Gesellschaft sich mit der Schilderung derartiger tragischer Begebenheiten vor dem Publikum Gleichgesinnter gern hervortun und brüsten, sind sie mit der Bekanntgabe der weltweiten Todesopfer ihrer Lehre auf statistischer Grundlage sehr zurückhaltend.

So leicht es auch sein mag, mit dem Finger nur auf die Opfer eines Todeskults im 21. Jahrhundert zu zeigen, mit dem eine Sekte ihre ureigensten Interessen vor die ihrer Mitglieder stellt, kann man doch darüber, dass die Ärzte von Josh nicht stark genug waren, ihn am Leben zu halten, nur traurig sein.

Es gibt in Großbritannien, Australien und Neuseeland Beispiele dafür, wie Richter eingeschritten sind um zu verhüten, dass Minderjährige den höchsten Preis für den Fanatismus ihrer Eltern bezahlen müssen.

Wieder einmal wird deutlich, dass die Kinder von Zeugen Jehovas den Schutz des Staates in derartigen Fällen benötigen, und dies unabhängig von ihrer eigenen glaubensmäßigen Überzeugung.

In manchen Fällen, in denen das Gericht eingeschritten ist und ihnen die Entscheidung aus der Hand genommen wurde, hat es bei einigen Eltern sogar den Anschein gegeben, als ob sie darüber erleichtert waren. Schließlich mussten sie sich deswegen nicht mehr vor den Ältesten ihrer Versammlung verantworten …

Warum war das im Fall von Josh anders? Warum ist ihm erlaubt worden, sein kostbares Leben auf dem Altar der fragwürdigen Loyalität einer leitenden Körperschaft zu opfern, ohne dass der Staat eingeschritten ist, während andere Minderjährige in vergleichbarer Lage gerettet worden sind?

Einzelheiten bleiben in dem Vortrag von Morris (absichtlich?) ausgespart und wir werden die ganze Geschichte wohl niemals erfahren.

Was wir aber wissen, und dies schon seit einiger Zeit, ist, dass es entgegen aller vollmundigen Rufe einer Verfolgung durch das System Satans, es letztendlich die Wachtturmgesellschaft selbst ist, die für mehr Todesopfer in den eigenen Reihen verantwortlich ist, als wahrscheinlich selbst dem Diktator Adolf Hitler zugerechnet werden können.

Von | 2017-11-09T20:52:04+00:00 Juli 18th, 2016|2016|1 Kommentar

Kindesmissbrauch – Zeugen Jehovas droht Millionenzahlung in Großbritannien

Die Zeugen Jehovas sehen sich in Großbritannien in einem Fall von sexuellem Kindesmissbrauch einer Forderung von Gerichtskosten und Opferentschädigung von insgesamt mehr 1 Mio. £ (GBP) umgerechnet ca. 1.19 Mio. Euro gegenüber. Das Opfer, nunmehr in ihrem dritten Lebensjahrzehnt, war als kleines Mädchen in der Ortschaft Loughborough von dem damaligen Dienstamtgehilfen Peter Stewart über einen Zeitraum von fünf Jahren sexuell missbraucht worden. Die Taten seien in den 80er und 90er Jahren verübt worden. So der Vortrag des Klägers vor dem High Court in London.  Im vergangenen Jahr hatte das Gericht bereits festgelegt, dass die Organisation der Zeugen Jehovas eine finanzielle Schadensersatzleistung von 275.000 £ für ihr Versäumnis, das Opfer zu schützen oder andere Eltern vor Stewart zu warnen, zu zahlen habe. Gegen dieses Urteil hatte die Gesellschaft Einspruch eingelegt.

In der vergangenen Woche wurde dieser Einspruch jedoch von dem Berufungsgericht zurückgewiesen. Das Gericht entschied, dass die Organisation sowohl dem Opfer von Stewart die Entschädigung von 275,000 £ als auch die gesamten aufgelaufenen Gerichtskosten von geschätzten 1 Mio. £ zu zahlen habe.

Stewart, der in seiner Eigenschaft als Zeuge Jehovas Bibelstudien mit Interessierten durchführte und im sogenannten Haus-zu-Haus-Predigtdienst tätig war, hatte das Mädchen, dessen Name aus rechtlichen Gründen nicht genannt wird, in einem wöchentlichen Zeitabstand über fünf Jahre missbraucht.

Das Mädchen war dadurch so sehr traumatisiert worden, dass ihre Ausbildung und ihre spätere Laufbahn massiv beeinträchtigt waren. Sie litt unter Alpträumen und plagte sich sogar wiederholt mit dem Gedanken an Selbstmord.

Als ihr Ehemann sie während eines Urlaubs „ohnmächtig in ihrem Bett neben einem Stapel von Paracetamol Tabletten fand“, hatte die Angelegenheit einen Höhepunkt erreicht. Sie hatte im Jahr 2000 erfahren, dass Stewart vor einer Entlassung aus der Haft stand. Daraufhin berichtete sie ihrer Mutter von seinen Taten.

Nunmehr wurde im Folgejahr auch die Polizei eingeschaltet, die jedoch nicht mehr gegen Stewart vorgehen konnte, da dieser im gleichen Jahr im Alter von 72 Jahren verstorben war. Er war bereits im Jahr 1995 wegen des Missbrauchs von einem jungen Schulmädchen und einem Jungen, einem Zeugen Jehovas, verurteilt worden.

In dem neuen Fall wies die Organisation der Zeugen jede Verantwortung für die Taten ihres Dienstamtgehilfen zurück. Ihren Anwälten zufolge war Stewart in dieser Eigenschaft kein Angestellter der Kirche, sondern handelte nach den Zusammenkünften eher aus freien Stücken, „etwas mehr als ein reguläres Mitglied, eher so etwas wie ein Ordner.“ Verantwortung für das Wohlergehen von Kindern sei ihm keinesfalls übertragen worden.

Mit der Begründung, dass es sich nicht einfach um einen Fall von Gelegenheitsmissbrauch gehandelt habe, wies der vorsitzführende Richter Floyd diesen Einwand jedoch zurück.

Die Position von Stewart als Dienstamtgehilfe sei mit einem „Beschäftigungsverhältnis durchaus vergleichbar“ und habe ihm den Status einer Vertrauensperson verliehen. Mit diesem offiziellen Status „habe er eine Autorität inngehabt, die ihm den Zugang zu unbegleiteten Kindern überhaupt erst ermöglichte.“ Wäre das nicht so gewesen, hätte die Mutter seines Opfers ihm niemals Zugang zu ihrem Haus gewährt.

Älteste der Glaubensgemeinschaft hätten es zudem in den 90er Jahren versäumt, angemessene Schritte zum Schutz von Kindern einzuleiten, nachdem Verdächtigungen laut geworden waren, dass Stewart sich an einem anderen Mädchen vergriffen haben soll.

Aus diesen Gründen sei es „fair und angebracht“, dass die Leitung der Glaubensgemeinschaft für die Entschädigung des Opfers aufkomme, so Richter Floyd.

Quelle: leicestermercury

Von | 2017-11-09T20:52:20+00:00 Juli 13th, 2016|2016|0 Kommentare

An die leitende Körperschaft

Wahrheiten jetzt! ist dankbar dafür, dass die Wachtturm-Gesellschaft der Website so viel Aufmerksamkeit gibt. Die Themen auf dieser Website müssen die Wachtturm-Gesellschaft so sehr stören, dass sie alles daran setzen den Betreiber in Gerichtsprozesse zu ziehen um ihm hohe Geldstrafen (bis zu 250.000€) oder ersatzweise 6 Monate Haft anzudrohen. Liebe leitende Körperschaft, D. H. Splane, A. Morris III., D. M. Sanderson, G. W. Jackson, M. S. Lett. S. F. Herd, G. Lösch und G. H. Pierce:

Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, nur die Lüge braucht Gesetzesschutz!

Erwartet Gott und Jesus das von euch? Hätte Jesus so gehandelt? Ihr sagt von euch selbst das ihr vom "Geist geleitet" seid. Ihr sagt selbst das ihr geistgesalbte Christen seid. Ihr sagt selbst das die Bibel über allem steht. Warum macht ihr euch dann selbst, durch Gerichtsprozesse lächerlich? Warum versucht ihr erneut zu richten? Warum wollt ihr nicht in die Fußstapfen Jesu treten, der so mild gesinnt war?

"Nun hatte Simon Petrus ein Schwert und zog es und schlug nach dem Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm sein rechtes Ohr ab. Und der Knecht hieß Malchus. Da sprach Jesus zu Petrus: Steck das Schwert in die Scheide! Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir der Vater gegeben hat?" (Johannes 18:10, 11)

Da ihr euch offensichtlich auf dem Weg der Finsternis befindet, wünscht euch Wahrheiten jetzt! sehr baldig, Jesus anzuerkennen und ihm nachzufolgen, um dem Willen des Vaters zu tun!