Jehovas Zeugen – Ideologie und Fanatismus trifft auf wissenschaftliche Fakten

Dass Jehovas Zeugen nicht immer alle Fakten einbeziehen ist bekannt, und ebenfalls nahe liegend, um die Ideologie und eigene Lehre, die sich in Fanatismus kennzeichnet, den Stempel „Wahrheit“ aufzudrücken.

Doch in der neuesten TV-Ausgabe auf dem JW Broadcasting Channel von Zeugen Jehovas, möchte die Wachtturm-Gesellschaft vermitteln und betonen, wie sorgfältig sie bei ihren Recherchen doch immer sind. Sie greifen nach eigener Aussage gerne auf Enzyklopädien zurück um ein geschichtliches Ereignis zu überprüfen, da diese am Genauesten seien. Doch auch dort schleichen sich wohl Fehler ein, schließlich werden diese auch nur von „unvollkommenen Menschen“ geschrieben, die gemäß eigener Aussage, alle zu Satans „böse Welt“ gehören.

Sie machen dies an einem Beispiel fest: dem Gizeh-Komplex, speziell die Sphinx. Laut der „Smithsonian Knowledge Encyclopedia“ wurde die Sphinx um das Jahr 2550 v. Chr. erbaut. „Doch hier haben wir ein Problem mit der Zeitangabe“, sagt der Moderator. Dieser verwies darauf, dass Zeugen Jehovas in ihrer eigenen Chronologie, die sich auf ihre Bibel stützt, die „weltweite“ Sintflut für das Jahr 2370 v. Chr. errechnet haben – fast 200 Jahre später.

Der Moderator stellt dann genau die richtige Frage: „Wie wahrscheinlich ist es, dass die Sphinx die Sintflut überstanden hätte?“ Und dann macht er noch einen kleinen Spaß: „Es würde zumindest erklären, warum sie keine Nase mehr hat!“

Die Wachtturm-Gesellschaft ist der Meinung, dass die zeitliche Einordnung für den Bau des Gizeh-Komplexes falsch ist, doch ihre Berechnungen richtig sein müssten – obwohl die Bibel ganz eindeutig vor das „Berechnen von Zeiten und Zeitabschnitten“ warnt. Gemäß der Schrift würden dies nur Juden und Christen tun, die nicht mehr in Gottes Gunst stehen – ein Zirkelschluss für Jehovas Zeugen, den sie selbst nicht einmal erkennen, aber sich dennoch als die „wahren Christen“ und das einzige „Volk Jehovas“ auf Erden ausgeben.

Jehovas Zeugen trennen „weltliche“ Chronologie von der biblischen, wenn diese ihre Lehren und Berechnungen nicht stützten. Doch ist dies wirklich sinnvoll?

Am Ende dieses Beispiels sagt der Moderator, dass es ganz gut ist sowas zu wissen, beispielsweise wenn man als Kind in der Schule zu diesem Thema einen Vortrag halten oder einen Aufsatz schreiben muss – in der Tat.

Jehovas Zeugen sollten zur Kenntnis nehmen, dass es einige Dinge auf dieser Welt gibt, die nicht zu der Chronologie der Bibel passen, und durch genaue, wissenschaftliche Daten deren „wahres Alter“ ermittelt werden konnte. Welche wären zum Beispiel diese?

Ein neuer Fund dürfte Ägyptologen Einblicke in die Ursprünge der ägyptischen Balsamierkunst eröffnen. In Sakkara, der wichtigsten Totenstadt des Alten Reiches, förderten Forscher aus einem neu entdeckten Grab einen 5000 Jahre alten Holzsarg zu Tage, der ein zerfallenes Skelett enthielt. Auf den Knochen fanden sich neben Hautresten auch Spuren von Harz, das die Leiche offenbar haltbar machen sollte. (Quelle: Spiegel)

Fragen wir uns: Hätte diese Mumie wirklich in solch einen Zustand gefunden werden können, wenn es – laut der Berechnung von Zeugen Jehovas – danach eine weltweite Sintflut gab? Wieso hatte diese keine Spuren einer weltweiten Flut? Wieso ist das Grab noch intakt gewesen?

Oder wie wäre es mit folgendem archäologischen Fund?

Die Stufenpyramide des altägyptischen Königs Djoser (Djoser-Pyramide, auch Netjerichet-Pyramide) aus der 3. Dynastie des Alten Reiches um ca. 3000 v. Chr. ist die älteste, mit einer Höhe von 62,5 Metern die neunthöchste der ägyptischen Pyramiden und die einzige mit einer nichtquadratischen Grundfläche. Mit diesem Bauwerk begann die erste Phase des Pyramidenbaus in Ägypten und die Monumentalisierung der Königsgräber. Die Stufenpyramide selbst wird vom größten aller Pyramidenkomplexe umschlossen, der eine große Anzahl von zeremoniellen Bauten, Strukturen und Höfen für den Totenkult enthält. Sie gilt nach dem Gisr el-Mudir als das zweitälteste noch erhaltene, aus behauenen Steinen gemauerte Bauwerk Ägyptens.

Fragen wir uns: Warum leugnen Jehovas Zeugen, und ihre Führerschaft, ganz bewusst diese Fakten? Wieso wurde diese Pyramide – wie auch andere – nicht von der weltweiten, katastrophalen Flut weggespühlt? Warum ist sie nicht eingebrochen, oder hätte zumindest ernsthafte Brüche gehabt, die für eine Sintflut sprechen?

Jehovas Zeugen, neuzeitliche Fundamentalisten, nehmen es in ihrer Ideologie ganz offensichtlich nicht so genau, wenn es um wissenschaftliche Fakten geht. Natürlich ist es so einfach, die eigene, fehlerhafte Ideologie als die „einzige Wahrheit“ zu deklarieren, wenn man Fakten leugnet, und Beweise einfach „übersieht“.

Quelle: tv.JWOrg (ab 9:00 min.)

Von | 2017-11-09T20:23:54+00:00 November 7th, 2017|2017|0 Kommentare

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