1914 – Die Kontroverse 2017-11-30T13:39:55+00:00

Steht das Jahr 1914 unter biblischer Prophetie und ist der Anbeginn der „letzten Tage“ die im Bibelbuch 2. Timotheus 3:1 aufgeschrieben worden ist? Im Unterredungsbuch, herausgegeben von Jehovas Zeugen, können wir lesen:

Definition: In der Bibel wird mit dem Ausdruck „letzte Tage“ auf den abschließenden Zeitabschnitt Bezug genommen, der in einer von Gott festgesetzten, das Ende eines Systems der Dinge kennzeichnenden Urteilsvollstreckung gipfelt. Das jüdische System der Dinge mit dem Tempel in Jerusalem als Anbetungszentrum erlebte seine letzten Tage in der Zeit, die mit seiner Zerstörung im Jahre 70 u. Z. ihren Höhepunkt erreichte. Was damals geschah, war ein Vorbild dessen, was weltweit und in viel größerem Ausmaß zu einer Zeit stattfinden sollte, zu der alle Nationen vor der von Gott verordneten Urteilsvollstreckung stehen würden. Das gegenwärtige weltweite System der Dinge trat im Jahre 1914 in seine letzten Tage ein, und einige Angehörige der Generation, die damals am Leben war, werden auch Zeuge seines vollständigen Endes in der „großen Drangsal“ werden.(Unterredungen anhand der Schriften, Seite 279 „Letzte Tage“)

 

Berechnung der „sieben Zeiten“

  • „Sieben Zeiten“ = 7 × 360 = 2 520 Jahre
  • Eine biblische „Zeit“ oder ein Jahr = 12 × 30 Tage = 360 (Offb. 11:2, 3; 12:6, 14)
  • In der Erfüllung der „sieben Zeiten“ entspricht ein Tag einem Jahr (Hes. 4:6; 4. Mo. 14:34)
  • Anfang Oktober 607 v. u. Z. bis 31. Dezember 607 v. u. Z. = 1⁄4 Jahr
  • 1. Januar 606 v. u. Z. bis 31. Dezember 1 v. u. Z. = 606 Jahre
  • 1. Januar 1 u. Z. bis 31. Dezember 1913 = 1 913 Jahre
  • 1. Januar 1914 bis Anfang Oktober 1914 = 3⁄4 Jahr
  • Insgesamt: 2 520 Jahre

 

Die Kontroverse

1. Christen kennen keine „Zeiten und Zeitabschnitte“. (Apostelgeschichte 1:6,7; 1. Thessalonicher 5:1,2)

Das griechische Wort kairoús was mit „bestimmte Zeiten“ wiedergegeben werde kann, impliziert deutlich, dass der Mensch weder den Tag des Gerichts Gottes kennen wird, noch die einzelnen Zeitabschnitte, die sich prophetisch zuvor erfüllen sollten. YHWH zeigt deutlich, dass nur er, als Vater allein, den genauen Tag und die Stunde kennt (Matthäus 24:36). Auch die Judenchristen wurden wegen der Beobachtung des Passahs dafür gerügt, weil sie Zeiten und Zeitabschnitte beobachteten und so ihren geistigen Zustand offenbarten, der dem Kleinglaube oder „elementaren Dingen“ gleichkommt. (Galater 4:9, 10)

2. Das Zeichen der letzten Tage würde die Generation erleben und nicht vergehen, bis alle Zeichen geschehen sind. (Matthäus 24:32-35; Markus 13:28-31; Lukas 21:29-33)

Seit dem Jahre 1914 sind bereits 98 Jahre vergangen. Um als Christ, der seine Anbetung und Rolle kennt und sich Gott hingegeben hat, als solcher bewusst zu sein und das Zeichen des Herrn deutlich zu sehen, auch zu empfangen, bedarf es eines gewissen Alters oder Reife. Babys, die im Mutterleib heranwachsen, oder auch kleine Kinder sind sich dessen nicht bewusst – können es auch nicht sein. Diese Dinge sehen oder empfangen können die, die sich durch Hingabe und Taufe Gott durch Christus hingegegeben haben und durch den Geist Gottes belehrt werden. Demnach wären diese Personen, die das Zeichen gesehen haben, bereits weit über 100 Jahren an Alter fortgeschritten und damit tot. Die Generation [griechisch: geneá], die auf keinen Fall vergehen soll – so lauten die Worte des Herrn – ist vollständig vergangen und von der Erdoberfläche verschwunden.

3. Christus wurde direkt nach seinem Tod ALLE Gewalt und Herrschaft für Himmel und Erde gegeben. (Matthäus 28:18; 11:27; Epheser 1:20,21; Philipper 2:9,10)

Das Wort Omnipotenz (lat. omnis: alle, potentia: Kraft, Vermögen, Fähigkeit) ist ein deutliches synonym für die Allmacht des Herrn, die ihm für einen Zeitabschnitt vom Vater übergeben worden ist. Diese Fähigkeit oder Macht wurde ihm direkt nach seiner Auferstehung gegeben. Christus musste nicht fast 2000 Jahre warten, um diese Macht erst 1914 gebrauchen zu können bzw. dürfen. Die Engel wurden bereits von Christus nach seiner Himmelfahrt geführt und ebenfalls dienten sie ihm auch nach seinen Willen. Auch bereits nach der Auferstehung war Christus der „Herr der Versammlung“ bzw. dessen Haupt (Epheser 1:22). Da er als „Haupt über alle Dinge“ bereits im 1. Jahrhundert gesetzt worden ist, ihm somit auch die damit ihm verliehene Autorität als König und die Herrschaft darüber.

4. Die Entsiegelung des göttlichen Geheimnisses zur wahren Erkenntnis und predigt im 1. Jahrhundert. (Offenbarung 22:10)

Die Siegel aus Daniel 12:9 sollten festversiegelt sein bis zur Zeit des Endes. Diese Versiegelung wurde in Offenbarung 22:10 bereits aufgehoben. Somit fand die Entsiegelung des Geheimnisses um 96 v.u.Z. statt, und nicht im Jahre 1914. Paulus sprach oft bereits von dem „göttlichem Geheimnis“ (Römer 16:25-27; Epheser 1:9; 3:9; Kolosser 1:26), wie dieses bereits durch ihn und die Apostel verkündigt worden ist und auch Johannes wurde in der Vision aufgeklärt und sich des Geheimnisses bewusst. Das Geheimnis oder die Siegel über die Buchrolle Daniels wurden bereits zur Zeit der Apostel vollständig aufgelöst und gepredigt unter den Nationen.

5. Der erste Weltkrieg um 1914.

Der Weltkrieg wird als Zeichen angesehen, dass Satan zur Erde geschleudert wurde, also die Kausalität bezüglich der kurzen verbleibenden Frist und Wut durch die Erniedrigung (Offenbarung 12:12). Jedoch beweist der Weltkrieg im Jahre 1914 deutlich, dass es in diesem Jahr nicht zu dieser Reinigung im Himmel kam. Laut der universalen Streitfrage* ist es nach wie vor Satans Ziel den Weltfrieden zu erreichen. Dies würde die Streitfrage zu seinen Gunsten klären, da der Mensch beweisen würde, dass er ohne die Herrschaft Gottes für friedvolle Verhältnisse sorgen kann und somit Gottes Herrscherecht unbegründet oder nutzlos ist. Die daraus resultierende Antwort wäre Anlass, Satans Leben nicht hinfort zunehmen, sondern ihm am Leben erhalten zu müssen. Hätte Satan für einen weltweiten Krieg gesorgt, hätte er somit sein eigenes Todesurteil unterzeichnet und konträr zu seinem Ziel entgegengearbeitet. Deshalb finden wir den inspirierten Gedanken in Gottes Wort aufgeschrieben, dass vor dem Gerichtstag Gottes es „Frieden und Sicherheit“ auf der Welt geben wird. (1. Thessalonicher 5:3)

*Eine von Satan angefochtene Streitfrage, bezüglich des Beweggrundes des menschlichen Seins, ihrer egoistischen Handlungsweise in der Ausübung des Glaubens, des Belohnungssystemes mit allen Segnungen sowie die Frage nach alleinigem Herrscherecht; dass der Mensch über sich selbst regieren solle – selbst erkenne von Gut und Böse – statt Gottes Herrschaft folge zu leisten sowie seinem universalen Maßstab von Recht und Unrecht zu akzeptieren. (1. Mose 3:1-5; Hiob 2:1-6; Offenbarung 12:10)

6. Ein Tag sind 1000 symbolische Jahre. (2. Petrus 3:8)

Auch wenn die Bibel nicht das Wort „buchstäblich“ bzw. „symbolisch“ in diesen Zusammenhang gebraucht, können wir als Christen dennoch sicher sein, dass es sich bei dieser Aussage um symbolische Jahre handelt. Gott ist ein zeitloses Wesen und hat schon immer existiert. YHWH allein existiert „von Ewigkeit zu Ewigkeit“ (Psalm 90:2, Einheitsübersetzung). Kurz gesagt, YHWH gab es bereits „vor aller Zeit“ (Judas 25, Fußnote). Bevor also die Zeit begonnen hat, sie als Dimension erschaffen worden ist, gab es bereits Gott. Er ist an seiner selbst erschaffenen Zeit nicht gebunden, weshalb diese Faustregel aus 2. Petrus 3:8 nicht buchstäblich gemeint sein kann. Außerdem waren auch die Schöpfungstage länger als buchstäbliche 24 Stunden Tage bzw. 1000 Jahre. Der Begriff 1000 steht oft für die absolute Vollständigkeit, deshalb auch die 1000-Jahrherrschaft des Herrn. Somit wollte der Vater, als Herr der Zeit, zeigen, dass er absolut über das Zeitgefühl von Menschen steht, und unser Denken, das an Zeit geknüpft ist, in keinster Weise Gottes Sichtweise ähnelt. Hinzukommt lässt sich Zeit sehr gut erklären, nämlich deshalb, weil sie nur auf biomolekulare Ebene existiert und somit nur Teil einer subjektiven Wahrnehmung ist, in Kausalität mit der Lichtgeschwindigkeit und dem Zeiten- bzw. Materiezerfall – diesem Gesetz ist Gott nicht gebunden.

7. Das Fundament der Berechnung der Zeiten ist eine satanische Lehre. (Matthäus 7:21-23; 24:23-28; Markus 13:21-23; 1. Johannes 4:1)

Charles Taze Russel machte sich unter den Nationen bereits einen Namen, indem er als falscher Prophet, deren Berechnung immer falsch war, in die Geschichte einging. Das Jahr 1914 fand er unter Inspiration einer „satanischen Lehre“ bzw. „Satans Bibel“ – die damals geglaubte Lehre, Gottes Zeitplan wäre in einem Steinzeugen bzw. Pyramide gemeißelt worden (The Watch Tower, June 15, 1922, p. 187 und The Watch Tower, May 15, 1925, o. 148). Als er anfangs glaubte, es erwiese sich als der Tag, an dem die Menschen mit der Posaune Gottes in dem Himmel in einem Nu (1. Korinther 15:50-57) gehoben werden und zu geistigen Leben erweckt werden, an der Seite Christus, nahm er bei diesem Fehlschlag an falscher Prophetie das Datum als die Inthronisierung des Christus um damit einher leitend den Anfang der „letzten Tage“ zu erklären. (2. Timotheus 3:1)

An die leitende Körperschaft

Wahrheiten jetzt! ist dankbar dafür, dass die Wachtturm-Gesellschaft der Website so viel Aufmerksamkeit gibt. Die Themen auf dieser Website müssen die Wachtturm-Gesellschaft so sehr stören, dass sie alles daran setzen den Betreiber in Gerichtsprozesse zu ziehen um ihm hohe Geldstrafen (bis zu 250.000€) oder ersatzweise 6 Monate Haft anzudrohen. Liebe leitende Körperschaft, D. H. Splane, A. Morris III., D. M. Sanderson, G. W. Jackson, M. S. Lett. S. F. Herd, G. Lösch und G. H. Pierce:

Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, nur die Lüge braucht Gesetzesschutz!

Erwartet Gott und Jesus das von euch? Hätte Jesus so gehandelt? Ihr sagt von euch selbst das ihr vom "Geist geleitet" seid. Ihr sagt selbst das ihr geistgesalbte Christen seid. Ihr sagt selbst das die Bibel über allem steht. Warum macht ihr euch dann selbst, durch Gerichtsprozesse lächerlich? Warum versucht ihr erneut zu richten? Warum wollt ihr nicht in die Fußstapfen Jesu treten, der so mild gesinnt war?

"Nun hatte Simon Petrus ein Schwert und zog es und schlug nach dem Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm sein rechtes Ohr ab. Und der Knecht hieß Malchus. Da sprach Jesus zu Petrus: Steck das Schwert in die Scheide! Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir der Vater gegeben hat?" (Johannes 18:10, 11)

Da ihr euch offensichtlich auf dem Weg der Finsternis befindet, wünscht euch Wahrheiten jetzt! sehr baldig, Jesus anzuerkennen und ihm nachzufolgen, um dem Willen des Vaters zu tun!