Jehovas Zeugen: News 2016

16.12.2016

Abschlussbericht der Royal Commission Australien über Kindesmissbrauch bei den Zeugen Jehovas

Der offizielle Abschlussbericht der Royal Commission Australien über Kindesmissbrauch bei den Zeugen Jehovas ist veröffentlicht. In der abschließenden Beurteilung auf Seite 77 heißt es auszugsweise:

Wir betrachten die Organisation der Zeugen Jehovas nicht als Organisation, die adäquat auf sexuellen Missbrauch von Kindern reagiert. Wir glauben aus folgenden Gründen nicht, dass Kinder angemessen vor dem Risiko des sexuellen Missbrauchs geschützt sind:

Die Organisation stützt sich auf veraltete Richtlinien und Praktiken, um auf angebliche sexuelle Misshandlungen von Kindern zu reagieren. Diese Richtlinien und Praktiken unterliegen nicht einer laufenden und kontinuierlichen Überprüfung. Die Strategien und Praktiken sind im Großen und Ganzen völlig unangemessen und ungeeignet zur Anwendung in Fällen des sexuellen Missbrauchs von Kindern.

Die Zurückhaltung der Organisation und die fortgesetzte Anwendung von Richtlinien wie die Zwei-Zeugen-Regel in Fällen des sexuellen Missbrauchs von Kindern zeigen einen ernsten Mangel an Verständnis für die Natur des sexuellen Missbrauchs von Kindern.

Das interne Disziplinarsystem der Organisation darüber, wie Klagen über sexuellen Missbrauch von Kindern behandelt werden, ist nicht auf das Kind bzw. Opfer ausgerichtet und bietet dem Opfer wenig oder keine Wahl, wie seine Beschwerde behandelt wird.

Die allgemeine Praxis der Organisation, schwere Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern nicht der Polizei oder den Behörden anzuzeigen, insbesondere wenn das Opfer ein Kind ist, zeigt ein schwerwiegendes Versagen der Organisation, die Sicherheit und den Schutz der Kinder in der Organisation und in der Gemeinschaft zu gewährleisten.“

Download: childabuseroyalcommission.gov.au

15.12.2016

Jehovas Zeugen verfallen immer weiter dem Götzendienst

Die Marke JW.ORG wird immer weiter von Jehovas Zeugen auf der ganzen Welt verherrlicht. Die unterschiedlichsten Artikel lassen sich mit diesem Logo kaufen.

Für aufrichtige Christen stellt sich immer mehr die Frage, ob die Wachtturm-Organisation und ihre Anhänger wirklich das wahre Christentum in ihrem Leben ausüben.

So verschmilzt die Wachtturm-Organisation mit den Großkirchen und dem allgemeinen Verherrlichen von religiösen Bildern, Gegenständen und Marken. JW.ORG wird mehr denn je zum goldenen Kalb, zur öffentlichen Verherrlichung von Götzen, ein aktiver Baalskult. Auch die Israeliten zu Moses Zeit machten sich ein goldenes Kalb, nachdem sie von YHWH aus der ägyptischen Knechtschaft auf übernatürliche Weise Befreiung erfuhren. Jehovas Zeugen glauben ebenfalls daran, das sie aus der geistigen Knechtschaft befreit wurden, dass in der Bibel als „Babylon – Die Große“ betitelt wird. Doch die käuflichen Artikel, womit sich Anhänger der WTG immer wieder öffentlich schmücken, sprechen eine ganz andere Sprache. Offensichtlich scheinen Jehovas Zeugen, wie auch die damaligen Israeliten des Volkes Gottes, den Götzendienst mehr denn je zu lieben und immer weiter von YHWH und seiner reinen Anbetung Abstand zu nehmen.

17.11.2016

Der geistige und körperliche Missbrauch bei den Zeugen Jehovas

Therapeutin im Interview: «Praktisch jede meiner Patientinnen, die bei den Zeugen Jehovas aufwuchs, wurde missbraucht»

Anna Gunkel arbeitet als Physiotherapeutin und Fachberaterin Psycho-Traumatologie mit Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen. Darunter sind viele Sekten-Aussteiger – vor allem ehemalige Zeugen Jehovas. Ein Gespräch über Missbrauch innerhalb der Gemeinschaft und die psychologischen Folgen davon.

Frau Gunkel, bei posttraumatischen Belastungsstörungen kommen mir Kriegs-Veteranen in den Sinn, nicht unbedingt Sekten-Aussteiger. Wie kommt es, dass viele von ihnen davon betroffen sind?

Anna Gunkel: Ich treffe bei meiner Arbeit vor allem auf Menschen, die in einer Sekte aufgewachsen sind. Sie waren während ihrer ganzen Kindheit einem enormen Druck ausgesetzt. Gerade in Gemeinschaften mit Endzeitvorstellungen, wie bei den Zeugen Jehovas, ist die Situation problematisch. Diese Kinder haben kaum Kontakte zur Aussenwelt, weil sie als verdorben gilt. Alle Menschen ausserhalb der Gemeinschaft sind praktisch schon tot, weil sie das Ende der Welt nicht überleben werden. Eine höhere Bildung lohnt sich nicht, für Spielen bleibt kaum Zeit, eigene Entscheidungen sind nicht nötig, Persönlichkeitsentwicklung ist nicht gefragt. Ausserdem sind Misshandlungen weit verbreitet.

Welche Art von Misshandlungen?

Körperliche Gewalt als Erziehungsmassnahme kommt bei den Zeugen Jehovas oft vor. Ausserdem berichten viele meiner Patienten von sexuellen Übergriffen und Missbrauch, innerfamiliär oder seitens der Ältesten. Diese Vorfälle werden unter den Tisch gekehrt. Die Zeugen Jehovas haben eine eigene Gerichtsbarkeit. Um eine Anschuldigung zu beweisen, braucht es zwei Zeugen – zwei Zeugen bei einem sexuellen Übergriff, das ist unmöglich.

Wurden viele Ihrer Patienten Opfer von sexuellen Übergriffen?

Praktisch jede meiner Patientinnen, die bei den Zeugen Jehovas aufwuchs, wurde missbraucht. Ihnen wurde gesagt, dass sie selber schuld daran seien, wenn ihnen so etwas passiert. Oder sie wurden unter Druck gesetzt, sie würden in die Hölle kommen, wenn sie sich jemandem anvertrauen würden. Kommt doch mal ein Vorfall ans Licht, tut der Täter Busse und wird vielleicht für eine kurze Zeit ausgeschlossen. Um das Opfer kümmert sich niemand.

Warum erstatten die Opfer keine Anzeige?

Die Zeugen Jehovas leben völlig abgeschottet von der hiesigen Gesellschaft. Sie anerkennen weder weltliches Recht, noch wenden sie sich an weltliche Richter. Bis die Betroffenen aus der Gemeinschaft raus kommen, sind die Taten meist verjährt oder ohnehin nicht mehr beweisbar.

Warum passiert Missbrauch oft in geschlossenen Gesellschaften?

Da kann ich nur spekulieren: Die Täter fühlen sich in solchen besonders geschützt und sitzen in gewissen Machtpositionen. Die Übergriffe innerhalb der katholischen Kirche kamen auch erst Jahre später ans Licht.

Wer müsste eingreifen?

Der Staat müsste die Zeugen Jehovas besser überwachen. Es ist eine antidemokratische Sekte, die Kindern ihre Grundrechte verweigert. Ihnen wird das Recht auf Bildung, auf freie Meinungsäusserung und oftmals leider auch auf Unversehrtheit genommen. Die Zeugen Jehovas stimmen auch nicht ab, leisten keinen Militärdienst und beteiligen sich nicht am öffentlichen Leben.

Was passiert in der Psyche von Kindern, die unter solchen Umständen aufwachsen?

Viele von ihnen entwickeln eine dissoziative Persönlichkeitsstörung, eine der posttraumatischen Belastungsstörung verwandte Krankheit, eine Art Überlebensstrategie. Um Erlebtes zu verdrängen, werden Wahrnehmungen getrennt abgespeichert.

Wie wirkt sich das aus?

Wenn das Opfer eines sexuellen Übergriffs beispielsweise beim Sitznachbar im Bus dasselbe Rasierwasser wie das des Täters riecht, ergreift es sofort die Flucht, weil es den Mann für den Täter hält. Dass er dies nicht ist, kann es in diesem Moment nicht erfassen, weil die Informationen nicht kombiniert werden.

Was passiert, wenn die Opfer den Zeugen Jehovas den Rücken zu kehren?

Dann beginnt erst die grosse Arbeit. Aussteiger müssen das ganze Leben ausserhalb der Gemeinschaft und sich selber ganz neu kennenlernen: Wer bin ich überhaupt und was will ich für ein Leben leben? Wie trifft man Entscheidungen und was fühle ich? Diese Entwicklungen werden komplett unterdrückt. Alles war schwarz-weiss.

Können solche Störungen geheilt werden?

Das ist ein sehr langer Prozess, aber nicht unmöglich. In der heutigen Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen ist man davon weg gekommen, die Patienten durch Reden ihr Leiden immer wieder durchleben zu lassen. Als Physiotherapeutin behandle vor allem auch körperliche Folgen der psychischen Störung.

Zum Beispiel?

Viele klagen über Kopfschmerzen. Oder wenn beispielsweise eine Bedrohung immer vom Sitznachbar rechts kam, ist die rechte Körperseite ständig verspannt. Oder Opfer, die bei bei Bestrafungen immer gefesselt wurden, und bis heute chronische Schmerzen in Hand- und Fussgelenken haben – als isolierte Körper-Erinnerung.

Wie viele ihrer Patienten sind Ex-Zeugen-Jehovas?

Mindestens ein Viertel. Gemessen an deren Verbreitung ist das eine enorm hohe Zahl, die man meines Erachtens nicht einfach so ignorieren kann.

Zunahme an Anfragen bei Sektenberatungsstelle Infosekta 

In ihrem Jahresbericht 2014 hielt die Sektenberatungsstelle Infosekta letzte Woche eine erneute Zunahme an Anfragen fest. Auskunft erbeten wurde vor allem zu den Gruppierungen Scientology, der in der Schweiz noch 800 bis 900 Mitglieder angehören, und die grosse Gemeinschaft der Zeugen Jehovas mit rund 19’000 Mitgliedern in der Schweiz. 

Die Zahl der erstmaligen Anfragen nahm um 21 Prozent zu. Infosekta verzeichnete 987 Erstkontakte. Dies entspricht einer Zunahme um 21 Prozent. Zusammen mit 1068 Folgekontakten (+14 Prozent) waren dies 2055 Beratungskontakte. 

In fast drei Viertel der Anfragen ging es um konkrete Gruppen. 32 Prozent der Ratsuchenden sorgten sich um Angehörige oder sonst nahestehende Personen, die in den Einflussbereich einer Sekte geraten waren. Zwei Prozent der Anrufe kamen von aktiven Mitgliedern einer Gruppierung, fünf Prozent von Ehemaligen. 

Die Scientologen und Zeugen Jehovas hätten bei allen Unterschieden gewisse Parallelen, schreibt die Beratungsstelle: Beide fokussierten auf einen künftigen idealen Zustand, beide wollten möglichst viele Menschen für ihre Doktrin gewinnen, beide missachteten die Bedürfnisse und Rechte von Kindern, und beide forderten von ihren Mitgliedern absoluten Gehorsam. (rar/sda)

Quelle: watson

16.11.2016

Jehovas Zeugen – Die Struktur der Organisation

Weltweit sind rund acht Millionen Menschen Mitglied bei den Zeugen Jehovas. Alleine in Deutschland sind es 170.000. Die Religionsgemeinschaft ist streng hierarchisch organisiert und gleicht dabei eher einem Konzern als einer Religionsgemeinschaft.

Sind Jehovas Zeugen eine fundamentalistische Sekte?

Ausschlaggebend ist nicht die Etikettierung als „Sekte“, sondern die differenzierte Beurteilung einer Gruppe anhand ihrer Merkmale und deren Auswirkungen auf der persönlichen, familiären, gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Ebene. Die folgenden Kriterien liefern eine Grundlage zur Einschätzung der Kritikwürdigkeit und Gefährlichkeit einer Gruppe, einschließlich Jehovas Zeugen. Dabei ist sorgfältig abzuwägen, ob eine Mehrzahl der Punkte in relevantem Masse zutrifft, und so Zeugen Jehovas sektenhafte Merkmale aufweisen.

  • Struktur der Organisation: Gruppe mit straff hierarchischer und doktrinärer Struktur
  • Abweichende Lehren zum allgemeinen, christlichen Glaubensbekenntnis
  • Autoritäre Führung: Führergestalt mit prophetischen oder guruhafter Ansprüchen
  • Offenheit der Gruppe: Isolation und starke Abgrenzung der Gruppe nach außen
  • Leistungen für die Gruppe: überteuerte Kursangebote oder Kosten für Lehrmaterial, Fronarbeit
  • Exzessives Werben für die Gruppe, und verbreiten eigener Indoktrinierung und Sonderlehre
  • Glückseligkeitsversprechen und ewiges Leben abhängig von der Verbreitung der eigenen Sonderlehre
  • Welt- und Menschenbild: Einteilung der Welt in Gut und Böse, Schwarz-Weiß-Denken
  • Absolutheitsanspruch: ausschließender Glaube an die absolute Wahrheit des eigenen Systems, der eigenen Lehre, des eigenen Weges, der eigenen Methoden
  • Erlösungs- oder Heilsversprechen: «Universalrezepte» für sämtliche Probleme sowie irreale Machbarkeitsvorstellungen
  • Elitebewusstsein: Die Mitglieder der Gruppe verstehen sich als auserwählt, als spirituell weiterentwickelte Elite der Menschheit, als „Speerspitze“ des Wissens.
  • Endzeiterwartung: Gruppe erwartet Endzeit, Weltuntergang
  • Emotionale Erpressung zur Spende, durch ständige Spendenaufrufe; undurchlässige oder falsche Informationen als wichtiger Grund, zur sofortigen Geldübergabe
  • Das Einverleiben aller Besitztümer eines verstorbenen Mitglieds
  • Informationspolitik nach Außen: keine offene Informationspolitik, irreführende Propaganda
  • Informationspolitik nach Innen: Selektion von Information bis hin zu bewusster Desinformation innerhalb der Gruppe
  • Zwei-Klassen-Lehre: Interne Lehren für das eigene Mitglied, die für die Öffentlichkeit und einem Nicht-Mitglied humanistischer gepredigt wird
  • Völlige Isolierung aller ehemaligen Mitglieder und Kritiker, absolutes Sozialverbot, selbst gegenüber den eigenen Familienangehörigen
  • Umgang mit Kritik: Kritikverbot innerhalb der Gruppe; Bekämpfung von Kritiker/Innen außerhalb
  • Milieukontrolle: Kontrolle und Überwachung aller Lebensbereiche
  • Rücksichtlose Methoden: getarnte oder irreführende Anwerbung, Indoktrination, Einsatz von bewusstseinsverändernden Methoden
  • Gedanken- und Gefühlskontrolle: durch Erzeugung eines schlechten Gewissens und von Angst wird das Mitglied manipuliert; durch exzessives Praktizieren von Entspannungstechniken und Meditation werden Gedanken und Gefühle kontrollierbar und manchmal sogar ein “innerer Führer” eingeführt, der das eigene Gewissen ersetzt

12.10.2016

Fehlende Bildung unter Jehovas Zeugen

Hohe Bildung bedeutet hohes Einkommen! Das ist eine bekannte Korrelation. PewReseachCenter hat in den USA den Zusammenhang zwischen Haushaltseinkommen und religiöser Zugehörigkeit untersucht.

Daher überrascht es wenig, dass Zeugen Jehovas ganz am unteren Ende der Skala aufscheinen.

Ist das das Ergebnis der Bildungsfeindlichkeit, die immer wieder auf Kongressen gepredigt wird, da ein „theokratischer“ Zeuge Jehovas keine höhere Bildung anstreben soll, sondern einzig und allein sein Leben der Organisation erbringen muss?

Oder ist dies doch eher „gottgewollte“ Armut der leitenden Körperschaft, die fürchten, dass gebildete Menschen die Wahrheit hinter der „Wahrheit“ erkennen könnten? Fakt ist, dass organisierte Religion schon seid Jahrtausenden dafür missbraucht wird, um Menschen zu instrumentalisieren. Dies kann natürlich nur geschehen, wenn es den Gläubigen an Aufklärung und Bildung mangelt.

Quelle: pewresearch

18.09.2016

FORD und die Wachtturm-Gesellschaft

Zeugen Jehovas behaupten immer wieder fälschlicherweise, sich strikt von der Welt getrennt zu halten. Besonders verweisen sie auf das Naziregime, mit welchem sie NIE verstrickt waren. 1998 begann auf Betreiben der BBC ein Forschungsprojekt zu den Aktivitäten „Ford Deutschland“ unter den Nazis.

Peinlich für die Zeugen, dass FORD über seine Aktionäre Buch führte, wie es sich für ehrbare Kaufleute geziemt. Auszugsweise heißt es: „Als Teil der Kriegswirtschaft fielen die Ford-Werke und ihr Geschäftsbetrieb unter die Kontrolle des deutschen Rüstungsministeriums und anderer Regierungsbehörden. Im April 1941 ernannte die deutsche Regierung Robert Schmidt, Mitglied der Geschäftsführung der Ford-Werke, zum Wehrwirtschaftsführer, das heißt zu einem der Wirtschaftsführer, die den Heeresbedarf mit der Industrie koordinierten. Man richtete eine deutsche Heeresinspektionsstelle im Werk ein.“ Im folgenden Dokument, dass zum Download bereit steht, auf der Seite 18, Absatz 47 erhält der Leser Aufschluss darüber, in welcher Höhe die Wachtturm-Gesellschaft bei FORD beteiligt war. „Watch Tower Bible & Tract Society 1903: US$ 597,595,- Anteil 0.13%“

08.09.2016

Jehovas Zeugen – Okkulte Musik im Paradies Video

Zeugen Jehovas verwendeten auf ihren Kongress-Video 2016, das ein Vorgeschmack auf das Paradies geben soll, Musik von okkultistischem Ursprung. Der Soundtrack der im Hintergrund zu hören ist, stammt von dem Label Audiomachine, die für viele Filme, die die Werke des Fleisches verherrlichen, die Musik produzieren. Eternal Flame – nie endende Flamme – aus dem Album Epica ist ein Track von vielen anderen Meisterwerken, die in folgenden Kinofilmen verwendet wurden: „Harry Potter“, „The Hobbit“, „X-Men“, „Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street“, „Prometheus – Dunkle Zeichen“, „Hellboy“, „Helloween“, oder auch „Angels and Demons“. Außerdem finden sich Titel in Video-Games wieder wie dem bekannten Ego-Shooter „Call of Duty: Advanced Warfare“ und „Modern Warfare“.

05.09.2016

Mit zweierlei Maß – okkulte Musik als Fundament für das neue „Paradies-Video“ 

Bei dem offiziellen Video, das am Sommer-Kongress der Zeugen Jehovas 2016, Sonntagnachmittag zum Thema „Paradies“ gezeigt wurde, handelt es sich um das Audio-Cover des Epic-Genre Label’s „Audiomachine“. Interessant dabei ist zu lesen, was die Organisation Jehovas in ihrer Publikation über solche okkulte Musik selbst öffentlich in ihrer Online-Bibliothek der Wachtturm-Gesellschaft darüber lehrt:

„Sieh dir das Cover genau an. Oft reicht schon ein einziger Blick auf das Cover oder das Infomaterial, um auf den Inhalt schließen zu können. Brutale, erotische oder mystische Bilder sind ein Warnsignal. Die Musik ist höchstwahrscheinlich nicht weniger bedenklich.

Achte auf den Text. Was wird da eigentlich gesungen? Möchtest du dir diese Gedanken wirklich immer und immer wieder anhören oder sie mitsingen? Stimmen sie mit deinen Werten und mit christlichen Prinzipien überein? (Epheser 5:3-5).

Mach dir die Wirkung bewusst. „Ich hab gemerkt, dass ich von meiner Musik und den Texten oft depressiv werde“, sagt Philip. Musik wirkt natürlich auf jeden anders. In welche Stimmung versetzt dich deine Musik? Weckt die Musik oder der Text schlechte Gedanken bei dir? Schleichen sich schlimme Ausdrücke aus manchen Songs in deinen Wortschatz ein? (1. Korinther 15:33).

Nimm Rücksicht auf andere. Wie denken deine Eltern über deine Musik? Frag sie doch einmal. Mach dir auch Gedanken, wie deine Musik deine Glaubensbrüder berührt. Könnte es sein, dass sie ein Problem damit haben? Es ist ein Zeichen von Reife, wenn man aus Rücksicht auf die Gefühle anderer etwas an seinem Verhalten ändert (Römer 15:1, 2).

Diese Denkanstöße sollen dich in die Lage versetzen, deine Musik so auszuwählen, dass sie sich gut auf dich auswirkt und deinem Verhältnis zu Gott nicht schadet. Da war aber noch ein anderer Faktor. […]“ (Fragen junger Leute, Band 2, Seite 253-262, „Wie viel Musik tut mir gut?“)

Die Wachtturm-Gesellschaft verwendet in ihrem „Paradies-Video“ vom Kongress 2016 den Audio Track namens „Eternal Flame“ vom Album „Epica“, Artist und Label ist „Audiomachine“. Die verwendete Hintergrundmusik lässt sich durch ein zuverlässiges Musikerkennungsprogramm (wie z.B. Shazam) eindeutig als das Lied „Eternal Flame“ aus dem Album „Epica“ von Audiomachine identifizieren. Besitzer eines iPhones können das leicht nachprüfen indem sie das Video laufen lassen und mit Hilfe von Siri (Frage: „Siri, erkenne diesen Song“) das Lied erkennen lassen. Auch die App „Soundhound“ erkennt das Paradies-Video von Jehovas Zeugen eindeutig als Stück von Audiomachine.

Abgesehen davon, dass Jehovas Zeugen keinerlei Rechte haben diese Musik zu verwenden – wenn sie diese nicht vorher offiziell vom Label erkauft haben – , steht etwas viel wichtigeres im Vordergrund: Das Cover des Albums „Epica“ zeigt ein aus verschiedenen Elementen zusammengesetztes Gesicht. Der mystische Charakter ist zu erkennen. U.a. setzt sich das Gesicht aus einem Baum, verschiedenen Maya- oder Inka-Pyramiden zusammen sowie verschiedene griechische oder römische Tempel. An der Stirn ist das Gesicht illuminiert – ziemlich eindeutig in Anlehnung an das Stirn-Schakra (Agnya). In diesem Kontext steht also auch der Song „Eternal Flame“ – zu Deutsch ewiges Licht oder ewige Flamme.

Das Label Audiomachine ist weitgehens bekannt dadurch geworden, da sie für namenhafte Kinofilme Titelmusik komponiert haben, wie beispielsweise „Harry Potter“, „The Hobbit“, „X-Men“, „Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street“, „Prometheus – Dunkle Zeichen“, „Hellboy“, „Helloween“, oder auch „Angels and Demons“. Außerdem finden sich Titel in Video-Games wieder wie dem bekannten Ego-Shooter „Call of Duty: Advanced Warfare“ und „Modern Warfare“.

Hätte die WTG nicht redlich sein können und so wie sie es ihren Mitgliedern empfiehlt, selbst eine Musik für das Paradies-Video wählen können, die nicht im Zusammenhang mit okkulten oder mystischen Produzenten steht, deren Titel ebenfalls für okkulte Musik, spiritistische Filme und Gewaltspiele verwendet wurden? Die überwiegende Mehrzahl der Produktionen von Audiomachine hat dämonische Elemente. Das ist ebenfalls leicht auf ihrer Webseite zurückzuverfolgen.

Hält sich die WTG damit an ihre eigenen Ansprüche die sie an die Anhänger stellt? Konnte die Wachtturm-Organisation keine eigene Musik komponieren? Die Wachtturm-Gesellschaft warnt wiederholt in ihren Schriften und Vorträgen vor weltlicher Unterhaltung. Herausgehoben werden dabei Mystik/Okkultismus, Gewalt, Pornographie, die auch nur schon in der Andeutung vermieden werden sollen. Kann man wirklich davon ausgehen, dass Jehovas Geist mit dem „treuen und verständigen Sklaven“ war, mit der „Organisation Gottes“, wenn sie okkultistische Musik nutzt, und auch noch für Filmausschnitte über das kommende Paradies verwendet?

Quelle: Itunes /  Audiomachine – Eternal FlameParadies-Video

05.09.2016

Cowboy Studios – das finanzierte Werbestudio für JW.ORG

Cowboy Studios ist das Werbestudio welches die Indian Sign Language Videos für die JW.ORG produziert. Wer jetzt als aufrichtiger Zeuge Jehovas immer noch denkt, dass „das Werk in Jehovas Hand“ ist, sollte hinterfragen, warum die „Organisation Gottes“ solche Produktionen den „bösen Weltmenschen“ überlässt, die dem „Teufel gehören“.

Gemäß den eigenen Aussagen der Literatur und Publikationen von Jehovas Zeugen lenkt YHWH sein Volk durch seinen Geist in der Endzeit. Könnte man sich demnach vorstellen, dass das Material, das öffentlich in Werbevideos gezeigt wird, gar nicht selbst von der Wachtturm-Gesellschaft produziert wird, sondern vielmehr weltliche Konzernen in Auftrag gegeben wird, die für eine stolze Summe, nach persönlicher Einschätzung ca. 10 000 US Dollar pro Minute, solche animierten Szenen designen und programmieren? Wissen Jehovas Zeugen, dass ein großer Anteil ihrer freiwilligen Spenden an weltliche Konzerne gehen? Möchte man nicht meinen, dass die „geistige Speise“, die „Jehovas Volk“ zur Verfügung gestellt wird, von seinen Anbetern selbst kommen sollte, als es professionellen Werbestudios zu überlassen, die nicht an YHWH glauben oder seinen Geist haben?

Viele Zeugen Jehovas sind enttäuscht, wenn sie erfahren, dass das gezeigte Material keine eigenständige Leistung ist und von der WTG selbst produziert wurde, sondern in Auftrag gegeben wird. Ebenfalls wurden die Videos, die von Millionen geschaut werden, positiv gelobt, da die schauspielerische Kunst und die Umgestaltung immer moderner wurde, und professioneller von Jahr zu Jahr wirkte. Wie werden diese reagieren, wenn sie feststellen, dass sie im Unklaren gelassen worden sind darüber, dass produziertes Material erkauft wurde, und Schauspieler verwendet wurden, die das Gesagte einstudiert haben, weil es ihr Beruf ist, um damit Geld zu verdienen, jedoch keine Zeugen Jehovas sind, die an den wahren Gott glauben? Kann dieses Verhalten der „Organisation Gottes“ wirklich reine Früchte hervorbringen, und möchte man behaupten, dass „weltliche Studios“ wirklich unter der Führung und Leitung Jehovas stehen? Tausende von aktiven Zeugen Jehovas können dies eindeutig und klar beneinen! Die Enttäuschung ist groß, wenn man herausfindet, dass nicht Jehovas Geist die Menschen zu solchen professionellen Umsetzungen von „geistiger Speise“ bewogen hat, sondern alles durch weltliches Geld erkauft wurde.

Quelle: cowboystudios / YouTube

31.08.2016

Messer-Attacke unter Jehovas Zeugen in Günzburg

Wenige Stunden vor der Tat war der 29-Jährige von seiner Frau verlassen worden. Diese zog mit den eineinhalb und drei Jahre alten Kindern aus, um bei ihrer Mutter in Ellzee im Kreis Günzburg Unterschlupf zu finden.

Als seine Schwiegermutter sich in den Weg stellte und ihm zu verstehen gab, dass er seine beiden Kinder nicht mitnehmen dürfe, sei die Situation eskaliert.

Die 54-Jährige soll dem Schwiegersohn unter anderem vorgeworfen haben, Grundsätze ihrer gemeinsamen Religionsgemeinschaft, den Zeugen Jehovas, verletzt zu haben. Am Anfang sei alles gut gewesen. „Er war uns anfangs willkommen.“ Doch dann habe das Verhältnis Risse bekommen, auch weil das junge Paar „sexuellen Kontakt“ noch vor ihrer Hochzeit hatte. Die Ehe aber sei heilig, Sex davor nicht erlaubt. Die Absicht ihrer Tochter, den heute 29-Jährigen zu heiraten, sei in ihrer Familie nicht auf allzu große Gegenliebe gestoßen. Die beiden hätten demnach warten sollen, bis sie „geistig reifer“ seien.

Die familiären Meinungsverschiedenheiten gingen bis zum Abbruch des Kontakts durch Tochter und Schwiegersohn. Die Schwiegermutter jedoch konnte dies offensichtlich nicht akzeptieren, schickte häufig SMS-Nachrichten oder fuhr immer wieder mit dem Auto zur Wohnung des jungen Paares, obwohl ihre Besuche nicht erwünscht waren und meistens nicht geöffnet wurde.

Quelle: Südwest Presse

14.08.2016

Zeugen Jehovas zur Kooperation bei Kindesmissbrauch aufgefordert

Nach den jüngsten juristischen Rückschlägen in Großbritannien sieht sich die Organisation der Zeugen Jehovas in der Frage der Handhabung von Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs von Kindern in einer schwierigen Lage, zumal der öffentliche Druck auf die Gesellschaft weiter anwächst. Forderungen von über 1 Mio. £ aus den rechtlichen Verfahren und eine an Intensität zunehmende Auseinandersetzung mit der britischen Charity Commission, die auf eine Prüfung der internen Aufzeichnungen besteht, haben einen entscheidenden Anteil an dieser Entwicklung.

Im vergangenen Monat hatte ein Richter ein Urteil verhängt, mit dem die Führung der Zeugen Jehovas in Großbritannien, die Watch Tower Bible & Tract Society of Britain (WTBTS), für den fehlenden Schutz einer Frau (bezeichnet als A.), die als Kind im Alter von vier Jahren sexuell missbraucht worden war, … verantwortlich gemacht wird.

Und kürzlich hatte das Oberste Gericht den höchst ungewöhnlichen Versuch der WTBTS, eine Untersuchung der staatlichen Wohltätigkeitskommission Charity Commission zur Behandlung von Missbrauchsvorwürfen zu blockieren, endgültig zurückgewiesen.

Einem Sprecher der Behörde zufolge sei das Ausmaß der Untersuchungen und der zeitliche Aufwand, die dieser Fall erfordere, in der jüngsten Vergangenheit ohne Beispiel. Im Fall von A. habe das hohe Gericht dem Opfer Schadenersatz zuerkannt und der WTBTS wurden Anwalts- und Gerichtskosten in Höhe von rund 1 Mio. £ auferlegt, nachdem die Organisation der Zeugen dreimal vergeblich gegen das Urteil vorgegangen war.

Die gerichtliche Entscheidung hat in diesem Fall für sie eine hohe Bedeutung. Sie stellt einen Präzedenzfall dar, der neue und weitergehende Ansprüche gegen die Gesellschaft einleiten könnte.

Aus diesem Grund kämpft die WTBS auch darum, die Vorlage von Dokumenten über sexuellen Missbrauch gegenüber der Commission sowie andere Aspekte der Untersuchung in untergeordneten Gerichtsverfahren zu verhindern.

Fay Maxted, Geschäftsführer des Survivors Trust, einer nationalen Einrichtung zur Betreuung und Beratung von Missbrauchsopfern, sagt:

„Es gibt Fälle, in denen jemand sexuell verletzt wurde und sein ganzes Vertrauen in die Sicherheit und Geborgenheit ihrer religiösen Gemeinschaft dadurch mit einem Schlag zerstört worden ist.

Es ist sehr enttäuschend sehen zu müssen, das eine Organisation wie die der Zeugen, die auf dem Glauben ihrer Mitglieder gegründet ist, sich mit einer solchen Entschlossenheit dagegen wehrt, Fragen hinsichtlich ihres eigenen Verhaltens zu beantworten….

Dabei ist das etwas, mit dem sich die Katholiken und die Kirche von England auch beschäftigen mussten und diese großen Institutionen haben sich Schritt für Schritt unter intensiver Beobachtung der Öffentlichkeit auf dem Weg vorangekämpft. …“

Nach Erkenntnis der Zeitung The Guardian befinden sich einige Opfer von sexuellem Missbrauch unter den Zeugen Jehovas, die offenbar bereit sind, vor der Regierungskommission, der sogenannten Goddard-Commission zum sexuellen Missbrauch von Kindern, auszusagen.

A., das Opfer des laufenden Verfahrens, ist im Alter von vier Jahren über einen Zeitraum von fünf Jahren sexuell missbraucht worden. Wie sich im Verlauf des bisherigen Verfahrens herausgestellt hat, hatte der Täter einen anderen Übergriff bereits gestanden, wegendessen er von seiner leitenden Rolle in der Versammlung entfernt worden war, hatte aber im Nachgang seine Tat „bereut“. Aus diesem Grund war er weiterhin in der Versammlung belassen worden.

Die Polizei wurde nicht hinzugezogen und die Mutter von A. sagte vor Gericht aus, dass sie sich nicht erinnern könne, vor dem Täter gewarnt worden zu sein. Sie habe den führenden Mitgliedern der Versammlung, den Ältesten, von den Übergriffen gegen ihre Tochter berichtet, als diese etwa 14 Jahre alt war. Der Täter stand zu diesem Zeitpunkt vor seiner Entlassung aus dem Gefängnis. Er war wegen anderer Sexattacken verurteilt worden und hatte darum gebeten, zu seiner früheren Versammlung wieder zurückkehren zu dürfen. A. sagte dazu gegenüber dem Guardian:

„Während der ganzen Zeit hing der Gedanke, dass ich ihm in einer internen Untersuchung der Vorwürfe in der Versammlung Auge in Auge gegenüberstehen müsste, wenn ich meine Beschuldigungen äußern würde, wie ein Damoklesschwert über mir.“

Obwohl es geübte Praxis bei den Zeugen Jehovas sei, Mitglieder auch wegen geringer Übertretungen aus der Versammlung auszuschließen, war es dem Täter in ihrem Falle erlaubt worden, zu bleiben.

“Wenn sie gewusst hätten, dass er mit ihnen Katz und Maus spielt, wäre er wohl ohne Frage ausgeschlossen worden. Da er ihnen gegenüber jedoch einräumte, Kindern missbraucht zu haben, ist dies nicht der Fall gewesen,“ berichtet A.

Nachdem von den Ältesten keine weitere Reaktion erfolgt sei, habe sie sich entschlossen, Anzeige bei der Polizei zu erstatten.

„Ich war soweit, zu versuchen, mich selbst umzubringen oder wegzulaufen oder einfach zur Polizei zu gehen.“

Der Täter starb jedoch, bevor die Polizei ihn einvernehmen konnte.

Der Richter entschied, dass „…die Versammlung überhaupt nicht oder nur unzureichend gewarnt worden war“.

Dazu ein Sprecher der Zeugen Jehovas:

„Jeder, der die Sünde eines Kindesmissbrauchs begeht, wird von der Versammlung ausgeschlossen … Anschuldigungen, dass Zeugen Jehovas Kindesmissbrauch vertuschen, ist absolut falsch.“

Er fügt hinzu:

„Älteste der Versammlung halten Opfer nicht davor zurück, Anzeige bei den Behörden zu erstatten oder schützen die Täter gegenüber den Behörden keinesfalls vor den Konsequenzen ihrer Taten.“

Eine weitere Frau, hier als Jane bezeichnet, hat ebenfalls gegen die Organisation Klage eingereicht. Sie sei von einem Mitglied der Zeugengemeinschaft im Jahr 1990 vergewaltigt und anschließend vor einem Rechtskomitee der Versammlung zu einer Gegenüberstellung mit dem Täter gezwungen worden. Dieses Vorgehen habe sie „schwer traumatisiert“, was in der Folge zu einem Scheitern ihrer Ehe geführt habe.

Der Täter trat im Jahr 2014 eine Gefängnisstrafe an und sie habe sich entschieden, gegen die Ältesten vorzugehen, die in ihrem Fall als Zeugen aufgetreten seien.

“Ich überlegte nur, dass niemand daran dachte, für die Versäumnisse in meinem Fall die Verantwortung zu übernehmen. Ihr hättet nur die Hände hochheben und sagen brauchen, „es tut mir leid, wir haben falsch gelegen““, sagte Jane.

Die Untersuchungskommission Charity Commission hat ihre Untersuchungen hinsichtlich des Status‘ der Zeugen Jehovas als Wohltätigkeitsorganisation im Jahr 2014 aufgenommen. In diesem Jahr waren Vorwürfe laut geworden, dass Älteste der Versammlung Manchester New Moston eine Sitzung abgehalten hatten, in der drei inzwischen erwachsene Opfer von Kindesmissbrauch veranlasst worden waren, ihren kürzlich aus der Haft entlassenen Peinigern Auge in Auge zu begegnen.

Dazu ein Sprecher der Zeugen Jehovas:

„Wir sind nicht in der Lage, noch würden wir es auch nur beabsichtigen, ein Missbrauchsopfer dazu zu zwingen, seinem Missetäter gegenüber zu treten.“

Die Charity Commission ist berechtigt und bevollmächtigt, die Wohltätigkeitsorganisationen darauf zu überprüfen, wie sie den Schutz von Minderjährigen in ihrer Obhut wahrnehmen. Sie hat Ermittlungen sowohl gegen die Versammlung New Moston als auch gegen die WTBS selbst aufgenommen, die etwa 1.500 britische Versammlungen überwacht und leitet. Ihr wird eine entscheidende Rolle bei der Handhabung von Fällen von Kindesmissbrauch beigemessen.

Die Zeugen haben sich beiden Untersuchungen mit dem Argument widersetzt, dass diese gegen das Recht der Religionsfreiheit verstoßen würden. Ebenso haben sie sich einer beantragten Herausgabe von Dokumenten, die darüber Aufschluss geben könnten, wie Beschuldigungen von sexuellem Missbrauch in den vergangenen Jahren gehandhabt worden sind, verweigert.

Chris Willis Pickup, leitender Ermittler der Charity Commission bemerkt dazu:

“Nach zwei Jahren fortgesetzter rechtlicher Bemühungen vor fünf verschiedenen Gerichten und Tribunalen, ist das Vorgehen der WTBS unsere Untersuchungen zu vereiteln, mit der jüngsten Entscheidung des obersten Gerichtshofs zu einem Ende gekommen.“

Bislang habe die Commission von den Zeugen Jehovas nur sehr „begrenzte Informationen“ erhalten, sagte er. Die Commission würde jeden Betroffenen ermuntern, sich mit ähnlichen Vorwürfen direkt an sie zu wenden.

Gegenüber einer geringen Zahl von Beschwerden betroffener Einrichtungen in den vergangenen Jahren sei das Vorgehen der Zeugen Jehovas mit dem Umfang ihrer Einlassungen und Eingaben gegen die Entscheidungen der Commission einmalig, bemerkt ein Sprecher der Einrichtung.

Dazu der Anwalt von A., Thomas Beale:

„Es ist unsere traurige Erfahrung und wenig überraschend, dass das Vorgehen der WTBS in Fällen von Kindesmissbrauch in jeder Phase unnachgiebig darauf abzielte und darauf gerichtet war, die rechtliche Basis unserer Untersuchungen und ihren Umfang infrage zu stellen.

In unserem Fall … haben sie eine Verzögerungstaktik verfolgt und unsere Klientin über schmerzvolle und belastende Jahre durch ihre Eingaben hingehalten, während wir immer wieder betont haben, dass es Zeit für Entschuldigungen und nicht für rechtliche Eingaben sei.“

Die Zeugen Jehovas in einer Stellungnahme:

„Die Zeugen Jehovas verabscheuen den Missbrauch von Kindern, eine Straftat, die traurigerweise in allen Bereichen der Gesellschaft vorkommt. … Wir sind verpflichtet, alles in unserer Macht Stehende zu tun, um Kindesmissbrauch zu verhindern und denjenigen geistigen Beistand und Trost zu gewähren, die unter dieser schrecklichen Sünde, einem solchen Verbrechen, zu leiden haben.

Wir sehen auch die Notwendigkeit, die Vertraulichkeit derjenigen zu wahren und zu schützen, die unseren geistigen Beistand in Anspruch nehmen. Nichtsdestotrotz werden wir gerichtliche Entscheidungen nach besten Kräften unterstützen.“

Quellen:

theguardian (1)
theguardian (2)
thesurvivorstrust
theguardian (3)

23.07.2016 

Missionieren mithilfe der Krise: Jehovas Antwort auf den Terror

Die jüngsten Terrorereignisse (München) machen vielen Menschen Angst. Sekten nutzen die Gunst der Stunde, um neue Mitglieder zu werben. Ist der Terror auch am Sommerkongress der Zeugen Jehovas Thema? Die az hat Augenschein genommen. In einer der grössten Hallen Europas, in welcher Stars wie Lady Gaga auftreten, warten auch jetzt Hunderte Menschen auf ihren Star. Sie sind aufgeregt. Bald wird er auf die Bühne stehen, auf den roten Teppich, und ins Mikrofon sprechen.

Doch es ist kein Rocksstar, auf den sie treffen werden. Es ist Jehova. Zumindest einer seiner Zeugen. Die Halle ist fast voll, voll von Menschen, wie wir alle es sind, nur ein bisschen eleganter, heute. Die Mädchen und Frauen tragen modische Röcke, die Männer Hemd und Krawatte. Sie begrüssen sich herzlich, lachen, umarmen sich. Es entsteht beim Zuschauen kurz der Eindruck, als gäbe es nichts Böses auf der Welt.

Der dreitägige Sommerkongress der Zeugen Jehovas steht dieses Jahr unter dem Titel «Bleibe Jehova gegenüber loyal». Er findet jedes Jahr statt, drei Tage lang, ein riesiger Event, über 8000 Zuschauer an einem Tag. Die Menschen, die die Sekte von aussen betrachten, stufen sie als gefährlich ein. Sie wird von Experten immer wieder kritisiert, weil sie etwa Familien auseinanderreisst, die Mitglieder mit Freunden brechen, isoliert werden.

Der Kontakt wird abgebrochen

Aktivist Lloyd Evans bezeichnet den heutigen Anlass in einer Medienmitteilung des Vereins Infosekta als «Worst Convention Ever», die schlimmste Zusammenkunft aller Zeiten. Weil es beim diesjährigen Kongress um eine Ausweitung der Ächtung auf nicht aktive Mitglieder geht.

Solche Inaktiven konnten bisher weiter Kontakt zu den Familien pflegen. Nun sollen sie aber neu, wenn sie einen «sündigen Lebensstil» pflegen, wie ausgeschlossene Mitglieder behandelt werden. Das heisst, der Kontakt wird abgebrochen. Ausschlussgründe können etwa Sex vor der Ehe, wiederholtes Rauchen oder Kritik an der Organisation sein.

Der Mann, der jetzt predigt, stellt sich auf die Bühne, auf den roten Teppich, der in der Mitte liegt. Der umgeben ist von gelben, weissen und roten Blumen. Um ihn herum kreisförmig stehend die rund 8000 Besucher.

Er spricht zu seinen Brüdern und Schwestern, wie die Mitglieder bei den Zeugen Jehovas genannt werden. Der Saal erhebt sich, die Gläubigen singen zu ihrem Gott und beten. Die Köpfe ehrfürchtig gesenkt.

Der Prediger bezieht sich immer wieder auf Bibeltexte. Jeder Zeuge Jehovas hat eine Bibel dabei und liest die Texte für sich mit – im Buch oder mithilfe einer App auf seinem iPad oder Handy. Die Leute vor Ort kennen den Ablauf. Wie könnten sie nicht. Denn an den Kongressen werden weltweit die gleichen Skripte vorgelesen und die gleichen Filme gezeigt.

Ereignisse wie das Attentat von Nizza, die politischen Unruhen in der Türkei oder auch die Axt-Attacke von Würzburg schockieren die Gesellschaft. Sie verunsichern die Menschen, lassen sie ratlos und zweifelnd zurück. Sind die politischen Unruhen und die gesellschaftlichen Ängste auch bei den Zeugen Jehovas, auch hier und heute ein Thema? Auf dem Programm steht nichts davon. Auch die Predigten beziehen sich immer wieder auf Jehova, ihren Schöpfer.

Darauf angesprochen, reagieren einige Menschen zögerlich, sagen, die Attentate machten sie betroffen. Doch sie sähen diese als Vorzeichen der Zukunft. Die aktuelle Lage ist im Weltbild der Zeugen Jehovas nichts Aussergewöhnliches. Die heutigen politischen Zustände deuten die Zeugen Jehovas als Vorphase, die in ihrem proklamiertem Endzeitkrieg – Harmagedon – gipfeln soll. Wer bei diesem Krieg nicht den Zeugen Jehovas angehört, stirbt einen qualvollen Tod, die anderen leben auf der Erde im Paradies weiter.

Situation spielt Sekte in die Hände

Obwohl Sekten wie die Zeugen Jehovas apolitische Sekten sind, nützen sie die aktuelle politische Situation aus, um neue Mitglieder zu gewinnen, sagt Sektenexperte Hugo Stamm.

Die gegenwärtige Situation spiele den Zeugen Jehovas in die Hände. Das Missionieren gehöre dabei zu ihren Hauptaufgaben. Die Krise ermögliche einen Anknüpfungspunkt. So würden die Zeugen Jehovas die Situation nutzen, gleich ins Gespräch zu kommen und die Sekte als Lösung anzubieten.

Es werden aber längst nicht mehr nur altertümliche Strategien zum Missionieren gebraucht: Auch Internet und Social Media als Missionierungswaffe werden bei Sekten immer wichtiger. Denn neue Mitglieder bringen indirekt auch neue finanzielle Ressourcen. «Die Sekten machen in Blogs mit Kommentaren auf sich aufmerksam oder sie beteiligen sich an Chats und knüpfen so Kontakte», sagt Stamm.

Weitere neue Strategien kennt auch Regina Spiess, Psychologin und Projektleiterin beim Verein Infosekta. Gemäss Spiess haben Zeugen Jehovas heute am ehesten Erfolg bei Migrantengruppen. «Diese Menschen erleben eine Entwurzelung und finden in Versammlungen der Zeugen Jehovas auch Kontakte zu Landsleuten.»

In den letzten Jahren habe darüber hinaus auch das mobile Missionieren an öffentlichen Plätzen zugenommen. Im Hallenstadion werden derweil Kurzfilme eingespielt. Propaganda-Videos, emotional, nahe am Menschen und seiner Unsicherheit. Der Mensch ist unsicher, er sucht Halt. Doch, bis er bekehrt ist, dauert es eine Weile: Gemäss einer US-Studie knapp 140 Tage.

Quelle: aargauerzeitung

19.07.2016

Jehovas Zeugen – Tödliche Beziehung

Kim Anderson lernt ihren zweiten Ehemann Jeff Anderson kennen. Er gibt sich als vorbildlicher Zeuge Jehovas aus, doch bereits bei der Eheschließung hätten Kim erste Zweifel kommen sollen, da er nicht einmal Eheringe kaufte und gewalttätig wurde. In der Ehe selbst kommt es zu Misshandlung, Vergewaltigung und vermutlichen Kindesmissbrauch. Die Ältesten der Gemeinde glauben jedoch Kim nicht, als sie dies ihnen berichtete. Beständig beharrten sie darauf, die Ehe fortzuführen und glaubten, dass Kim böse Unterstellungen nur äußere und Lügen über ihren Ehemann vorwirft. Nachdem sie keine Unterstützung, weder in der Gemeinde noch in der Familie, bekam, entschloss sie sich ihre Kinder zu nehmen und in Sicherheit zu bringen. Eine lebensbedrohliche Situation beginnt zu eskalieren.

18.07.2016

Die Märtyrer des 21. Jahrhunderts: Tony Morris lobpreist totes Kind von Zeugen Jehovas

Wieder einmal ist ein Kind einer Zeugen Jehovas Familie gestorben, weil es die Annahme einer lebensrettenden Bluttransfusion verweigerte. Diese Haltung wurde von Anthony Morris, einem Mitglied der leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas, als vorbildlich gepriesen. Anthony Morris, genannt auch Tony Morris III., ist nach einem Bericht von Lloyd Evans mit dieser Aussage bei einer Kongressansprache gefilmt worden.

Die dreitägigen Kongressveranstaltungen der Zeugen Jehovas werden jährlichen unter wechselnden Leitthemen abgehalten. Das Thema dieses Jahres lautet „Bleibe Jehova gegenüber loyal“.

Es spiegelt vermutlich erstmals die steigende Befürchtung der leitenden Körperschaft vor einem ansteigenden Schwund von Mitgliedern wider, die sich ihrer Indoktrination entziehen.

Diese Tendenz ist neu, aber es gibt auch einige Punkte, die bei allen Jahreskongressen gleichbleiben und sich konstant wiederholen. So erfolgt am Ende eines jeden Kongresses eine längere Ansprache, die von einem der in der Wachtturmhierarchie höherstehenden Mitglied gehalten wird.

Dieser Vortrag beinhaltet in der Regel eine Reihe von vorgeblich positiven Erfahrungen aus der Organisation, mit denen die Zeugen in ihrem Glauben gestärkt oder bestärkt werden sollen.

Nun scheint es jedoch, als sei mit dem diesjährigen Kongress in Knoxville, Tennessee, und dem Vortrag von Morris ein neuer Höhepunkt bei den verstörendsten und geschmacklosesten Sonntagsnachmittagsansprachen erreicht worden.

Morris war dieses Mal der hochrangige Vortragende dieses Programmteils. Zu ihm kann man sagen, dass kein anderer im Gremium der leitenden Körperschaft für seine kontroversen Ansichten so bekannt ist, wie ihr Mitglied Anthony Morris III.

Zum Programmablauf: Ein Video zeigt Morris, wie er in seiner Darbietung eine herzergreifende Geschichte vorträgt:

Ein als Zeuge Jehovas aufgewachsener Junge mit Namen Josh, dessen Alter unerwähnt bleibt, bezahlt mit seinem Leben den höchsten Preis für seine Glaubensüberzeugung. Entgegen dem sanften, aber eindringlichen Rat seiner Ärzte, sich einer Blutübertragung zu unterziehen, während seine Eltern im Hintergrund bleiben und sich von dem Geschehen abwenden, bleibt Josh standhaft. Er verweigert die möglicherweise lebensrettende Transfusion.

Morris stellt diesen Fall in seiner Rede als beispielhaft dar. Josh habe sich damit entgegen „der Glaubensverfolgung“ durch seine behandelnden Ärzte als „Märtyrer“ erwiesen. Er beschließt seine Darstellung mit den Worten „Und wenn er eines Tages auferstanden sein wird, werden wir mehr von ihm hören, weil Jehova diesen kleinen Bruder liebt.“

Daraufhin erfolgt ein brausender Applaus der tausenden Teilnehmer des Kongresses. Damit wollen sie ihre Zustimmung zu dem Gesagten ausdrücken. Und dies entgegen der Tatsache, dass ein Junge, der letztendlich nur als Produkt der religiösen Indoktrination gesehen werden kann, sein Leben aufgrund eines fragwürdigen Verbots einer medizinischen Behandlung durch die leitende Körperschaft verloren hat, während die Bibel dazu tatsächlich keine Festlegung trifft.

Wie könnte dies auch sein, dass etwas durch die Schreiber der Bibel verboten wird, was erst Jahrhunderte später entdeckt, bzw. erfunden wurde?

Wie viele Opfer es bereits gegeben hat, deren Leben auf die gleiche tragische Weise verkürzt worden ist, ist nicht bekannt. Sicher ist, dass diese frag- und kritikwürdige Lehre der Wachtturmgesellschaft erst seit 1945 gilt.

Gleichwohl die Vertreter der Gesellschaft sich mit der Schilderung derartiger tragischer Begebenheiten vor dem Publikum Gleichgesinnter gern hervortun und brüsten, sind sie mit der Bekanntgabe der weltweiten Todesopfer ihrer Lehre auf statistischer Grundlage sehr zurückhaltend.

So leicht es auch sein mag, mit dem Finger nur auf die Opfer eines Todeskults im 21. Jahrhundert zu zeigen, mit dem eine Sekte ihre ureigensten Interessen vor die ihrer Mitglieder stellt, kann man doch darüber, dass die Ärzte von Josh nicht stark genug waren, ihn am Leben zu halten, nur traurig sein.

Es gibt in Großbritannien, Australien und Neuseeland Beispiele dafür, wie Richter eingeschritten sind um zu verhüten, dass Minderjährige den höchsten Preis für den Fanatismus ihrer Eltern bezahlen müssen.

Wieder einmal wird deutlich, dass die Kinder von Zeugen Jehovas den Schutz des Staates in derartigen Fällen benötigen, und dies unabhängig von ihrer eigenen glaubensmäßigen Überzeugung.

In manchen Fällen, in denen das Gericht eingeschritten ist und ihnen die Entscheidung aus der Hand genommen wurde, hat es bei einigen Eltern sogar den Anschein gegeben, als ob sie darüber erleichtert waren. Schließlich mussten sie sich deswegen nicht mehr vor den Ältesten ihrer Versammlung verantworten …

Warum war das im Fall von Josh anders? Warum ist ihm erlaubt worden, sein kostbares Leben auf dem Altar der fragwürdigen Loyalität einer leitenden Körperschaft zu opfern, ohne dass der Staat eingeschritten ist, während andere Minderjährige in vergleichbarer Lage gerettet worden sind?

Einzelheiten bleiben in dem Vortrag von Morris (absichtlich?) ausgespart und wir werden die ganze Geschichte wohl niemals erfahren.

Was wir aber wissen, und dies schon seit einiger Zeit, ist, dass es entgegen aller vollmundigen Rufe einer Verfolgung durch das System Satans, es letztendlich die Wachtturmgesellschaft selbst ist, die für mehr Todesopfer in den eigenen Reihen verantwortlich ist, als wahrscheinlich selbst dem Diktator Adolf Hitler zugerechnet werden können.

13.07.2016

Kindesmissbrauch – Zeugen Jehovas droht Millionenzahlung in Großbritannien

Die Zeugen Jehovas sehen sich in Großbritannien in einem Fall von sexuellem Kindesmissbrauch einer Forderung von Gerichtskosten und Opferentschädigung von insgesamt mehr 1 Mio. £ (GBP) umgerechnet ca. 1.19 Mio. Euro gegenüber. Das Opfer, nunmehr in ihrem dritten Lebensjahrzehnt, war als kleines Mädchen in der Ortschaft Loughborough von dem damaligen Dienstamtgehilfen Peter Stewart über einen Zeitraum von fünf Jahren sexuell missbraucht worden. Die Taten seien in den 80er und 90er Jahren verübt worden. So der Vortrag des Klägers vor dem High Court in London.  Im vergangenen Jahr hatte das Gericht bereits festgelegt, dass die Organisation der Zeugen Jehovas eine finanzielle Schadensersatzleistung von 275.000 £ für ihr Versäumnis, das Opfer zu schützen oder andere Eltern vor Stewart zu warnen, zu zahlen habe. Gegen dieses Urteil hatte die Gesellschaft Einspruch eingelegt.

In der vergangenen Woche wurde dieser Einspruch jedoch von dem Berufungsgericht zurückgewiesen. Das Gericht entschied, dass die Organisation sowohl dem Opfer von Stewart die Entschädigung von 275,000 £ als auch die gesamten aufgelaufenen Gerichtskosten von geschätzten 1 Mio. £ zu zahlen habe.

Stewart, der in seiner Eigenschaft als Zeuge Jehovas Bibelstudien mit Interessierten durchführte und im sogenannten Haus-zu-Haus-Predigtdienst tätig war, hatte das Mädchen, dessen Name aus rechtlichen Gründen nicht genannt wird, in einem wöchentlichen Zeitabstand über fünf Jahre missbraucht.

Das Mädchen war dadurch so sehr traumatisiert worden, dass ihre Ausbildung und ihre spätere Laufbahn massiv beeinträchtigt waren. Sie litt unter Alpträumen und plagte sich sogar wiederholt mit dem Gedanken an Selbstmord.

Als ihr Ehemann sie während eines Urlaubs „ohnmächtig in ihrem Bett neben einem Stapel von Paracetamol Tabletten fand“, hatte die Angelegenheit einen Höhepunkt erreicht. Sie hatte im Jahr 2000 erfahren, dass Stewart vor einer Entlassung aus der Haft stand. Daraufhin berichtete sie ihrer Mutter von seinen Taten.

Nunmehr wurde im Folgejahr auch die Polizei eingeschaltet, die jedoch nicht mehr gegen Stewart vorgehen konnte, da dieser im gleichen Jahr im Alter von 72 Jahren verstorben war. Er war bereits im Jahr 1995 wegen des Missbrauchs von einem jungen Schulmädchen und einem Jungen, einem Zeugen Jehovas, verurteilt worden.

In dem neuen Fall wies die Organisation der Zeugen jede Verantwortung für die Taten ihres Dienstamtgehilfen zurück. Ihren Anwälten zufolge war Stewart in dieser Eigenschaft kein Angestellter der Kirche, sondern handelte nach den Zusammenkünften eher aus freien Stücken, „etwas mehr als ein reguläres Mitglied, eher so etwas wie ein Ordner.“ Verantwortung für das Wohlergehen von Kindern sei ihm keinesfalls übertragen worden.

Mit der Begründung, dass es sich nicht einfach um einen Fall von Gelegenheitsmissbrauch gehandelt habe, wies der vorsitzführende Richter Floyd diesen Einwand jedoch zurück.

Die Position von Stewart als Dienstamtgehilfe sei mit einem „Beschäftigungsverhältnis durchaus vergleichbar“ und habe ihm den Status einer Vertrauensperson verliehen. Mit diesem offiziellen Status „habe er eine Autorität inngehabt, die ihm den Zugang zu unbegleiteten Kindern überhaupt erst ermöglichte.“ Wäre das nicht so gewesen, hätte die Mutter seines Opfers ihm niemals Zugang zu ihrem Haus gewährt.

Älteste der Glaubensgemeinschaft hätten es zudem in den 90er Jahren versäumt, angemessene Schritte zum Schutz von Kindern einzuleiten, nachdem Verdächtigungen laut geworden waren, dass Stewart sich an einem anderen Mädchen vergriffen haben soll.

Aus diesen Gründen sei es „fair und angebracht“, dass die Leitung der Glaubensgemeinschaft für die Entschädigung des Opfers aufkomme, so Richter Floyd.

Quelle: leicestermercury

26.06.2016

Königreichssaal für den Antichristen: Gemeinde Gottes kauft Versammlungssaal der Zeugen Jehovas

Dieser Artikel ist ein Gedankenspiel das auf auf einer Meldung der Badischen Zeitung vom 23.06.2016 basiert.

Zufälligerweise bin ich heute über den Artikel der Badischen Zeitung gestoßen indem berichtet wird das die Zeugen Jehovas in Weil am Rhein ihren Königreichsaal verkaufen. Verkauft wird er wegen schwindenden Verkündigerzahlen und der Zusammenlegung in einen anderen Königreichsaal. Viel interessanter als die schwindenden Verkündiger finde ich jedoch das der Saal für 388.000€ an die „Gemeinde Gottes“ aus Lörrach verkauft wird.

Wenn man nach „Gemeinde Gottes“ sucht und sich das Glaubensbekenntnis anschaut wird klar das sie laut der Lehren von Zeugen Jehovas an etwas falsches glauben. Sie schreiben selbst:

„DREIEINIGKEIT

Gott offenbart sich als Dreieinigkeitswesen im Vater, Sohn und Heiligen Geist (Matth. 28, 19)

ERLÖSUNG

Jesus Christus gab als wahrhaftiger Gott und wahrhaftiger Mensch mit dem Kreuzestod sein Leben dahin, damit wir von der Sünde erlöst werden können (1. Petr. 1,18. 19)“

Ich erinnerte mich spontan an die Fragen vor der Taufe aus dem Buch „Organisiert Gottes Willen zu tun“ (Siehe Bild) und dort fielen mir einige Themen wieder ein über die ich damals vor der Taufe im Gespräch mit einem Ältesten gesprochen habe.

Der Älteste stellte mir damals die Frage (als Zusatz), ob es richtig wäre eine fremde religiöse Orientierung auch nur im Ansatz zu unterstützen. Im weiteren Gespräch wurde klar das dies natürlich nicht okay wäre. Wer im Königreichsaal bei einer Zusammenkunft anwesend war weiß das laut ihrer Lehre alles was „nicht Zeuge Jehovas“ ist einer falschen Religion angehört bzw. zu den Ungläubigen gehört.

Jetzt frage ich mich wie es sein kann das Zeugen Jehovas doch ungläubige oder gar eine falsche Religion unterstützen können indem sie ihren Königreichsaal wissentlich an eine falsche Religion verkaufen damit diese in ihren doch falschen Lehren weiter aufgehen können? Oder ist die „Gemeinde Gottes“ evtl keine falsche Religion? Zeugen Jehovas beantworten auf Ihrer Website was eine falsche Religion ausmacht. Ein Beispiel:

„VERBREITET UNWAHRE LEHREN: Die meisten Religionen lehren, dass die Seele oder der Geist ein dem Menschen innewohnender unsichtbarer Teil ist, der nach dem Tod des Körpers weiterlebt. Aus dieser Lehre wird vielerorts Kapital geschlagen: Man lässt sich dafür bezahlen, für Seelen zu beten, die angeblich den Körper verlassen haben. Die Bibel hingegen lehrt etwas anderes. „Die Seele, die sündigt — sie selbst wird sterben“ (Hesekiel 18:4). „Die Lebenden sind sich bewusst, dass sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des Geringsten bewusst“ (Prediger 9:5). Jesus lehrte, dass die Toten auferweckt werden — was völlig überflüssig wäre, wenn man eine unsterbliche Seele hätte (Johannes 11:11-25). Lehrt Ihre Religion, dass die Seele nicht stirbt?“

„WORAN MAN ANTICHRISTEN ERKENNT:

  • Sie verbreiten falsche Ansichten über Jesus (Matthäus 24:9, 11). Wer zum Beispiel die Dreieinigkeit lehrt oder behauptet, dass Jesus der allmächtige Gott ist, sagt in Wirklichkeit das Gegenteil von dem, was Jesus lehrte: „Der Vater ist größer als ich“ (Johannes 14:28).
  • Antichristen widersprechen dem, was Jesus über die Vorgehensweise des Reiches Gottes sagte. Manche Geistliche behaupten zum Beispiel, Jesus würde seine Ziele mithilfe der heutigen Regierungen verwirklichen. Aber Jesus sagte ganz klar: „Mein Königreich ist kein Teil dieser Welt“ (Johannes 18:36).
  • Sie bezeichnen Jesus als ihren Herrn, aber halten sich nicht an seine Gebote, wie zum Beispiel den Auftrag, die gute Botschaft vom Reich Gottes zu predigen (Matthäus 28:19, 20; Lukas 6:46; Apostelgeschichte 10:42).“

Also bezeichnen Zeugen Jehovas sie nicht nur als falsche Religion sondern direkt als Antichristen. Antichristen, ungläubige die eine falsche Lehre verbreiten und darin sogar aufgehen!

Was sagt die Bibel?

Was aber die Feiglinge und die Ungläubigen und die betrifft, die zufolge ihrer Unsauberkeit abscheulich sind, und Mörder und Hurer und solche, die Spiritismus ausüben, und Götzendiener und alle Lügner, ihr Teil wird in dem See sein, der mit Feuer und Schwefel brennt. Das bedeutet den zweiten Tod.“ (Offenbarung 21:8).

Mir stellt sich jetzt die Frage wer in den Feuersee kommt und damit endgültig vernichtet wird. Die „Gemeinde Gottes“ oder doch Zeugen Jehovas die ungläubige Unterstützen was laut ihrer Lehre ein sündiges Verhalten ist. Übrigens kann dies auch als Lügen betrachtet werden da sie auf der einen Seite sagen das man ungläubige nicht unterstützen DARF und jetzt selbiges doch tun! Ebenfalls falsch für einen Christen!

Oder kann dies nur der Fehler der einzelnen Versammlung und DEREN Ältestenschaft sein? Wohl kaum denn mit Bestimmungsübergabe wird ein neu gebauter Königreichsaal der „Watchtower Bible and Tract Society“ übergeben. Dieser gehört dann ab sofort nicht mehr den Brüdern dieser Versammlung sondern der Organisation. Und nur diese entscheidet über Verkauf und endgültig über größere Umbauten. Diese müssen vom Verwalter (in Deutschland: Das Bethel in Selters am Steinfels) genehmigt werden.

Also unterstützt die Organisation und damit die leitende Körperschaft die diese Organisation führt als gesalbter Gottes tatsächlich die falsche Lehre und damit auch die falsche Religion!

Quelle: wahrheitstreu
Quelle: badische-zeitung

26.26.2016

Doch kein Unfall? Abschiedsbrief von dem 57-Jährigen Zeugen Jehovas Prince gefunden

Sein Tod schockte Millionen. Für den Gerichtsmediziner war Princes („Purple Rain“) Überdosis an dem Opioid-haltigen Schmerzmittel Fentanyl ein „Unfall“.

Doch jetzt schockt ein Bericht im Magazin „InTouch“ die Fans mit der vermeintlichen Enthüllung, dass der Musiker sein Ende nicht nur kommen gesehen sondern sogar einen Abschiedsbrief hinterlassen hatte.

Ein enger Freund verriet demnach, dass der 57-Jährige diesen mit Druckbuchstaben auf einen herausgerissenen Notizblock-Zettel gekritzelt hatte: „Als ich es las, ist mir das Blut in den Adern gefroren.“ Warum das denn? „Da stand: ,Ich brauche etwas, was die Schmerzen stoppt, selbst wenn das heißt, dass alles irgendwie vorbei ist. Es ist Zeit zu gehen, ich wollte aber noch nicht so früh weg… Ich wollte noch nicht jetzt gehen. Love, Love, Love.“

Das Schreiben wurde von den Behörden übersehen und von einem Bekannten zwischen Princes Notizbüchern entdeckt. Der wollte nicht, dass es an die Öffentlichkeit kommt.

Quelle: express

24.04.2016

Die fortgesetzte Weigerung der Wachtturm-Gesellschaft zur Vorlage der Dokumentation zum Kindesmissbrauch – Richter verfügt Geldbuße gegen die WTG auf Tagesbasis!

In dem laufenden Verfahren Osbaldo Padron gegen die Wachtturmgesellschaft (WTG) vor dem San Diego Superior Court in San Diegoi hat der vorsitzführende Richter Richard Strauss am 23. Juni seine Entscheidung verkündet, die am Folgetag rechtswirksam geworden ist. Osbaldo Padron hatte gegen die Gesellschaft Klage eingereicht. Er wirft der Wachtturmgesellschaft vor, über den an ihm über im Alter von 7 Jahren begangenen sexuellen Missbrauch durch den Mitzeugen Gonzalo Campos informiert gewesen sei, aber nichts zu seinem Schutz unternommen habe.

Das Gericht hatte auf Antrag des Klägers verlangt, dass die Wachtturmgesellschaft ihre interne Dokumentation vorlegt, wogegen sich die WTG mit allen ihr rechtlich möglichen Mitteln wehrt.

Dem Anwalt von Padron, Irwin Zalkin zufolge, solle die Wachtturmgesellschaft ihre Dokumentation über sexuellen Missbrauch an Kindern in ihren Reihen vorlegen, da das Verhalten der Gesellschaft offenbar eine langjährig geübte Praxis sei, was für die Beurteilung ihrer Verantwortlichkeit von Bedeutung sei. Diesem Antrag hatte das Gericht stattgegeben, ohne dass die WTG dieser Forderung bis dato nachgekommen ist.

Der Richter verhängte nunmehr eine Geldbuße von 4000 USD für jeden weiteren Tag, an dem die Wachtturmgesellschaft die gerichtlich verlangte Dokumentation nicht vorlegen würde und sprach eine deutliche Warnung an die Adresse der Gesellschaft aus. Diese würde den Beschluss des Gerichts, alle Dokumente in Bezug auf ihr Rundschreiben an die weltweiten Ältestenschaften, in dem diese aufgefordert worden sind, über Kindesmissbrauch in ihren Versammlungen zu berichten, vorsätzlich ignorieren.

Im vergangenen Jahr haben die WTG und ihre Anwälte gegen diese Entscheidung gekämpft. Nach ihrer Auffassung würde die Privatsphäre der Betroffenen, die nichts mit dem derzeitigen Verfahren zu tun hätten, verletzt.

Im März des vergangenen Jahres händigte die WTG eine redaktionell stark „überarbeitete Version“ aus, die jedoch aufgrund der Schwärzungen und Streichungen nicht verwertbar war.

Daraufhin wurde ein neutraler Sachverständiger durch Richter Strauss bestimmt, der gemeinsam mit beiden Seiten nach einem gangbaren Weg suchen sollte. Aber auch dieser Ansatz scheiterte aufgrund der Weigerung der WTG, die sich jedem möglichen Kompromiss verschloss.

„Seit der ersten Anhörung zu möglichen Bußen wegen der Weigerung ist bereits ein Jahr vergangen und seit dem ersten diesbezüglichen Beschluss des Gerichts beinahe drei Monate seitdem die Empfehlung des neutralen Sachverständigen angenommen worden ist, ohne dass der Wachtturm eine Bereitschaft zur Befolgung des Beschlusses erkennen lassen hat“, so Richter Strauss in seiner Begründung.

„Aufgrund dieses Sachverhalts und den rechtlichen Ausführungen der Wachtturmgesellschaft ist das Gericht zu der Auffassung gelangt, dass das fortgesetzte Versäumnis, dem Gerichtsbeschluss nachzukommen, aufgrund einer bewussten und vorsätzlichen Weigerungshaltung beruht.

Es ist deutlich geworden, dass die WTG sehr wohl über die geforderten Dokumente verfügt und auch in der Lage ist, die an ihnen vorgenommenen Überarbeitungen zurückzunehmen. Es ist daher offensichtlich und deutlich, dass die Wachtturmgesellschaft es vorzieht, der gerichtlichen Anordnung keine Folge zu leisten.

Die Fortsetzung dieser Weigerung unter Wiederholung ihrer bereits zurückgewiesenen Argumente unterstreicht ferner die Hartnäckigkeit, mit der die Wachtturmgesellschaft an ihrer Haltung festhält.“

Nach dieser Entscheidung von Richter Strauss dürfte die Gesellschaft dazu gezwungen sein, ihre Taktik zu überdenken. Der nächste Gerichtstermin in dieser Sache ist für den 19. August angesetzt.

Quelle: sandiegoreader

22.06.2016

Anfragerekord zu Zeugen Jehovas – die Fachstelle Infosekta führte noch nie so viele Beratungen zu den Zeugen Jehovas durch wie 2015. Insgesamt stieg die Anzahl Anfragen im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent.

Noch nie verzeichnete die in Zürich ansässige Fachstelle Infosekta so viele Anfragen zu den Zeugen Jehovas wie 2015, nämlich 103 Erstkontakte. Das hat nicht nur mit dem erhöhten Druck der Organisation auf die Mitglieder zu tun, wie die Fachstelle schreibt. Die gestiegene Nachfrage nach Beratungen sei auch eine Folge der gezielten Aufklärungsarbeit von Infosekta und anderen Stellen.

Zudem habe die Berichterstattung über grobe Missstände innerhalb der Wachtturm-Gesellschaft die Öffentlichkeit sensibilisiert. Gemäss Jahresbericht ist die Zahl der Kontakte auch 2015 insgesamt gestiegen. Gegenüber 2014 erhöhte sich die Zahl der Beratungen um 11 Prozent, auf 2283. In 23 Prozent der Anfragen waren mit Sicherheit Kinder und Jugendliche involviert. Am zweitmeisten Anfragen erhielt Infosekta zu Scientology, insbesondere zur neuen Scientology Org Basel, zur umstrittenen Kirschblütengemeinschaft von Samuel Widmer in Lüsslingen-Nennigkofen und zur charismatischen Jugend- und Familienkirche International Christian Fellowship (ICF). Wie bereits in den Vorjahren zeigten sich Probleme mit Anbietern, die sich dem Gedankengut des ehemaligen VPM (Verein zur Förderung der psychologischen Menschenkenntnis) verpflichtet fühlen.

Auch das Direktvertriebssystem Forever Living Products, das hauptsächlich junge Menschen über Social Media anspricht, war vermehrt ein Thema. In vielen sektenhaften Gruppen existierten Grundrechte nicht oder nur teilweise, schreibt Infosekta. Ein getaufter 18-Jähriger beispielsweise verliere bei den Zeugen Jehovas seine Familie und sein gesamtes soziales Umfeld, wenn er den Glauben anzweifle und austrete. Kritisiere eine Scientologin die Methoden der Organisation, dürfe sie «vernichtet» werden.

Quelle: nzz

21.06.2016

Neue Wachtturmstrategie – ausgeschlossene Opfer werden zu Schuldigen erklärt

Im Jahr 2016 konnte in den USA in Gesprächen mit Zeugen Jehovas und anhand von Publikationen der Wachtturmgesellschaft (WTG) beobachtet werden, dass die Gesellschaft dazu übergegangen ist, ihre Mitglieder dahingehend zu manipulieren, dass sie glauben sollen, dass es nicht die Ältesten sind, die einen Beschuldigten (oder ein Opfer) aus der Versammlung ausschließen, sondern dass es tatsächlich so ist, dass der oder die Beschuldigte die Versammlung seinerseits ausgeschlossen hat.

Augenscheinlich handelt es sich bei diesem Vorgehen um eine strategische Maßnahme, um den Versuch einer groß angelegten Manipulation, um weltweit tausende Opfer glauben zu machen, dass es nicht „wir sind, die Dich verlassen haben. Nein, Du hast uns verlassen. Du hast Dich von uns getrennt“.

Damit zielt die Organisation ganz offenkundig darauf ab, die derzeit erheblichen Kritiken an ihren Ausschlusspraktiken von sich abzulenken, indem sie den eigentlichen Opfern der von ihr verordneten Maßnahmen auch noch die Verantwortung für die teils dramatischen und schicksalsschweren Folgen zuweist.

Opfern, die ohnehin die vollständige Trennung von ihren Familien zu verkraften haben.

„Sie waren es, die Gott und die Organisation verlassen und damit die Zeugen Jehovas, ihre Brüder und Schwestern, ausgeschlossen haben.“

Der christliche Aktivist und Youtuber Erici, bekannt unter seinem Label „Sohn des Donners“ hat einen bemerkenswerten Artikel aus dem Wachtturm vom Februar 2016 unter dem Titel „Learn from Jehovah’s loyal servants“ (Fussnote), „Lerne von den treuen Zeugen Jehovas“ ausgewertet und den darin enthaltenen Manipulationsansatz, wie Zeugen beeinflusst werden sollen, offengelegt:

„7. Wie ist es einer Schwester gelungen, Gott in einer schwierigen Situation treu zu bleiben?

Ein Loyalitätskonflikt kann aufkommen, wenn ein naher Verwandter ausgeschlossen wird. Zum Beispiel hat eine Schwester mit Namen Anne einen Anruf ihrer ausgeschlossenen Mutter erhalten. Die Mutter wollte Anne besuchen, da sich die Trennung von ihrer Familie schmerzhaft für sie auswirkt.

Anne fühlte sich durch den Anruf sehr niedergeschlagen und versprach ihrer Mutter, ihr in einem Brief zu antworten.

Bevor sie diesen schrieb, betrachtete sie die biblischen Anweisungen (1. Korinther 5:11, 2 Johannes 9-11).

Anne schrieb dann den Brief und erinnerte ihre Mutter mit freundlichen Worten daran, dass sie es selbst war, die sich von ihrer Familie aufgrund ihrer falschen Handlungsweise und ihrer fehlenden Reue getrennt habe.

„Der einzige Weg, um Deinen Schmerz zu lindern, ist die Rückkehr zu Jehova (Jakobus 4:8)“, schrieb Anne.

Entschlüsselung der Sektenbotschaft

Entsprechend der Lehre der Wachtturmgesellschaft bedeutet die Formulierung “kehre zu Jehova zurück”, dass man wieder in den Kreis der Versammlung zurückkehrt. Um die Mitteilung von Anne in ihrem Brief in dem Sinn umzuformulieren, wie sie gemeint ist, heißt das:

„Du bist vereinsamt, weil Du von unserer Religion getrennt bist? Der einzige Weg zur Linderung deiner Schmerzen besteht nicht darin, um Vergebung zu beten, nicht einmal darin, die Bibel zu lesen. Der einzige Weg zu Linderung des Trennungsschmerzes ist der, wieder ein Zeuge Jehovas zu werden. Es gibt keinen anderen Weg. Du wirst nicht eher wieder geliebt, bevor Du nicht in die Religion zurückgekehrt bist.“

Meisterhafte Manipulation

Während das Opfer des Ausschlusses ohnehin schon durch die Trennung von der Familie leidet, erhöht die Wachtturmgesellschaft diese Wirkung noch durch ihre neue Botschaft.

Obwohl die Aktion zum Ausschluss von Annes Mutter von der Sekte selbst ausgegangen ist, werden die Mitglieder der Organisation jetzt dahingehend manipuliert, dass sie glauben sollen, dass die Opfer sich „selbst getrennt“, bzw. „selbst ausgeschlossen“ haben.

Damit versucht die Wachtturmgesellschaft alle Schuld von sich abzuwenden und dem eigentlichen Opfer zuzuschieben, um sich vor öffentlicher Kritik und weiterem Rufschaden zu schützen.

Quelle: JWORG

17.06.2016

Die Wachtturm-Gesellschaft verschärft Ausschlusspraxis

Sündhafte Untätige werden offiziell Ausgeschlossenen gleichgestellt!

Bereits im Vorfeld der laufenden Jahreskongresse der Zeugen Jehovas 2016 gab es Gerüchte. Die rigide Ausschlusspraxis bei den Zeugen Jehovas, mit der reuelose Sünder und Abtrünnige bestraft werden, solle sich weiter verschärfen, so hieß es.

Bei den Kongressen unter dem englischsprachigen Leitthema “Remain Loyal to Jehovah”, auf Deutsch „Bleibe Jehova gegenüber loyal“ werde die Gesellschaft alle Register ziehen, um die ihr verbliebenen „treuen Schafe“ mit schärferen Sanktionen von einem Verlassen der Organisation abzuschrecken und untätige Zeugen zu reaktivieren.

Und so ist es dann auch tatsächlich gekommen. Um keine unnötige Besorgnis entstehen zu lassen, wurde mit dieser Berichterstattung gewartet, bis eindeutige und belastbare Beweise für diese Annahmen vorliegen würden, was jetzt der Fall ist.

Dank des Mitschnitts eines Ex-Zeugen, der unbeeindruckt von möglichen Repressalien den Bezirkskongress in Jersey City besuchte und seine Eindrücke auf Video festhielt, haben sich die Befürchtungen jenseits aller möglichen Zweifel bestätigt.

Der Vortrag “Shun Unrepentant Wrongdoers“, „Meide reuelose Sünder“, befasst sich mit dem folgenden Szenario:

Wenn Du gegenwärtig als „untätig“ angesehen wirst und in den Augen der Organisation eine „schwere Sünde“ begangen hast, musst Du als ausgeschlossen betrachtet und gemieden werden, auch ohne dass die Notwendigkeit eines vorangegangenen Komiteebeschlusses besteht.

Als schwerwiegende Sünden gelten in diesem Zusammenhang folgende Handlungen:

  • Zusammenziehen mit einem Partner des anderen Geschlechts ohne verheiratet zu sein,
  • Rauchen (auch Shishas, E-Dampfen),
  • Teilnahme an einer Weihnachtsfeier,
  • Vor- oder außerehelicher Geschlechtsverkehr,
  • gleichgeschlechtliche Eheschließung,
  • Kritik an der leitenden Körperschaft,
  • Ablehnung der Lehren der Zeugen Jehovas,
  • Teilnahme an Geburtstagsfeiern.

Diese Nachricht trifft vor allem diejenigen ehemaligen Zeugen, denen es gelungen ist, sich still zurückzuziehen, um ihre Verbindungen zu gläubigen Familienmitgliedern oder Freunden nicht zu gefährden.

Nunmehr ist es zu einer Quasi-Verpflichtung aller Zeugen erhoben worden, jeden weiteren Kontakt einzustellen, wenn sie zu der Überzeugung kommen, dass der Betroffene sich einer der oben genannten Sünden schuldig gemacht hat.

Zudem wird man davon ausgehen müssen, dass den Ältesten derartige Erkenntnisse zu melden sind, damit auch die restlichen Angehörigen der Versammlung vor jedem weiteren Umgang mit dem Betroffenen gewarnt werden.

Kein Zweifel: Die Organisation will bewusst und nachhaltig Druck auf „untätige Personen“ ausüben. So ganz nach dem Motto „Kehr reumütig zurück oder Du wirst Deine Lieben nicht mehr wiedersehen“.

Eine der angeführten Sünden lässt sich sehr wahrscheinlich immer finden, wenn man es denn so will. Oder reicht schon die bloße Vermutung?

Wie lässt es sich sonst verstehen, wenn ein subjektiv empfundener Eindruck einer Person von einer möglichen Fehlhandlung eines oder einer Untätigen ausreichen soll, um diese Person endgültig in das Reich der Verbannung zu senden? Sind damit nicht der Willkür, der Missgunst und Intrigen alle Türen geöffnet?

Kenner der Organisation haben zudem keinen Zweifel daran, dass diese im Zweifelsfall und bei Notwendigkeit auch schon mal die Dinge in ihrem Sinne zurechtbiegt, bis sie passen. Passen für ihre Zwecke wohlgemerkt, was sicherlich nicht im Interesse des Einzelnen ist.

14.06.2016

Russland: Auflösung der Zeugen Jehovas angedroht

Gefährlicher Präzedenzfall für alle dem Staat und/oder der orthodoxen Kirche nicht genehmen Religionsgemeinschaften

Der zentralen Organisation der Zeugen Jehovas in Russland droht die Auflösung als „extremistische“ Organisation, seit am 10. Mai die in einer offiziellen Verwarnung der Staatsanwaltschaft gesetzte Frist abgelaufen ist. In dieser Verwarnung wurde der Organisation mitgeteilt, dass „extremistische Betätigung nicht erlaubt ist“.

In der Verwarnung heißt es weiter, die Organisation müsste innerhalb von zwei Monaten „bestimmte organisatorische und praktische Maßnahmen“ ergreifen, um weitere Verstöße gegen das Extremismusgesetz zu verhindern. Für den Fall, dass die Zentrale der Zeugen Jehovas die behaupteten Gesetzesverletzungen nicht abstellt oder während der kommenden zwölf Monate neue Beweise für Extremismus auftauchen, wird der Organisation die Auflösung angedroht. In dem Dokument werden die geforderten „bestimmten organisatorischen und praktischen Maßnahmen“  nicht näher definiert. Jede Verurteilung eines Mitglieds der Gemeinschaft oder einer örtlichen Organisation kann der Staatsanwaltschaft als Grund für die Auflösung der Verwaltungszentrale der Zeugen Jehovas dienen. Wenn die Staatsanwaltschaft entscheidet, die Auflösung der Organisation weiter zu betreiben, bedeutet dies ein drohendes Verbot aller Aktivitäten für über 2.500 örtliche Versammlungen der Gemeinschaft in ganz Russland und einzelne Zeugen Jehovas würden eine strafrechtliche Anklage riskieren, wenn sie mit anderen Menschen über ihren Glauben sprechen.

Sollte die Staatsanwaltschaft die Auflösung erfolgreich weiter betreiben, wäre dies der erste Präzedenzfall der Auflösung einer zentralisierten religiösen Organisation mit aktiven örtlichen Gemeinschaften wegen „Extremismus“.

Den Rechtsanwälten der Gemeinschaft steht eine Frist bis 10. Juni zur Verfügung, um die Verwarnung vor Gericht anzufechten. Die Anwälte beabsichtigen die Anfechtung vor einem Moskauer Gericht und hoffen nach wie vor auf einen Ausgang zu ihren Gunsten.

Die russischen Zeugen Jehovas bestreiten vehement, dass sie eine extremistische Organisation seien. „Die verleumderischen Beschuldigungen des ‚Extremismus‘ gegen uns werden lediglich verwendet, um die religiöse Intoleranz derjenigen zu maskieren, die mit unseren Überzeugungen nicht einverstanden sind“, erklärte der Vertreter des Verwaltungszentrums der Gemeinschaft, Vasiliy Kalin, auf der Webseite jw.org am 27. April. „Wir sind keine Extremisten“.

„Mit extremistischen Gruppen in einen Topf geworfen zu werden und unsere Schriften auf einer Liste mit den Schriften gewalttätiger Terroristen zu finden, ist für die Zeugen Jehovas ein Affront gegen Anstand und Gerechtigkeit“, erklärte der Generalanwalt der Gemeinschaft, Philip Bromley aus New York auf derselben Website.

Der Gebrauch bzw. Missbrauch der Gesetze gegen den Extremismus ist schon seit einigen Jahren die größte Bedrohung für die Religions- bzw. Glaubensfreiheit in Russland. Bisher richtete sich diese Strategie vor allem gegen Muslime (insbesondere die friedlichen Leser der Werke des verstorbenen türkischen Theologen Said Nursi) und Zeugen Jehovas.

Die Verwaltungszentrale der Zeugen Jehovas in Russland mit Sitz am Stadtrand von St. Petersburg ist seit 1999 als „zentralisierte religiöse Organisation“ registriert. Die erste offizielle Registrierung erfolgte bereits 1991 nach sowjetischem Recht. Die Präsenz der Gemeinschaft in Russland ist allerdings bereits seit dem Ende des 19. Jahrhunderts belegt.

Quelle: ead

12.06.2016

Neues Licht: Warnung an alle inaktiven Zeugen Jehovas!

Warnung an alle inaktiven ZJ!  – Wenn ihr glaubt, man könnte euch nicht ebenso meiden wie ausgeschlossene Personen, wenn ihr euch als Untätige zurückziehen solltet, nur weil ihr noch nicht ausgeschlossen seid, dann denkt doch einmal an das Programm des Regionalkongresses von diesem Sommer nach. Nachfolgend die Gliederung  einer Ansprache, die auf den kommenden Regionalkongressen gehalten werden wird.

Die Wachtturmgesellschaft drängt darauf, dass inaktive Brüder künftig gemieden werden sollen, selbst wenn sie sich nicht wegen einer „schweren Sünde“ oder „Abtrünnigkeit“  ausgeschlossen worden sind.

Die WTG stellt die Loyalität zur Organisation über die Liebe zur Familie, ungeachtet des Schmerzes und des Leids, den diese Familien durchmachen müssen. Ja, liebe Brüder, wir haben die Organisation zu lieben und ihr  zu gehorchen.

Offensichtlich hat die Wachtturmgesellschaft ihren Verstand verloren, wenn sie einer Armee von acht Millionen Menschen gebietet, vorrangig der Wachtturm-Gesellschaft zu dienen statt dem Leben und Wohlergehen ihrer Untertanen.

Programm am Freitagnachmittag:

Symposium: Jehovas Urteile loyal unterstützen!

Reuelose Missetäter meiden

Jehovas Gerechtigkeit nutzt uns.

Jehovas Gesetz an Mose zum Schutz seines Volk vor schlechtem Einfluss in Bezug auf Körper und Geist.

Die Loyalität der Israeliten wurde durch mancherlei Gesetze erprobt . (5. Mose 13:1-11)

Einige Aussagen aus diesen Ansprachen. (Offizieller Redeplan der WTG liegt vor)

Seit dem ersten Jahrhundert hat uns Jehova befohlen  die Gesellschaft reueloser Sünder zu meiden.

Der Gemeinschaftsentzug ist eine nützliche Maßnahme, auch wenn ihn einige in dieser freizügigen Welt als grausam oder zu radikal betrachten. (w15 4/15 S29-31) (keine biblische Referenz hier)

Sünder und Abtrünnige zu meiden hilft, Jehovas Namen und den seiner Organisation rein zu erhalten. Den Umgang mit solchen Personen zu meiden, schützt uns vor schädlicher Gesellschaft und negativen Äußerungen  Abtrünniger oder anderer Gegner, die es gewohnt sind, destruktive Ideen zu verbreiten. (z.B. Inaktive Brüder) (2 Joh. 10,11)

Der Gemeinschaftsentzug kann einem Sünder helfen zu Jehova umzukehren.

Loyale Christen sollten keinen Umgang mit jemandem pflegen, der „Bruder genannt wird“ aber Todsünden begeht. Wir müssen auch Reuelose meiden, um die sich die Versammlungsältesten noch nicht gekümmert haben, wie im Fall untätiger Verkündiger.

Es kann in der Tat eine harte Prüfung unserer Loyalität sein, wenn eines unserer Familienmitglieder  solch ein reueloser Sünder sein sollte. Wir sollten unsere Familienbindung nicht über die Loyalität zu Jehova und zu seiner Organisation stellen. (w13 01/15 15,16 Absatz 16 – 20)

Das folgende Video zeigt den Nutzen der Loyalität.  (Ein Video wird gezeigt)

Jehova versteht den Schmerz, den der Verlust eines geliebten Familienangehörigen mit sich bringt. Jehovas Reaktion auf die Rebellion der Menschen in Israel hilft uns dabei zu verstehen, wie er fühlt, wenn manche seiner geistigen Kinder sich Satans Rebellion anschließen. (Psalm 78:40,41; w07 1/15 17,18)

Jehova lässt sich aber nicht von seinen Emotionen oder Gefühlen steuern. Er bestrafte die Israeliten schwer. (Psalm 78:60-62)

Er unternahm auch Maßnahmen gegen Rebellen im geistigen Bereich, um die übrigen Glieder seiner himmlischen Familie zu schützen. (Judas 6; Off 12:7-9)

Achtet Jehovas Zuchtmaßnahme

Der Gemeinschaftsentzug kann eine schmerzvolle Zuchtmaßnahme sein, wer sie aber  akzeptiert, wird von Gott wieder als Gerechter betrachtet werden. (Lies Heb 12:11) (w12 4/15 12 Absatz 16)

Lasst nicht zu, dass wir Jehovas Zucht, seine Kraft oder auch die Wirkung seines Geistes verlieren.

Aber was sollten wir tun, wenn ein Sünder bereut und seine Wege ändert?

Bruder XXX wird in diesem Symposium unter dem Motto „Jehovas Urteile loyal unterstützen“ die letzte Ansprache  zu diesem Thema halten:  „Sei zum Vergeben bereit“.

Quelle: Bruderinfo-Aktuell

06.06.2016

Immer mehr Versammlungen von Jehovas Zeugen werden aufgelöst und geschlossen!

Seit Jehovas Zeugen eine Körperschaft des öffentlichen Rechts(KdöR) in Deutschland sind, müssen wesentliche Veränderungen in einem offiziellen Amtsblatt veröffentlicht werden. Berichtet werden u. a. Versammlungs-Neugründungen und -Auflösungen.

Bei der genaueren Analyse der Amtsblätter von Jehovas Zeugen stellt man fest, dass es sich bei den Neugründungen überwiegend um kleinere fremdsprachige Gruppen handelt, während Auflösungen hauptsächlich ehemals größere deutschsprachige Versammlungen betrifft.

Umso bemerkenswerter ist der negative Trend. Während 2012 noch 4 neue Versammlungen per Saldo hinzu kamen, ist der Saldo seit 2013 deutlich negativ. 2015 ist nun eine deutliche Verschärfung sichtbar, obwohl dabei nur die Monate Januar bis Oktober berücksichtigt sind.

Statistik gemäß Amtsblatt:

Versammlungs-  2012  2013  2014  2015
Neugründungen     7      10      14        9
Auflösungen           3      28      31      33
Saldo                      4     -18     -17     -24

Angesichts der Einführung des LDC (Local Design and Contruction Committee) ist mit einer weiteren deutlichen Zunahme von Auflösungen aus wirtschaftlichen Gründen zu rechnen. Außerdem verlassen immer mehr Zeugen Jehovas die Versammlungen, weil sie durch das Internet aufgeklärt werden, und feststellen, dass die Lehren der Organisation biblisch falsch interpretiert werden. Aufgeklärte Zeugen wollen nicht mehr, gemäß einigen Aussagen, einem „falschen Propheten“ hinterherlaufen, und entfliehen „Groß-Babylon“. Sie haben schriftgemäß erkannt, dass JWOrg ein neuzeitliches, goldenes Kalb ist, und nur durch den Weg Jesu Christi allein Rettung möglich ist. So mussten dieses Jahr ganze 33 Versammlungen aufgelöst werden – soll dies der Segen Jehovas sein?

Quelle: Jehovas Zeugen

03.06.2016

Ein 47-Jähriger Zeuge Jehovas hat eine 15-Jährige gestalkt und dadurch zu Suizidversuchen getrieben. Wegen Nachstellung, sexuellem Missbrauch, Nötigung und Körperverletzung muss er sich vor dem Amtsgericht Esslingen verantworten.

Esslingen – Die Vorwürfe wiegen schwer. Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft wirft dem 47-jährigen Angeklagten Nachstellung, sexuellen Missbrauch, Nötigung und Körperverletzung vor. Der verheiratete Vater zweier Kinder soll von Herbst 2012 bis zum Herbst 2014 eine anfangs 15-Jährige derart massiv bedrängt, bedroht und verfolgt haben, dass diese zweimal versucht habe, sich umzubringen.

Der Mann habe die Jugendliche mit seinem Stalking der „Todes- oder Gesundheitsgefahr“ ausgesetzt, heißt es in der Anklage.

Der 47-Jährige streitet die Anschuldigungen vor dem Amtsgericht Esslingen ab. Wohl habe es eine einvernehmliche Liebelei gegeben, doch die Initiative sei von ihr ausgegangen. Die Verhandlung gibt nicht nur Einblicke in das Seelenleben zweier psychisch angeschlagener Menschen, sondern auch in die Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas, über die sich der Mann und das Mädchen kennengelernt hatten. Von da an soll er sie der Anklage zufolge mit Anrufen, E-Mails sowie mit Whatsapp- und SMS-Nachrichten regelrecht bombardiert haben. Zu jeder Tages- und Nachtzeit habe er dem Teenager seine Liebe bekundet. In den Akten befinden sich laut der Anklage „mehrere tausend“ solcher Nachrichten. Das Mädchen soll acht Mal die Mobilfunknummer gewechselt haben, um die Belästigungen ins Leere laufen zu lassen – vergeblich.

In psychiatrischer Klinik als Onkel ausgegeben

Allein bei fernmündlichen Liebesschwüren und Annäherungsversuchen soll es zudem nicht geblieben sein. Mehrfach habe der Mann seinem mutmaßlichen Opfer aufgelauert, es beobachtet, verfolgt, ausspioniert, gestreichelt, umarmt, geküsst und unsittlich berührt. Der von ihm ausgehende Psychoterror habe die Jugendliche krank gemacht, sie habe sich geritzt und zwei Suizidversuche – einen Ende Oktober 2014 – unternommen. Selbst dann noch, als sie teilstationär in einem psychiatrischen Krankenhaus behandelt worden sei, habe der Angeklagte den Kontakt zu ihr gesucht, indem er sich für ihren Onkel ausgegeben habe, heißt es in der Anklage. Tatsächlich erhielt er dann dort ein Hausverbot.

Der 47-Jährige auf der Anklagebank hat akribisch aufgeschrieben, was ihn seiner Ansicht nach entlastet. Sein Pflichtverteidiger überschreibt die Einlassung seines Mandanten mit den Worten: „Die Vorwürfe stimmen so nicht ganz.“ Der Angeklagte bestreitet nicht, mit dem Mädchen regen Kontakt mit gegenseitigen Liebesschwüren gepflegt zu haben. Aber es sei nie zu einer körperlichen Annäherung gekommen. Seine Frau habe von alldem nichts mitbekommen, das Verhältnis zu ihr habe sich in einem „Frostzustand“ befunden.

Die Initiative sei von ihr ausgegangen

Er gebe zu, es sei „komisch, sich in meinem Alter mit einem Teenager abzugeben“. Doch die treibende Kraft sei das Mädchen gewesen, das er in seiner Aussage in kein gutes Licht rückt. Die heute 18-Jährige habe in ihm damals ihre große Liebe gesehen. Sie habe zuerst Kontakt zu ihm aufgenommen, ihm Avancen gemacht und mit ihm „durchbrennen“ wollen. Wenn er versucht habe, sich von ihr zu distanzieren, habe sie gedroht, sich umzubringen. „Sie hat ständig sehen wollen, wie weit ich für sie gehen würde.“ Zudem habe sie ihm immer wieder erzählt, von älteren Männern begehrt und geliebt zu werden. Das sei eine regelrechte Obsession von ihr gewesen. Auch habe sie behauptet, ihre Mutter zwinge sie zu einer Beziehung mit einem zu ihrem Alter passenden Jungen.

Der 47-Jährige stellt sich vor Gericht selbst als Opfer dar. Schon als Kind sei er von seiner Mutter mit den Zeugen Jehovas in Kontakt gebracht worden. Unter den Repressalien der Religionsgemeinschaft habe er fortan sehr gelitten. Er habe keinen Geburtstag feiern und keine Freundin haben dürfen, Sex und Küssen seien absolut verboten gewesen. Im Alter von 40 Jahren sei er an Krebs erkrankt und dem Tod näher als dem Leben gewesen. Dass er im Krankenhaus auf keinen Fall Bluttransfusionen erhalte, sei von den Zeugen Jehovas – gemäß ihrer Überzeugung – kontrolliert worden. Zudem hätten ihn Berichte über Prügel und Bedrohungen innerhalb der von ihm als „gefährlich“ bezeichneten Religionsgemeinschaft belastet, sagt er.

Angeklagter bezeichnet sich als „schwer depressiv“

Er sei gezwungen worden, seinen eigenen Sohn während der „Versammlungen“ genannten Treffen zu verprügeln, weil der nicht ruhig habe sitzen können. Der Junge leide bis heute darunter, „ich war froh, mit meiner Familie da rauszukommen“. Die Zeugen Jehovas seien seinem Austritt letztlich mit einem Rausschmiss zuvor gekommen. Das alles habe ihn „schwer depressiv“ werden lassen, und dass er nun wegen der aus seiner Sicht ungerechtfertigten Vorwürfe „vor Gericht antanzen“ müsse, belaste ihn unheimlich.

Das mutmaßliche Opfer wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit gehört. Die Verhandlung wird fortgesetzt.

Quelle: Stuttgarter Zeitung

26.05.2016

Jehovas Zeugen – Ein Teil von Babylon?

Dieser Artikel stützt sich auf Beobachtungen der Medien, und der Verhaltensweisen der Zeugen Jehovas. Bibeltexte sind falls nicht anders angegeben, aus der Neuen-Welt-Übersetzung (herausgegeben von Jehovas Zeugen) entnommen.

In letzter Zeit beobachte ich immer häufiger, wie sich immer mehr Menschen von der „falschen Religion“ abwenden. Sie kehren den Zeugen Jehovas den Rücken da sie nicht nicht an Babylon teil haben wollen. Geht aus ihr [Babylon der Großen] hinaus . . ., wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt. Denn ihre Sünden haben sich aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Taten der Ungerechtigkeit gedacht“ (Offenbarung 18:4, 5).

Diese Menschen haben erkannt das „Babylon die Große“ alle Religionen – ausnahmslos – einschließt. Dazu zählen der Katholizismus, Evangelismus, Buddhismus, Hinduismus usw.

In diese Aufzählung gehören ebenfalls die Zeugen Jehovas. Warum?

Die Zeugen Jehovas fassen dies in einem ihrer Artikel eigentlich selbst zusammen.

„Ein weiterer, viel umfassenderer „Tag Jehovas“ (2. Petrus 3:11-14). Gottes Urteil über „Babylon die Große“ ist gefällt worden. Gemäß Offenbarung 14:8 verkündet ein Engel: „Babylon die Große ist gefallen!“ Das hat bereits stattgefunden. Sie hat nicht mehr die Macht, die Freiheit der Anbeter Jehovas einzuschränken. Wie verderbt sie ist und welche Rolle sie in Kriegen gespielt hat, ist weithin angeprangert worden. Jetzt steht ihre endgültige Vernichtung nahe bevor.“ (Wachsamkeits-Broschüre S. 12-13)

Gerne möchte ich das im Artikel verwendete Wort „Jehova“ zu „Gott“ im allgemeinen gebrauchen um das folgende schlüssig und verständlich darzulegen.

Laut den Zeugen Jehovas ist das Urteil über Babylon bereits gefallen. Kann dies rein logisch betrachtet richtig sein? Gehen wir davon aus das zwei Menschen eine ganze Menge anderer Personen getötet haben. Jetzt kann einer davon seine Fehler und damit auch einem dem Vollzug des gefällten Urteils nicht entgehen wenn er verspricht es nicht wieder zu tun.

Er wurde bereits verurteilt, durch seine Handlungen. Sobald ein Urteil gefällt ist, ist keine Rückkehr mehr möglich. Gott selbst gibt uns nun aber die Möglichkeit „Babylon“ vor der Urteilsvollstreckung zu verlassen. Wenn also die Vollstreckung begonnen hat ist der „point of no return“ erreicht. Es gibt kein zurück mehr. Warum kann man sagen das dieser Punkt noch nicht erreicht ist? Die Zeugen Jehovas gehen selbst davon aus das zu diesem Zeitpunkt Babylon keinen Einfluss mehr auf die Freiheit der Anbeter „Gottes“ hat.

Wie sieht es aber in der Realität aus? Hat die Katholische Kirche keinen Einfluss? Haben im allgemeinen, bekannte Kirchen keinen Einfluss mehr? Ich glaube man kann das getrost verneinen. Ansonsten wäre es auch suspekt vor der „Chirch of Scientology“ eine gewisse „Angst“ zu haben, die ihren Einfluss immer mehr erweitert.

Der Einfluss ist so groß das Religionen (unter anderem auch Zeugen Jehovas – siehe Russland) unter Beschuss geraten und verboten werden. Die „scheinbaren Anbeter Gottes“ werden gejagt. Man versucht sie dem Erdboden gleich zu machen.

Bei Zeugen Jehovas sieht es immer mehr danach aus das es nur eine Frage der Zeit ist wann dies erreicht wurde. Dies zeigt aber auch das Zeugen Jehovas nicht das Volk Gottes sein können. Warum wird im folgenden klar! Jehovas Zeugen sind also nicht das Volk Gottes, nein sie sind ein Teil von Babylon der Großen. Wie kommt man darauf und wie verraten Jehovas Zeugen dies selbst?

„Wer oder was ist Babylon die Große? Es handelt sich um das weltumspannende Religionssystem, das die Merkmale des alten Babylon aufweist (Offenbarung, Kapitel 17 und 18). Betrachten wir einige Parallelen:

  • Die Priester des alten Babylon mischten intensiv in den politischen Angelegenheiten der Nation mit. Heute spielt Religion vielfach die gleiche Rolle.
  • Babylons Priester unterstützten häufig die Kriegsanstrengungen der Nation. In unserer Zeit haben Religionen oft als Erste die Soldaten gesegnet, wenn Nationen in den Krieg zogen.
  • Lehren und Praktiken des alten Babylon hatten eine ungeheuerliche Sittenlosigkeit der Nation zur Folge. Wenn heute unter Geistlichen wie unter Laien Unmoral grassiert, dann vor allem deshalb, weil Religionsführer die Sittenmaßstäbe der Bibel beiseite schieben. Es ist auch bezeichnend, dass Babylon die Große in der Offenbarung als eine Hure dargestellt wird, weil sie sich der Welt und ihren politischen Systemen wie eine Prostituierte verkauft.
  • Die Bibel sagt auch, dass Babylon die Große „in schamlosem Luxus“ lebt. Im alten Babylon brachte die Tempelorganisation umfangreiche Ländereien in ihren Besitz und die Priester spielten eine Schlüsselrolle im Geschäftsleben. Heute besitzt Babylon die Große außer ihren Kultgebäuden riesige Geschäftsbeteiligungen. Ihre Lehren und Feiertage sind für sie selbst und für Teile der Geschäftswelt höchst einträglich.
  • Wie heute waren auch im alten Babylon Bilderverehrung, Magie und Zauberei allgemein verbreitet. Den Tod hielt man für einen Übergang zu einem anderen Leben. Babylon ehrte seine Götter mit unzähligen Tempeln und Kapellen, aber Anbeter Jehovas wurden von den Babyloniern bekämpft. An den gleichen Glaubensansichten und Praktiken ist Babylon die Große zu erkennen.
  • Die Priester des alten Babylon mischten intensiv in den politischen Angelegenheiten der Nation mit. Heute spielt Religion vielfach die gleiche Rolle.“ (Wachsamkeits-Broschüre S. 12 -13)

Kann man dies von Zeugen Jehovas sagen? Durchaus. Als Mitglied der NGO stecken sie mitten im politischen System. Politische Angelegenheiten sind auch die Verweigerung der Wahl oder das Verweigern des Militärdienstes in vielen Ländern.

  • Lehren und Praktiken des alten Babylon hatten eine ungeheuerliche Sittenlosigkeit der Nation zur Folge. Wenn heute unter Geistlichen wie unter Laien Unmoral grassiert, dann vor allem deshalb, weil Religionsführer die Sittenmaßstäbe der Bibel beiseite schieben. Es ist auch bezeichnend, dass Babylon die Große in der Offenbarung als eine Hure dargestellt wird, weil sie sich der Welt und ihren politischen Systemen wie eine Prostituierte verkauft.

Man kann ganz klar zustimmen das unter den „geistlichen“ der Zeugen Jehovas, Unmoral an der Tagesordnung ist. Von keiner anderen Religion wird aktuell so viel über sexuelle Übergriffe – auch auf Kinder – gesprochen. Noch nie war ein derart großes aufkommen an Unmoral vorhanden. Man denke nur an Australien, USA oder Deutschland. Und das sind nur die Länder deren Spache ich mächtig bin um die Nachrichten zu lesen.

  • Die Bibel sagt auch, dass Babylon die Große „in schamlosem Luxus“ lebt. Im alten Babylon brachte die Tempelorganisation umfangreiche Ländereien in ihren Besitz und die Priester spielten eine Schlüsselrolle im Geschäftsleben. Heute besitzt Babylon die Große außer ihren Kultgebäuden riesige Geschäftsbeteiligungen. Ihre Lehren und Feiertage sind für sie selbst und für Teile der Geschäftswelt höchst einträglich.

Dies kann man so sagen. Die Mitglieder der leitenden Körperschaft sind teuer gekleidet, tragen prunkvollen Schmuck und fliegen erster Klasse. Man bekommt häufig den Eindruck das sie nichts mit dem „gemeinen Fußvolk“ zu tun haben oder auch haben wollen. Die Zeugen Jehovas besitzen unfassbar viele Zusammenkunftsgebäude und Kongressgebäude, zusätzlich riesige Bethelgebäude und hält Anteile an Geschäftlichen Börsennotierten Fonds. Feiertage sind höchst einträglich für sie da sie mit tausenden den ganzen Tag an sogenannten Pioniertagen durch die Straßen ziehen um neue Mitglieder zu rekrutieren die eines Tages natürlich wieder spenden einbringen. Sie sind Ausbeuter und leben zweifelsohne in schamlosem Luxus.

  • Wie heute waren auch im alten Babylon Bilderverehrung, Magie und Zauberei allgemein verbreitet. Den Tod hielt man für einen Übergang zu einem anderen Leben. Babylon ehrte seine Götter mit unzähligen Tempeln und Kapellen, aber Anbeter Jehovas wurden von den Babyloniern bekämpft. An den gleichen Glaubensansichten und Praktiken ist Babylon die Große zu erkennen.

Jehovas Zeugen verehren ein Symbol mehr als alles andere (Abbildung). Man findet es auf der Website, jedem Buch, jeder Zeitschrift und jedem Faltblatt. An Messeständen steht es über den Köpfen der Menschen die ihr Herzblut dafür geben. Auf Baustellen auf der ganzen Welt wird das Symbol „jw.org“ angehimmelt und erinnert immer wieder an das Bild mit dem goldenen Kalb. Am Ende eines jeden Videos wird es eingeblendet und selbst in Videos ist es vorhanden. Es begleitet Zeugen Jehovas weltweit durch den Tag. Jeder Zeuge Jehovas wird täglich unbewusst „jw.org“ sagen und begeistert erzählen wie schön doch das neue Video ist und wie nahe es einen zur Organisation führt. Richtig es führt weg von Gott und hin zu einer Organisation die nur auf Profit aus ist.

Wie Gottes Anbeter in alter Zeit von Babylon bekämpft wurden, so bekämpfen Zeugen Jehovas heute wirkliche Diener Gottes. Sie versuchen sogenannten „Abtrünnigen“ alles zu nehmen. Familie, Freunde, Kontakte und stören die Psyche extremst. Sie verbieten den Kontakt zu ausgeschlossenen, aus scheinbarer Angst es könnten noch mehr ins Straucheln geraten.

Ja, Jehovas Zeugen weisen sämtliche Merkmale von Babylon auf und versuchen dies unter einen Deckmantel zu schaffen.

Glücklicherweise kann man sagen das dieser Deckmantel einfach nicht groß genug ist und nicht mehr den großen Berg an Schuld, Unehrlichkeit, Unreinheit und Gottlosigkeit überdecken kann. Der Berg wächst weiter und es wird immer mehr sichtbar. Und irgendwann ist der Punkt erreicht an dem der Berg in sich zusammen fallen wird. Dann wird diese falsche Religion ein Ende haben. Sie wird sich selbst zerstört haben durch ihre Werke. Und wen der große Fels den Daniel in seiner Vision sieht auf das Standbild trifft, werden auch Jehovas Zeugen für immer dem Erdboden gleich gemacht sein. Die Staubkörner werden in alle Richtungen getragen und keines wird jemals wieder gefunden werden.

Dann hat Gott selbst das Urteil vollzogen. Dann können wahre Anbeter Gottes endlich in Frieden mit ihrem Herrn Jesus Christus im Himmel regieren und in Ewigkeit wohnen.

Quelle: wahrheitstreu

25.05.2016

Sturmwolken über dem Wachtturm

Bis auf die getreuen und in kognitiver Dissonanz verharrenden Angehörigen der Wachtturm-Organisation, die sich Zeugen nennen, obwohl sie selbst nicht wissen, was sie eigentlich nach bestem Wissen und Gewissen aus eigener Erfahrung oder Erkenntnis denn bezeugen können, wissen alle anderen mit der Materie befassten längst Bescheid:

Die Wachtturm-Organisation hat in Australien, wo immer möglich, den Missbrauch von Kindern in ihren Reihen gedeckt und versucht, solche Fälle zu vertuschen und unter den Teppich zu kehren.

Das ist ein Ergebnis der Untersuchung der australischen Untersuchungskommission (ARC), die sich mit dem sexuellen Missbrauch von Kindern in Kirchen und anderen Organisationen befasst und auch die Frage untersucht, inwieweit sich die jeweiligen Verantwortlichen gegenüber Opfer und Täter verhalten haben.

Wie bereits berichtet, wird der Wachtturm-Gesellschaft in Australien vorgeworfen, die Täter durch ihre Entscheidung, die Taten nicht an die Behörden zu melden und die Angelegenheit in eigener Zuständigkeit zu regeln, mittelbar begünstigt zu haben.

Mehr noch, es ist während der Anhörungen deutlich geworden, dass dieses Vorgehen für die Opfer zusätzliche unnötige traumatische Erfahrungen bedeutet. Im Umkehrschluss heißt das für die Gesellschaft, dass sie sich selbst mit ihren Anordnungen in eine verantwortliche Position gebracht hat, in der sie für die erlittenen Schäden der Opfer haftbar gemacht werden kann.

Die Kommission hat im Fall der Wachtturm-Gesellschaft 1006 Täter, die Zeugen Jehovas waren oder noch sind, identifiziert. Die Gesellschaft muss den Worten von Angus Stewart, einem der leitenden Mitglieder der Kommission damit rechnen, dass sie für die Schadensersatzleistungen für die Opfer aufkommen muss.

Angus Stewart kommt zu einer für die WTG niederschmetternden Endbewertung

Nehmen wir einmal an, dass auf einen Täter jeweils nur ein Opfer kommt, was allerdings sehr unwahrscheinlich ist, da der gleiche Täter in einigen Fällen mehrere Taten begangen hat, kommen wir auf 1006 potenzielle Schadensersatzfälle – und da sind außerdem nur die, die von der Kommission zweifelsfrei festgestellt worden sind, während andere Beobachter von einer Zahl von etwa 7000 tatsächlichen taten ausgehen.

Nehmen wir weiter an, dass Schadensersatzforderungen nur in der Hälfte der Fälle erhoben werden und nur 50% dieser Opfer eine Entschädigung wegen zusätzlicher traumatischer Erlebnisse zuerkannt werden, die auf die Regelungen der Wachtturm-Gesellschaft zurückgeführt werden.

Unter der Bedingung, dass sie anstelle der üblichen in Australien vorgesehenen Zahlung von 65.000 Dollar, sagen wir 80.000 Dollar zuerkannt bekommen, kommen wir auf 250 mal 65.000 Dollar und 250 mal 80.000 Dollar auf eine Gesamtsumme von 36.250.000 Dollar.

Aber damit sind wir noch nicht am Ende. Der siebte Tag der Anhörung des Anwalts der WTG, Vince Toole, zu seiner Rolle und zu seinem rechtlichen Verantwortungsbereich – zu seiner Aufgabe gehörte u.a. die Entgegennahme von Meldungen von sexuellem Kindesmissbrauch – brachte noch einen weiteren bedeutsamen Aspekt zutage:

  • Angus Stewart: Sie sagten, dass Sie diese Aufgabe in alleiniger Zuständigkeit für einen Zeitraum von zwei Jahren oder vielmehr zweieinhalb Jahren wahrgenommen haben?
  • Vince Toole: Ja, in einem Zeitraum von ungefähr zwei Jahren habe ich solche Anrufe persönlich angenommen.
  • Stewart: Und das waren Anrufe, die Anschuldigungen von sexuellem Kindesmissbrauch betrafen?
  • Toole: Ja.
  • Stewart: Und um wieviel Anrufe ging es in diesem Zeitraum? Was ist Ihre Schätzung?
  • Toole: Ich kann das nicht genau sagen, aber vermutlich waren es bis drei oder vier solcher Anrufe im Monat.

Stellen wir eine neue Schätzung an und das sehr zugunsten der Wachtturm-Gesellschaft:

Wenn wir davon ausgehen, dass wir es mit vier Missbrauchsfällen im Monat zu tun haben und es sich um nur einen Täter und ein Opfer handelt, von denen nur die Hälfte Schadensersatz in der regulären Höhe fordert, ohne Forderungen wegen zusätzlicher Traumata, kommen wir auf jährlich 24 Opfer, die gegen die Wachtturmgesellschaft vorgehen werden, was eine Schadensersatzsumme von 1.560.000 Dollar im Jahr bedeuten würde.

Wenn wir diese theoretisch mögliche finanzielle Größenordnung in Bezug zu der Zahl der Zeugen Jehovas in Australien setzen, die derzeit bei ungefähr 80.000 Mitgliedern liegt und annehmen, dass jeder Zeuge monatlich 20 Dollar für die Gesellschaft spendet, was nicht sehr wahrscheinlich erscheint, würden jährlich annähernd 1/12 der Spendeneingänge für Schadensersatzleistungen des jeweiligen Jahres fällig werden.

Eine erhebliche finanzielle Last, nachdem der erste fällige Gesamtbetrag von 36.250.000 Dollar für die Opfer der vergangenen Jahre gezahlt worden ist – wie auch immer.

Und wie soll es weitergehen, wenn die Gesellschaft an ihrer starren Regelung festhält, die eigentliche Problematik mit pädophilen Brüdern in ihren Reihen damit nicht in den Griff bekommt und jährlich weitere Opfer ihre Ansprüche anmelden?

Ist es übertrieben zu sagen, dass sich über der Wachtturm-Gesellschaft in Australien am Finanzhimmel Sturmwolken zeigen, die für ihre Zukunft und nicht nur in diesem Land nichts Gutes erwarten lassen?

Quelle: BBC

20.05.2016

Schwierige Zeiten für Jehovas Zeugen: Mexiko will Haus-zu-Haus-Evangelisation verbieten

In Mexiko soll ein Gesetz verabschiedet werden, das religiösen Proselytismus von Tür zu Tür verbietet. Dies betrifft nicht nur die Zeugen Jehovas, sondern auch christliche Initiativen wie den Global Outreach Day. Doch dessen Koordinator in Mexiko ist überzeugt: Der G.O.D. wird vom neuen Gesetz kaum betroffen

Ende Mai wird der Mexikanische Senat über ein Gesetz abstimmen, das zum Schutz der Privatsphäre der Mexikaner jegliche Art von religiöser Arbeit von Haus zu Haus verbieten soll. Ziel ist es, „Schwierigkeiten vorzubeugen und zu vermeiden, denen Menschen durch religiöse Fanatiker in ihrem Zuhause begegnen“.

Grund sind die Ergebnisse einer landesweiten Umfrage, wonach dies in einigen Städten ein schwerwiegendes Problem sei. Bei den Beschwerden handle es sich insbesondere um die Methoden der Personen, die an die Tür klopfen, wiederholt dieselben Haushalte besuchen und sie gerade Sonntags früh aus dem Bett holten, berichtet das Nachrichtenportal noticiacristiana.com. Das Missachten dieses Gesetzes könnte bis zu sechs Wochen Gefängnisstrafe bedeuten.

„Evangelische Christen sind respektvoll“

Für Daniel Valencia, Koordinator des Global Outreach Day (G.O.D.) in Mexiko, ist es sehr wahrscheinlich, dass das Gesetz durchkommen wird. Doch der Pastor ist davon nicht abgeschreckt – obwohl die Haus-zu-Haus-Evangelisation eine der Hauptmethoden des G.O.D. ist. «Die Evangelisationsarbeit wird in der Praxis nicht stark davon betroffen sein, denn die evangelischen Christen sind in der Regel sehr freundlich und reif. Sie respektieren die Privatsphäre der Menschen, insbesondere wenn diese nicht gestört werden wollen», erklärte Valencia im Interview mit Livenet.

Das Problem läge eher bei den Zeugen Jehovas, deren Hausbesuche recht aufdringlich und durchorganisiert seien. Über Christen hätten sich allerdings nur wenige Mexikaner beschwert. Und so werde auch die Arbeit des G.O.D. und die Haus-zu-Haus-Evangelisation kaum davon beeinträchtigt. „Zum diesjährigen G.O.D. werden die lokalen Gemeinden dazu ermutigt, dass sie in mindestens neun Strassen ihrer Umgebung jeden Haushalt besuchen“, berichtete Valencia weiter.

Verfolgung kann die Kirche aufwecken

Der Gesetzesentwurf an sich ist für den G.O.D.-Koordinator ein klarer Versuch, gegen die biblischen Werte und alles, für das die Bibel und die Kirche stehen, vorzugehen. „Wie es scheint, wird die Kirche immer stärker angegriffen und begrenzt. Doch so wie Gott in der Bibel die Verfolgung nutzte, damit sich die Kirche auch in anderen Städten ausbreitete, kann Gott diese Art von Einschränkungen nutzen, damit die Kirche Mexikos aufwacht.“

Quelle: jesus.ch

12.05.2016

Sexueller Missbrauch: Zeuge Jehovas verurteilt

Im Jahr 2005 hat ein Zeuge Jehovas aus Greifswald einen Jungen mehrfach sexuell missbraucht. Dafür wurde der heute 53-Jährige am Dienstag zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Seine Gemeinde soll von den Taten gewusst haben, schwieg aber jahrelang.

Das Amtsgericht Greifswald hat den Mann wegen sexuellen Missbrauchs an einem Kind zu einem Jahr und zwei Monaten auf Bewährung sowie einer Geldstrafe von 900 Euro verurteilt. Damit folgte das Gericht weitgehend dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Der Angeklagte habe ein vollumfängliches Geständnis abgelegt und es so dem Opfer erspart, vor Gericht aussagen zu müssen, so Richter Wittke. Er zeige erkennbare Reue und habe seit 2005 keine weiteren Straftaten begangen.

Der Greifswalder gestand, im Jahr 2005 an einem damals elfjährigen Jungen in zwei Fällen sexuelle Handlungen vorgenommen zu haben. Mit dem Jungen habe ihn eine „väterliche Freundschaft“ verbunden, die „zu direkt, zu nah“ gewesen sei, sagte der Angeklagte. Er bereue diese Taten und gab an, sich bei der Familie entschuldigt zu haben.

Weitere Vorwürfe

Einem damals 14-jährigen Jungen soll er zudem Geld geboten haben, damit ihn dieser oral befriedigt. Der Angeklagte wurde von diesem Vorwurf freigesprochen, da es lediglich bei einem Versuch geblieben und dieser zum Zeitpunkt der Tat nicht strafbar war.

Die Ostsee-Zeitung hatte zuvor berichtet, dass der Mann sich während „religiöser Zeremonien im Greifswalder Königreichssaal der Zeugen Jehovas“ an den Jungen vergangen haben soll. Der Verteidiger des Angeklagten und Richter Daniel Wittke äußerten sich dazu überrascht. „Das kann ich nicht der Akte entnehmen“, so Wittke.

Wie der 53-Jährige aussagte, habe er nach den Vorfällen eine langjährige Therapie begonnen. Er sei in seiner Kindheit von seinem Vater und seinem Bruder missbraucht worden. Mit seinem Therapeuten habe er besprochen, sich von Kindern fernzuhalten. Er fühle sich nicht mehr zu Kindern hingezogen.

Zeugen Jehovas reagierten spät

Der Angeklagte war Mitglied bei den Zeugen Jehovas. Etwa ein Jahr nach den Missbrauchsfällen habe er sich an die „Ältesten“ gewandt und die Taten gestanden. Diese reagierten erst Jahre später und schlossen ihn 2012 aus der Gemeinde aus.

Die Kirche dürfe er noch besuchen, allerdings nicht mehr in Greifswald, um seinem Opfer nicht zu begegnen. Zudem sei es Teil seiner Strafe, dass die Gemeindemitglieder nicht mit ihm sprechen.

Quelle: nordkurier

11.05.2016

Russlands beispiellose Aktion: Zentrale von Jehovas Zeugen droht die Schließung

ST. PETERSBURG (Russland): Russische Behörden haben jetzt zum ersten Mal damit gedroht, die Zentrale von Jehovas Zeugen zu schließen.

In einer offiziellen Verwarnung vom 2. März 2016 drohte die russische Generalstaatsanwaltschaft, „die Religionsgemeinschaft aufzulösen“, sollten Jehovas Zeugen nicht innerhalb von zwei Monaten die „begangenen Rechtsverletzungen“ unterbinden, die von der Regierung als „extremistisch“ eingestuft worden waren.

Jaroslaw Siwulski, ein Sprecher von Jehovas Zeugen in Russland, erklärt dazu: „Sollte unsere Zentrale geschlossen werden, würde sämtliches Eigentum beschlagnahmt und die Religionsausübung von Jehovas Zeugen schließlich verboten werden.“

Die Ironie dabei: Die Androhung, die Zentrale zu schließen, fiel fast zeitgleich auf den 25. Jahrestag der ersten rechtlichen Registrierung von Jehovas Zeugen in Russland. Am 27. März 1991 wurde die Zentrale, die in Solnetschnoje liegt (40 Kilometer nordwestlich von St. Petersburg), eingetragen und am 29. April 1999 erfolgte die erneute Registrierung. Die Androhung zur Schließung ist der jüngste Schritt in dem aggressiven Vorgehen der Regierung gegen Jehovas Zeugen. Im letzten Jahr verwehrten ihnen die Zollbehörden Importe von religiöser Literatur, darunter auch russische Bibeln.

Außerdem verbot Russland als einziges Land der Welt die offizielle Website von Jehovas Zeugen (jw.org). „Das Anti-Extremismus-Gesetz wird fälschlich auf die Religionsausübung von Jehovas Zeugen in Russland angewandt“, so Herr Siwulski. „Jehovas Zeugen fechten diese Entscheide an. Wir wollen unsere Religion in Frieden ausüben und unser biblisches Bildungswerk in Ruhe durchführen, so wie wir es die vergangenen 125 Jahre getan haben.“

Allerdings sind russische Behörden wegen ihrer „Symbiose“ mit der russisch-orthodoxen Kirche gegenüber Jehovas Zeugen zunehmend feindlich eingestellt. Nach Aussagen internationaler Medien trägt die „enge Verbindung zwischen der Regierung und der russisch-orthodoxen Kirche“, so die New York Times, zu aggressivem Verhalten und verschärfter Gesetzgebung bei, um die Aktivitäten von Jehovas Zeugen und anderen religiösen Minderheiten zu unterdrücken.

Die Nachrichtenagentur Associated Press berichtet: „Durch die jüngsten Schritte [der Regierung] gegen Jehovas Zeugen in Russland wurden auch Menschenrechtler alarmiert.“ Gemäß der Presseagentur Reuters sind solche Maßnahmen eine von vielen „gegen Zeugen Jehovas und etliche andere, die in dem großflächigen Netz der strafrechtlichen Verfolgung — möglich durch das russische Anti-Extremismus-Gesetz — gefangen sind“.

Laut einem Beitrag, der im Dezember 2015 in der englischen Zeitung The Independent erschienen ist, wollte man mithilfe des russischen Gesetzes „terroristische Anschläge und Gewalt von Ultranationalisten … verhindern“. Allerdings wird es auch dazu benutzt, „Mitglieder friedlicher Glaubensgemeinschaften zu verfolgen“, wie zum Beispiel Jehovas Zeugen, so erschienen in einem Beitrag vom 20. März 2016 in der Huffington Post.

Jehovas Zeugen haben sich wegen dieser Missstände an russische Gerichte und den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gewandt. Allerdings hat Russland laut Aussage eines Beitrags in der Moscow Times vom 25. März 2016 ein neues Gesetz verabschiedet, das „russischen Gerichten das Recht gibt, Entscheidungen von internationalen Gerichten aufzuheben“.

Jehovas Zeugen nutzen die Zentrale in Russland, um kostenlose biblische Bildung für russische Bürger zu organisieren und zu fördern. Außerdem unterstützen und koordinieren erfahrene Geistliche von dort aus humanitäre Hilfsaktionen von anderen Zeugen Jehovas in Russland bei einem Katastrophenfall. In Russland leben über 146 Millionen Menschen, davon sind mehr als 175 000 Zeugen Jehovas.

David A. Semonian, Sprecher für Jehovas Zeugen in der Weltzentrale in New York, sagt: „Es enttäuscht uns zutiefst, dass die Regierung sogar damit droht, unsere Zentrale in Russland zu schließen. Jehovas Zeugen und viele andere weltweit sind sehr daran interessiert, wie sich der Fall entwickelt.“

Quelle: meinbezirk

Viele aufrichtige Zeugen Jehovas fragen sich:

  • Hat die „Organisation Gottes“ wirklich noch den Segen Jehovas?
  • Gemäß Matthäus 28:18 hat Christus Jesus „alle Gewalt im Himmel und auf der Erde“ – warum hat er „Gottes Organisation“ nicht beschützt?
  • Handelt der Schöpfer oder Jesus Christus wirklich mit dieser Organisation?
  • Kann Gott sein Vorhaben durch „seine Organisation“ auf Erden nicht gegen die Machenschaften des Teufels und seiner Dämonen durchsetzen?
  • Hat der Herr nicht in Matthäus 10:19 und 20 versprochen, dass der Geist Gottes durch wahre Christen vor Gericht sprechen wird, auch wenn diese nicht wissen sollten, wie sie zu antworten haben? Sollte Gottes Geist nicht vor Menschen immer klüger und weiser sein als alle menschlichen Argumentationen und damit immer zum Erfolg führen?
  • Stehen die Gerichte nicht in ihrer relativen Stellungen, die Gott selbst ihnen gegeben hat?
  • Warum sprechen die Beweise gegen Zeugen Jehovas vor Gericht?
  • Warum werden Jehovas Zeugen als fundamentalistische und extremistische Sekte von neutralen Behörden beurteilt, während andere Kirchen und christlichen Gemeinden geduldet werden?

10.05.2016

Kindesmissbrauch bei Zeugen Jehovas vor Gericht

Missbrauchsprozess vor dem Amtsgericht Greifswald: Ein heute 53 Jahre alter Mann aus der Hansestadt soll sich im Jahr 2005 während religiöser Zeremonien im Greifswalder Königreichssaal der Zeugen Jehovas an zwei Kindern, beides Jungen, vergangen haben.

Einer der Jungen war zum Tatzeitpunkt zwölf Jahre alt, ihn soll der Angeklagte zweimal missbraucht haben. Der andere Junge war 2005 älter als 14 Jahre, aber noch nicht volljährig. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Stralsund, Martin Cloppenburg, bestätigte die Anklage. Der Prozess beginnt am Dienstag. Angesetzt ist ein Verhandlungstag.

Nach OZ-Informationen soll es neben diesem einen Fall noch weitaus mehr Missbrauchsfälle bei den Zeugen Jehovas gegeben haben. Die Rede ist von mindestens 20 Übergriffen. Allerdings haben sich bis auf die beiden jungen Männer, die heute Anfang und Mitte 20 sind, keines der Opfer zu einer Aussage und Anzeige durchringen können.a

Kenner der Vorgänge bei den Zeugen Jehovas sprechen von Einschüchterung der Opfer oder möglicher Zeugen, sollten sie bei Gericht aussagen. „Kindesmissbrauch muss hart bestraft werden, denn in unserer Bibel steht, dass wir unsere Kinder schützen und auf sich achten müssen“, sagten Mitglieder der Religionsgemeinschaft gegenüber der OZ.

Quelle: OZ

Mitglied der Zeugen Jehovas soll Jungen missbraucht haben. Ein Mann soll zwei Jungen in Greifswald missbraucht haben. Eine entscheidende Rolle hat dabei anscheinend seine Religion gespielt.

Am Greifswalder Amtsgericht findet am Dienstag ein Prozess wegen Missbrauchsvorwürfen gegen einen 53-Jährigen statt. Laut Ostsee-Zeitung soll der Angeklagte im Jahr 2005 „während religiöser Zeremonien“ im Greifswalder Königreichssaal der Zeugen Jehovas zwei Jungen sexuell missbraucht haben. Zum Tatzeitpunkt war einer der Jungen zwölf Jahre alt, der andere älter als 14.

Quelle: Nordkurier

09.05.2016

Vermehrt fragen aktive Zeugen Jehovas in Kliniken nach der Möglichkeit einer anonymen Bluttransfusion. Immer öfter scheint der selbst ernannten leitenden Körperschaft der Gehorsam verweigert zu werden, da Mitglieder die aktuellen Lehren der Wachtturm-Gesellschaft für falsch einstufen.

Vertrauliche Bluttransfusion

Vermehrt treten Mitglieder der Gemeinschaft der Zeugen Jehovas an die behandelnden Ärzte heran und fragen nach den Möglichkeiten einer vertraulichen Bluttransfusion. Die Durchführung vertraulicher Bluttransfusionen muss gewährleistet werden.

Das heißt, Zeugen Jehovas sollten in jedem Fall die Option haben, vertraulich eine Transfusion zu erhalten, ohne dass Angehörige oder andere Dritte hiervon erfahren. Wichtig ist, dass die Dokumentation einer erfolgten Bluttransfusion aus haftungsrechtlichen Gründen dennoch immer zu erfolgen hat. Der Wille des Patienten zur vertraulichen Behandlung ist von allen Mitarbeitern zu Lebzeiten des Patienten und auch nach seinem Tod strikt zu beachten. Dies gilt auch für Patientendokumentation und Patientenakten (Stichwort: Sperrvermerk). Auch bei der Erstellung von Rechnungen ist die Vertraulichkeit nach Möglichkeit zu wahren.

07.05.2016

So setzen die Zeugen Jehovas Aussteiger unter Druck

NÜRNBERG – Wenn sie an Bahnhöfen stehen, an Haustüren klingeln oder für Vorträge werben, wirken sie harmlos. Doch ehemalige Mitglieder der Zeugen Jehovas, der Rosenkreuzer und ähnlicher Gruppen berichten von viel Druck und „sektenähnlichen Strukturen“.

Um anderen beim Ausstieg zu helfen, haben sie einen Verein gegründet. Klaus T. (Name geändert) ist einer von denen, die es geschafft haben, sich von der Gruppe zu lösen. Jahrelang hatte der heute 39-Jährige die Regeln der Zeugen Jehovas befolgt, hatte nach einer erfolgreichen Ausbildung auf ein Studium verzichtet und statt dessen an Haustüren geklingelt oder am Nürnberger Hauptbahnhof die einschlägigen Broschüren hoch gehalten.

Durch sein Engagement stieg er sogar bis zum „Ältesten“ auf und war damit eine Art „geistiger Führer“ bei den Zeugen Jehovas. Jahrelang habe er auf den angekündigten Weltuntergang oder genauer gesagt auf die Entscheidungsschlacht Harmagedon  gewartet, sagt T.. Doch irgendwann kamen ihm Zweifel, die schließlich zu seinem Ausstieg führten. Jetzt will er anderen helfen, die sich lösen wollen.

Denn die Trennung ist für die Betroffenen oft nicht leicht. „Die meisten fallen in ein Loch, weil ihre komplette Weltanschauung zusammen fällt“, sagt der Heilpraktiker für Psychotherapie, Michael Göhring. Das gelte nicht nur für die Zeugen Jehovas, sondern auch für andere vergleichbare Gruppen.

Vorsicht ist geboten

Genaue Zahlen gibt es zwar nicht, doch geht der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen davon aus, dass in Deutschland rund 300 religiöse Sondergemeinschaften und Psychokulte mit 1,5 bis 2,5 Millionen Mitgliedern aktiv sind. Nicht alle sind problematisch, deshalb sollen Checklisten bei der Einschätzung helfen.

Die Zeugen Jehovas sieht allerdings auch die evangelische Kirche in Bayern kritisch. „Sie sind Propheten der Angst“, sagt der Beauftragte für Sekten- und Weltanschauungsfragen, Matthias Pöhlmann.

Die starke Abschottung von der Außenwelt sei vor allem dann problematisch, wenn jemand die Gemeinschaft verlassen will. „Zu Abtrünnigen sollten die Mitglieder nämlich keine Kontakte haben.“ Deshalb stünden Aussteiger häufig vor dem Nichts. Klaus T. hat deshalb gemeinsam mit anderen Betroffenen den Verein „Seelnothilfe“ gegründet. Auch eine Selbsthilfegruppe trifft sich einmal im Monat in den Räumen der Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen KiSS (Am Plärrer 15). Das nächste Treffen ist für den 15. Mai um 14 Uhr geplant.

Quelle: Nordbayern

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Er starb an Opiat-Überdosis. Zuvor verweigerte er wegen Religion alle Medikamente.

„Ich glaube nicht an den Tod. Ich glaube an das ewige Leben.“ So Prince (†  57) anno 1999 im Talk mit ÖSTERREICH-Redakteur Zeidler. Jetzt ist das Pop-Genie tot. Am Donnerstag um 9.43 Uhr wurde er im Aufzug seines Anwesens Paisley Park tot aufgefunden. Die Folgen einer Überdosis nach schwerer Grippe.

Zuvor hatte der strenggläubige Zeuge Jehovas wochenlang jegliche ärztliche Hilfe verwehrt. Das bestätigt Manager Robin Lee: „Aufgrund seines Glaubens hat Prince Medikamente verweigert, die ihm möglicherweise das Leben gerettet hätten.“

Erst die letzten Tage seines (s)exzessiven Lebens wurde er mehrmals in der Medizinabteilung eines Walgreen-Supermarktes unweit seines Studios gesehen.

Der Glaube, der ihn nun das Leben gekostet hat, hat ihm schon 1996 seinen Sohn genommen. Boy Georgy starb eine Woche nach der Geburt am Pfeiffer-Syndrom, weil Prince Ultraschall und Medikamente strikt verweigerte.

Schon sein Sohn starb, weil Prince Ärzte verweigerte

Schon letzten Freitag war Prince ins Krankenhaus eingeliefert worden. Nach einem Konzert in Atlanta musste sein Privatjet in Quad Cities, Illinois, notlanden. Nur 48 Kilometer oder 2 Flugminuten von daheim entfernt! In der Notaufnahme des Trinity Moline Hospitals spritzten ihm die behandelnden Ärzte eine Substanz, die typischerweise bei einer Überdosis Opiate verabreicht wird. Laut TMZ sollte Prince nach der Behandlung noch 24 Stunden zur Beobachtung im Spital bleiben. Da dem Exzen­triker aber kein Privatzimmer zugeteilt wurde, sei er nach drei Stunden wieder abgereist. Ein fataler Fehler.

„Wartet mit Beten“

Tags darauf stand er wieder auf der Bühne. „Ich bin noch am Leben und einigermaßen gesund. Wartet noch ein paar Tage, bevor ihr umsonst betet“, scherzte er. Fünf Tage später war er tot. Sein Glaube kostete ihn das Leben.

Quelle: oe24

30.04.2016

Teilerfolg der Wachtturm-Gesellschaft im Campos-Fall vor US-Berufungsgericht aber die Verpflichtung zur Vorlage geheimer Missbrauchsdokumentation besteht weiter!

In dem Prozess Lopez gegen die Wachtturmgesellschaft der Zeugen Jehovas (WTG) hat das von Gesellschaft angerufene US-Berufungsgericht (Fourth District Court of Appeal) entschieden, dass die Geldstrafe von mehr als 13 Mio. USD unangemessen sei und den Fall zur Neuverhandlung an das zuständige Gericht San Diego Superior Court zurückverwiesen.

Das Gericht in San Diego hatte die hohe Geldstrafe verhängt, nachdem sich die Wachtturmgesellschaft geweigert hatte, dem Gericht die geforderten Dokumente zu Fällen des sexuellen Missbrauchs von Kindern in den eigenen Reihen zu überlassen.

Der Kläger Jose Lopez hatte gegen die Wachtturmgesellschaft Klage eingereicht, weil sie über den an ihm über lange Jahre begangenen sexuellen Missbrauch durch den Mitzeugen Gonzalo Campos informiert gewesen sei, aber nichts zu seinem Schutz unternommen habe.

Sein Anwalt Irwin Zalkin hatte den Antrag gestellt, dass die Wachtturmgesellschaft ihre Dokumentation über sexuellen Missbrauch an Kindern in ihren Reihen vorlegen solle, da das Verhalten der Gesellschaft offenbar eine langjährig geübte Praxis sei, was für die Beurteilung der Verantwortlichkeit von Bedeutung sei. Diesem Antrag hatte das Gericht stattgegeben und auf die Weigerung der Gesellschaft hin die genannte Geldstrafe verhängt.

Nunmehr konnte die WTG in ihrer Anfechtung einen Teilerfolg erzielen. Das Berufungsgericht gab ihrer Argumentation zwar statt, allerdings nur hinsichtlich der Höhe der verhängten Strafe. Zunächst hätte versucht werden sollen, die Vorlage der verlangten Dokumente mit „angemesseneren Mitteln“ durchzusetzen, so die Auffassung der Berufungsrichter.

Dagegen stemmt sich jedoch die Wachtturmgesellschaft unverändert und verweigert, wie auch im Falle der Aussageverweigerung von Gerrit Lösch deutlich geworden ist, jeglichen Einblick in die Dokumentation der Organisation über Missbrauchsfälle in den eigenen Reihen.

In ihrer ablehnenden Stellungnahme zur Einvernahme von Lösch versuchte die WTG darzulegen, dass er als Mitglied der leitenden Körperschaft nichts mit der eigentlichen Führung der Gesellschaft zu tun habe. Er sei eher als geistiges Mitglied anzusehen, vergleichbar dem Dalai-Lama, und könne von daher als Zeuge keine Aussage zu dem infrage stehenden Sachverhalt tätigen.

Soweit es die eigentliche Existenz der Missbrauchsdokumente betrifft, besteht dagegen kein Zweifel. Bereits im laufenden Verfahren von Lopez hatte der Vertreter der WTG eingeräumt, dass diese Aufzeichnungen vorhanden sind, ihre Überlassung an das Gericht jedoch unmissverständlich verweigert.

Die WTG werde sich keiner diesbezüglichen gerichtlichen Anordnung fügen, erklärte ihr Anwalt.

Aus Sicht der Gesellschaft erscheint dieses Verhalten verständlich, da davon ausgegangen wird, dass eine Offenlegung der unter Verschluss gehaltenen Fälle für sie der Öffnung der mythischen Pandora-Büchse gleichkommen würde. Zumindest, soweit es die darauf für sie zu erwartenden Übel betrifft.

Die frühere Mitarbeiterin in dem Wachtturmhauptquartier in Brooklyn, Barbara Anderson hatte bereits vor Jahren darüber berichtet, dass der Gesellschaft weltweit mehr als 20.000 Fälle von Kindesmissbrauch in ihren Versammlungen bekannt seien, die entsprechenden Akten jedoch geheim gehalten würden. Und das, ohne dass behördliche Maßnahmen eingeleitet wurden oder die Organisation auf andere Weise wirkungsvoll eingeschritten sei.

Ob der jetzt demonstrativ gezeigten Verweigerungshaltung der WTG letztendlich Erfolg beschieden sein wird, darf getrost bezweifelt werden. Das Gericht in San Diego hat bereits zu erkennen gegeben, dass es unverändert auf Vorlage der Dokumente besteht und seine Forderung mit entsprechenden Sanktionen auch durchzusetzen gedenkt.

Am Ende einer vorbedachten und vom Berufungsgericht so verlangten Kette von milderen Sanktionen bis zu härteren Maßnahmen, dürfte man schon bald vor der gleichen Situation stehen wie zuvor, sollte die WTG unverändert halsstarrig bleiben. Vielleicht kommt es sogar wieder zu einer Geldstrafe in gleicher Höhe.

Für die Wachtturmgesellschaft geht es schließlich um mehr – erheblich mehr:

„Sie wollen nicht, dass die ganze Welt erfährt, dass sie über den sexuellen Missbrauch in ihrer Organisation seit Jahrzehnten informiert waren und sich nur verzweifelt darum bemühten, alles zu vertuschen,“ sagt der Anwalt des Klägers Lopez, Irwin Zalkin.

Dem ist nichts hinzuzufügen!

23.04.2016

Jehovas Zeugen – Das Ende der Welt bis 2040?

Ein Helfer der leitenden Körperschaft, Kenneth Flodin, betrachtet in seinem Vortrag das Thema: „Die Generation die nie vergehen wird“. Dabei untersucht er die Abhandlung von Brd. Splane der leitenden Körperschaft und setzt erneut ein „Datum“ für das Ende des „Systems der Dinge“. Laut seiner Aussage dauert dieses System wohl kaum noch bis 2040 an! Obwohl Jehovas Zeugen viele Daten veröffentlicht haben, wann das Ende kommt, und sich so zu falschen Propheten Jehovas gemacht haben, begehen sie erneut wieder diese schwere Sünde gegen Gott und der Lehre Christi und spekulieren über ein neues Datum mit Veranschaulichungen für die Berechnung des Tages Gottes.

21.04.2015

Die Wachtturm-Gesellschaft konnte sich in Grossbritannien gerichtlich nicht durchsetzen, und die Wohlfahrtskommission darf weiter bezüglich allfälliger Missbräuche ermitteln. jwvictims.org leitet das Schreiben des Hauptermittlers der Wohlfahrtskommission, Jonathan Sanders, weiter. In britischer Höflichkeit appeliert dieser an Betroffene aus England und Wales, ihm ihre Erfahrungen zu Missbrauch und insbesondere zum Umgang der Organisation mit den Vorfällen mitzuteilen.

Die Wohlfahrtskommission in Grossbritannien ist eine Aufsichtsbehörde, die sämtliche Behauptungen zu Missbrauch oder Missmanagement in einer Organisation, die einen gemeinnützigen Status inne hat, beaufsichtigt und überprüft.

Wie bereits in einem anderen Beitrag ausgeführt, zog die Kommission bereits vor einigen Jahren eine Überprüfung der Zeugen Jehovas in Betracht, was von der Wachtturmgesellschaft vor Gericht angefochten wurde. Im März dieses Jahres erhielt die Kommission ein positives Urteil: sie kann mit ihren Überprüfungen fortfahren.

Heute Morgen (19. April 2016) verschickte der Hauptermittler Jonathan Sanders folgende Email betreffend der Überprüfung:

Sehr geehrte Damen und Herren

ich hoffe, Sie sind alle wohlauf. Es ist strahlend sonnig hier in London, ich hoffe, das lässt sich auch über Ihre Region in der Welt sagen. 

Wir machen weiterhin gute Fortschritte in unseren Untersuchungen zu Schutz und Wohltätigkeit bei den Zeugen Jehovas. Es freut mich, Ihnen mitteilen zu können, dass wir ferner auch Fortschritte betreffend der Beschwerden, die wir bezüglich Führung und der erbrachten Gemeinnützigkeit der Wachtturm Bibel- und Traktat-Gesellschaft in Grossbritannien erhalten haben, verzeichnen können. Ich freue mich, Ihnen in Bälde weitere Informationen zu diesen beiden Punkten zukommen zu lassen.

Ich möchte nun gerne Menschen befragen, die Erfahrungen haben (und untenstehende Kriterien erfüllen) und mich wissen lassen könnten, ob sie bereit wären, eine offizielle schriftliche Erklärung zu verfassen. 

• direkte Erfahrung aus erster Hand

• zu Schutz und Sicherheit (safeguarding)

• in gemeinnützigen Tätigkeiten im Zusammenhang mit Gemeinden der Zeugen Jehovas

• in England oder Wales

• nach 2011

• und NICHT aktuell durch Polizei oder ein Straf- und Zivilgericht untersucht

Ich weiss, dass es viele Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen gibt. Ich möchte Ihnen versichern, dass ich die Informationen, die Sie mit mir bis heute geteilt haben, sehr wertschätze. Ich hoffe, wir können unseren Kontakt aufrechterhalten, sodass wir miteinander über den weiteren Verlauf der Untersuchungen kommunizieren können. Auf jeden Fall gehe ich davon aus, dass ich mich in nicht allzu ferner Zukunft wieder melden werde mit weiteren Aufrufen an Zeugen, die unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben.

Ich anerkenne auch, dass viele Menschen nicht in der Lage sind, eine Erklärung oder Stellungnahme abzugeben. Bitte fühlen Sie sich in keinster Weise von mir unter Druck gesetzt, etwas zu tun, das Sie nicht für richtig halten (oder das für Sie nicht stimmt). Gestatten Sie mir, Ihnen zu versichern, dass die Informationen, die Sie (bereits) geteilt haben, für uns von unschätzbarem Wert sind, um unsere Untersuchungen weiterzuführen.

Einige von Ihnen haben mir bereits direkt oder indirekt Angabe zu Ihren Erfahrungen zukommen lassen. Ich bin Ihnen dafür sehr dankbar. Ich bin mir der Notwendigkeit bewusst, dass jegliche Schritte, die wir unternehmen, durch beste Beweise untermauert werden (müssen). Daher wende ich mich nun an Sie und frage, ob Sie vielleicht mitarbeiten könnten bei der Übertragung Ihrer Emails und Briefe in öffentliche Statements. 

Wenn sich Ihre Erfahrungen im oben Beschriebenen spiegeln, wäre ich Ihnen äusserst dankbar, wenn Sie in Betracht ziehen, mit mir Kontakt aufzunehmen, sodass ich Ihnen mehr Informationen über die nächsten Schritte geben kann. Ich würde ein persönliches Treffen ins Auge fassen und Ihre Ausführungen entgegennehmen. Ich würde (sicher) keine Fragen zu Details des Missbrauchs stellen, sondern vielmehr dazu, wie die Verwalter der gemeinnützigen Gemeinden mit den Vorfällen umgegangen sind.

Ich weiss, es ist viel, worüber Sie nun nachdenken möchten, daher lassen Sie es mich bitte wissen, wenn Sie irgendwelche Fragen dazu haben. Ich wäre sehr erfreut, mich auch Fragen zu anderen Aspekten Ihrer Arbeit zu stellen, oder mich einfach auf den Stand des Wissens bringen zu lassen.

Halten Sie Sorge zu sich.

Jonathan

Jonathan Sanders

Leitung Untersuchung, Monitoring & Durchführung

Wohlfahrts-Kommission

Email: jonathan.sanders@charitycommission.gsi.gov.uk

Tel: 0300 065 2075

Web: www.charitycommission.gov.uk

Add: Charity Commission | PO Box 211 | Bootle | L20 7YX“

(Ende des Schreibens von JS)

Bitte beachten Sie die oben erwähnten Anforderungen: Diese gelten für Personen in England und Wales, und J. Sanders sucht Erfahrungen, die nach 2011 erfolgt sind. Falls die Bedingungen auf Sie zutreffen, nehmen Sie bitte direkt mit Herrn Sanders per Email Kontakt auf und besprechen Sie Ihre Anliegen/Sorgen.

Wie ich bereits oben erwähnt habe (Link), kann die Kommission nur dann gegen eine Organisation vorgehen, wenn ihr starke Beweise vorliegen. Es ist daher umso wichtiger für Opfer in Grossbritannien, mit Herrn Sanders Kontakt aufzunehmen.

Ich werde diese Informationen zur oben verlinkten Seite zufügen und möchte Sie bitten zu helfen, diese Information zu verbreiten, insbesondere unter britischen Ex-Zeugen-Gruppen via soziale Medien. Wenn Sie Fragen zu Herrn Sanders Email haben, kontaktieren Sie ihn bitte direkt bzw. ich forwarde ihm die Information so, wie ich sie erhalte. Danke.

Quelle: JWVictims

21.04.2015

Jehovas Zeugen – Körperschaft des öffentlichen Rechts (KdöR)

„Sie sind kein Teil der Welt, so wie ich kein Teil der Welt bin“ (Johannes 17:15, 16). Entgegengesetzt der Lehre Christus haben Jehovas Zeugen durch Rechtsstreit vor Gerichten den weltlichen Titel „Körperschaft des öffentlichen Rechts (KdöR)“ jahrelang erkämpft. Seit Dezember sind die Zeugen Jehovas jetzt auch in Bremen als „Körperschaft des öffentlichen Rechts“ anerkannt. Damit sind sie rechtlich den Kirchen gleichgestellt. Lange hat sich Bremen dagegen gewehrt. Über die Bedeutung der Anerkennung der umstrittenen Religionsgemeinschaft sprechen wir im Studio mit der Religionswissenschaftlerin Gritt Klinkhammer.

20.04.2016

Jehovas Zeugen – Das Leben danach

Jehovas Zeugen werben täglich dafür eine christliche Religionsgemeinschaft zu sein. Die Liebe wird offiziell in ihren Reihen groß geschrieben. Doch wie ergeht es Menschen, die die Gemeinschaft von Jehovas Zeugen verlassen haben? Wie ist das Leben danach? Wie wirkt sich die jahrelange Isolation, Fremdsteuerung des Glaubens, und dogmatische Lebenseinstellung auf einen Gläubigen aus, wenn er beginnt ein normales Leben ohne die Gruppe zu führen? Eine Aussteigerin berichtet, wie sie selbstständig zu denken begann, von Grund auf alles neu erlernen musste, und wie sich die Lebensqualität nachweisbar gesteigert hat.

20.04.2016

25 Jahre war Hildegard Laimer Mitglied der Zeugen Jehovas – bis zu ihrem Rauswurf im vergangenen Jahr. Die 52-Jährige aus Lana über Gehirnwäsche, Manipulation und ihren Kampf um Aufklärung.

Hildegard Laimer steht die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben: „Ich habe im wahrsten Sinne des Wortes meinen Glauben verloren.“ 25 Jahre lang war die zweifache Mutter aus Lana Mitglied der Zeugen Jehovas.

„Ich war immer schon sehr neugierig, ich wollte Antworten auf meine vielen Fragen. Mich haben Religionen interessiert, daher habe ich mich auch viel damit beschäftigt“, erzählt die 52-Jährige. Bei den Zeugen Jehovas fand sie Antworten: „Sie nehmen die Bibel als Vorlage und geben mit ihr auf jede Frage eine Erklärung.“ Heute sagt sie: „Alle Antworten sind so zurechtgelegt, dass sie in ihr Konzept passen. Die Wachturmgesellschaft missbraucht die Bibel, um Menschen zu manipulieren und auszunutzen.“

Das sah Laimer am Anfang nicht: 1989 schloss sie sich der Religion an, sie war von der Bibel „begeistert.“ Jahrelang hat sie das Buch der Bücher tagtäglich studiert und viel Zeit für die Religionsgemeinschaft investiert. Sie ging von Haus zu Haus, um Mitglieder anzuwerben und Broschüren zu verteilen. „Wie viel ich an Spendengeldern abgegeben habe, kann ich nicht mehr sagen. Tatsache ist, dass sich die Wachturmgesellschaft mit den Spendengeldern ihrer Mitglieder bereichert hat“, sagt die Frau.

Vor einem Jahr habe sich dann die wahre Liebe unter den Zeugen Jehovas gezeigt: „Mein Mann geriet unter betrieblichen Stress, musste deswegen auch nach einem Unfall für längere Zeit ins Krankenhaus.“, sagt Laimer, „In dieser Zeit hat man uns fallengelassen. Wir waren nicht mehr nützlich, weil wir nicht mehr spenden und für sie arbeiten konnten.“ Das Ehepaar Laimer wurde vor drei intern ernannte Richter zitiert – und schlussendlich von der Gemeinschaft ausgeschlossen.

Wenn sie jetzt an die vergangenen Jahrzehnte zurückdenkt, kann sie sich ihre Begeisterung nicht mehr erklären. Im Gegenteil: „Erwachet!“ nennt sich eine Zeitschriften der Religionsgemeinschaft. „Erwacht bin nun auch ich“, sagt sie. Ihr jetziges Resümee ist bitter: „Die Religionsgemeinschaft benutzt die Mitglieder, lässt sie für sich arbeiten und ist ein gut aufgebautes Machtsystem, das Frauen unterdrückt und nur darauf ausgerichtet ist, immer mehr Anhänger zu überzeugen, Geld zu liefern. Es wird Gehirnwäsche betrieben und Angst geschürt.“

Die Mitglieder treffen sich allwöchentlich zu Versammlungen – diese sind für jedes Mitglied Pflicht. „Bei diesen Zusammenkünften wird einem das Paradies als Lohn versprochen. Es gibt nur Gebote und Verbote und alles wird von oberster Liga abgesegnet“, schildert Laimer.

Eigentlich aber gehe es um etwas anderes: Bei den Treffen wird gelehrt, wie man Broschüren an den Mann bringt. „Es gibt permanente Schulungen, es wird instruiert, wann und wie oft man nach dem ersten Hausbesuch wiederkommen soll“, so Laimer.

Die Broschüren zur Mitgliederakquirierung müssen von den Zeugen Jehovas selbst finanziert werden. „Es wird Buch geführt, wer wie viele Broschüren erworben hat. Auch die Arbeitsstunden für die Gemeinschaft werden detailliert aufgelistet. Ist den Oberen die Leistung zu gering, wird den Gläubigen ein schlechtes Gewissen eingeredet. Es entsteht ein Konkurrenzkampf unter den Mitgliedern.“

Die Religion funktioniere nach einem patriarchalischen System: Die Männer können sich vom Studierenden zum Gehilfen bis zur Führungskraft vorarbeiten und dann noch weiter auf der Karriereleiter hochklettern. Frauen hingegen sind den Männern untergeordnet, sie haben nur Vorgaben einzuhalten: „Äußere Erscheinung, Verhalten und sogar die Gedanken werden vorgegeben. Als Frau ist man nichts, man hat nur die Aufgabe, neue Mitglieder zu gewinnen.“

Weltweit besitzt die Organisation eine Vielzahl von Immobilien, Bauwerken und Versammlungsräumen, Baukomitees aus Anhängern der Religionsgemeinschaft arbeiten kostenlos. „Alle Spendengelder für Immobilien gehen an die Organisation“, sagt Laimer, „uns gehört nichts, wir dürfen die Gebäude nur nutzen. Jeder Einzelne wird zum Spenden genötigt, es wird Buch geführt. Es ist eine Manipulationsmaschinerie, die sogar die Kinder dazu bewegt, ihr Taschengeld abzugeben.“

Im Jahresbuch werden nicht nur Spenden sondern auch die Arbeitsstunden jedes Einzelnen festgehalten und veröffentlicht. „Viele arbeiten nur mehr Teilzeit, um ihre Zeit der Gemeinschaft zur Verfügung stellen zu können. Für diese Stunden wird man nicht entlohnt, auch ist man nicht versichert, mit den entsprechenden Folgen im Alter. Alles wird im Namen Gottes gerechtfertigt“, erzählt Laimer.

Diese Unterdrückung hat die Familie Laimer jahrelang im guten Glauben toleriert: „Nach Jahren bei den Zeugen Jehovas hat man nur mehr dort Freunde. Von Andersgläubigen isoliert man sich immer mehr.“

Ihre beiden Töchter haben sich im Jugendalter von dieser Gemeinschaft distanziert. „Ich ließ ihnen immer ihre freie Entscheidung“, sagt die Mutter heute, „sie wollten von dieser Religion nichts wissen. Für mich war das nicht schlimm. Ich und mein Mann wurden jedoch als schlechte Eltern abgestempelt“.

Auch nach dem Ausschluss aus der Gemeinschaft hoffte Familie Laimer auf das Verständnis der anderen Mitglieder. „Wir wollten unsere Freunde aufklären, was da alles abläuft“, erzählt die 52-Jährige, „Aber ihnen wurde verboten, mit uns zu reden, sie durften uns nicht mal mehr grüßen. Das letzte Mal drohte man uns sogar an, die Polizei zu holen und uns rauschmeißen zu lassen“, ist Laimer enttäuscht.

Erst dadurch entfernte sich das Ehepaar von der Religionsgruppe. „Anfangs taten wir uns schwer. Wir hatten abseits dieser Gesellschaft keine Freunde mehr, wir fühlten uns isoliert. Aber heute bin ich froh und frei: Ohne Angst und Druck kann ich mein Leben genießen.“

Das Ehepaar will nun auch anderen die Augen öffnen. „Wir können nicht mehr still sein. Wir wollen, dass alle wissen, wie das System funktioniert“, sagt Laimer. Sie ist nicht die einzige: „Im Internet sind haufenweise Erfahrungsberichte mit den Zeugen Jehovas zu lesen. Alle waren zuerst geblendet von der vorgegaukelten heilen Welt – bis sie erwachten“.

Quelle: tageszeitung.it

18.04.2016

Jehovas Zeugen – Strafprozess wegen Kindesmissbrauch!

Candace Conti klagte an, die Führer der Zeugen Jehovas haben sie nicht vor einem vorbestraften Pädophilen geschützt, der sie als Kind missbraucht hatte. Die Wachtturm-Organisation bestreitet das vor Gericht! Sehen Sie eine berührende Dokumentation auf ABC-News!

13.04.2016

Ein theokratisches Panama? Die Wachtturm-Gesellschaft bunkert Spendengelder im Steuerparadies Cayman Islands! Welche Gründe gibt es dafür? Warum gerade dort?

Die Wachtturmgesellschaft der Zeugen Jehovas hat hohe Geldbeträge aus den Spenden-einnahmen ihrer Gläubigen über einen Hedgefonds im Steuerparadies Cayman Islands angelegt. Sollen Gewinne der Steuer hinterzogen werden?

Was in den Ohren von gläubigen Zeugen Jehovas noch vor nicht allzu langer Zeit als böswillige Verschwörungstheorie geklungen haben mag, hat sich inzwischen als nicht mehr zu leugnender Fakt herausgestellt: Die Wachtturmgesellschaft, ihre von ihnen so hoch angesehene irdische Vertreterin Gottes, hat im Jahr 2007 den Betrag von 40 Mio. USD über den Hedgefonds K2 STB Funds Limited ihres damaligen Betriebskapitals von knapp 500 Mio. USD im Steuerparadies Cayman Islands angelegt.

Diese Daten konnten kürzlich der Mitteilung an die staatliche US-Behörde Securities and Exchange Commissioni entnommen werden.

Bereits früher waren Hinweise bekannt geworden, die darauf hindeuteten, dass die mit dem Status einer steuerbefreiten Religion in den USA tätige und registrierte Wachtturmgesellschaft sich mit Spendengeldern an gewagten Spekulationen auf dem Markt der Risiko-Hedge-Fonds beteiligt hat.

Investorenlisten bei internationalen Zusammenkünften von Hedgefonds in London haben in vergangenen Jahren zweifelsfrei Teilnehmer der Wachtturmgesellschaft ausgewiesen, wobei allerdings bislang noch kein Nachweis über ein konkretes finanzielles Engagement in Erfahrung gebracht werden konnte.

Diese Situation hat sich mit dem Bekanntwerden der Erklärung an die US-Finanzbehörden geändert. Die entsprechende Meldung wurde von der Watchtower Bible and Tract Society of Pennsylvania mit Sitz in Columbia Heights, Brooklyn, New York vorgenommen, so dass an der Richtigkeit der Aussage kein Zweifel mehr besteht.

Warum die Finanzbehörden jedoch trotz Kenntnis darüber, dass die steuerbefreite Religionsgesellschaft, die gehalten ist, ihre finanziellen Überschüsse satzungsgemäß für die als gemeinnützig anerkannten Zwecke zu verwenden, bislang nicht eingeschritten sind, ist eine noch immer offene Frage.

Ihre Beantwortung wird angesichts der jetzt öffentlich bekannt gewordenen Tatsache, dass die Religionsgesellschaft mit Spendengeldern risikofreudige Spekulationen eingeht und hohe Beträge in das Ausland schafft, um die erzielten Gewinne nicht versteuern zu müssen, immer dringlicher.

Zudem hat das Auftreten als Makler in eigener Sache bei dem angestrebten Verkauf von Immobilien in New York den einmal zuerkannten Status der steuerbefreiten Gemeinnützigkeit fragwürdig erscheinen lassen.

Warum ist bislang niemand eingeschritten?

Es kann nur gemutmaßt werden, dass in den USA bislang offenbar noch immer „alte Freund-schaften“ und gute Beziehungen zu Regierungskreisen, die bis in die Zeit des Mitbegründers Charles Taze Russell zurückreichen, für einen gewissen Schutz des Wachtturms sorgen.

Allerdings ändert sich die Lage für die Wachtturmgesellschaft in anderen Teilen der Welt sehr schnell und sehr gravierend zu ihrem Nachteil.

In Großbritannien wird ihre Gemeinnützigkeit derzeit ganz offiziell infrage gestellt und in Australien sieht sie angesichts der aus den zahlreichen Vertuschungsfällen von Kindesmissbrauch resultierenden finanziellen Forderungen schweren Zeiten entgegen.

Es bleibt nur noch abzuwarten, wie lange die Behörden im Mutterland der Wachtturmgesellschaft dem munteren finanziellen Treiben dieser als Religion getarnten Wirtschaftsunternehmung noch länger zuschauen wollen und können, wenn die Empörung in der Öffentlichkeit weiterwächst.

01.04.2016

Jehovas Zeugen geben zu pädophile Täter geschützt zu haben, durch die Vernichtung der Unterlagen über dokumentierten Kindesmissbrauch in den eigenen Reihen!

SYDNEY – Zeugen Jehovas räumen Vertuschung von Missbrauch ein:  Die Zeugen Jehovas in Australien haben die systematische Vernichtung von Dokumenten über den sexuellen Missbrauch Minderjähriger eingeräumt.

Man habe vermeiden wollen, dass die Aufzeichnungen in „falsche Hände fallen“, sagte ein Leitungsverantwortlicher der Religionsgemeinschaft, Max Horley, laut australischen Medien am Montag vor dem staatlichen Untersuchungsausschuss zur Aufklärung des Umgangs mit Missbrauchsfällen.

Seit 1950 seien den Zeugen Jehovas 1006 Fälle von Kindesmissbrauch bekanntgeworden. Alle diese Fälle seien intern behandelt worden, statt sie bei der Polizei anzuzeigen, so Horley. Man sei sich nicht bewusst gewesen, dass es sich um ein „kriminelles Vergehen“ handle. Schon zuvor waren in der Kommission Vorwürfe laut geworden, die Zeugen Jehovas hätten wiederholt übergriffige Verantwortungsträger in andere Positionen verschoben, um Missbrauch zu vertuschen. Eine Frau sagte laut Medien als Zeugin vor der Kommission, man habe sich bei den Zeugen Jehovas über sie lustig gemacht und ihr die Schuld gegeben, nachdem sie den Missbrauch gemeldet habe.

Die Untersuchungskommission war 2013 von der damaligen Premierministerin Julia Gillard eingesetzt worden. Im Dezember 2017 soll sie ihren Abschlussbericht vorlegen.(KNA)

Quelle: morgenpost.de

Australien – Zeugen Jehovas vertuschten über Jahrzehnte sexuellen Missbrauch

Bei den Zeugen Jehovas in Australien gibt es einen großen Missbrauchsskandal. Das wurde durch die Arbeit einer Untersuchungskommision enthüllt.

Offenbar wurden Fälle sexueller Gewalt an Kindern über Jahrzehnte hinweg nur intern untersucht, aber nie an die Polizei gemeldet. Die Zeugen Jehovas in Australien haben offenbar Kindesmissbrauch von mehr als 1000 Tätern jahrzehntelang vertuscht.

Die Fälle liegen weit zurück, sie haben sich teilweise in den Fünfzigerjahren ereignet. Allerdings gab es darüber Aufzeichungen und protokollierte Zeugenaussagen. Zur Rechenschaft gezogen wurden die Täter dennoch nicht.

Offenbar wurden in den Reihen der Zeugen Jehovas Missbrauchsfälle über Jahrzehnte hinweg systematisch vertuscht, wie unter anderem mehrere australische Medien und Radio Vatikan berichten. Das hat eine Untersuchungskomission jetzt enthüllt, die für die Aufarbeitung von Vergewaltigungsfällen in kirchlichen und weltlichen Organisationen in Australien zuständig ist.

Max Horley, ein wichtiger Funktionär der Zeugen in Australien, hat vor der Kommission in Sydney eingeräumt, dass Dokumente, die den Missbrauch belegen hätten können, vernichtet wurden. Der Grund: Sie sollten „nicht in falsche Hände geraten“.

Fälle wurden nur intern behandelt

Seit 1950 seien bei den Zeugen Jehovas 1.006 Anschuldigungen wegen Kindesmissbrauch dokumentiert worden. Doch anstatt die mutmaßlichen Täter bei der Polizei anzuzeigen, seien alle Fälle nur intern behandelt worden. Wie ein australisches Newsportal schreibt, sind infolge der internen Untersuchungen sogar 400 Mitglieder der Zeugen Jehovas vorübergehend aus der Gemeinschaft ausgeschlossen worden. Doch Kommissionsmitglied Angus Stewart zufolge ist kein einziger Vorfall den Behörden gemeldet worden.

Schon zuvor, so schreibt es Radio Vatikan, seien Vorwürfe gegen die Zeugen Jehovas laut geworden. So seien nach Missbrauchsskandalen wiederholt hohe Funktionäre an andere Orte versetzt worden, um die Ereignisse zu vertuschen.

Zwei-Zeugen-Regel

Opfer erzählen auch, dass es bei den Zeugen Jehovas eine Regel gibt, der zufolge ein Übergriff immer von zwei Personen bezeugt werden muss – eine Bedingung, die sich im Fall von sexuellem Missbrauch fast nie erfüllen lässt. Eines der Opfer, eine 47-jährige Frau, die in den Akten nur mit dem Kürzel „BCB“ bezeichnet ist, hat vor der Kommission geschildert, wie sie bei einer internen Gegenüberstellung mit ihrem Peiniger konfrontiert wurde. „Ich musste über meinen Missbrauch sprechen, in einem Raum voller Männer, darunter war auch der Mann, der mich missbraucht hatte, das war sehr demütigend“.

Die Aussagen von etwa 60 Zeugen sollen jetzt in die Untersuchungskommission einfließen, die sich am Montag zum ersten Mal in einer öffentlichen Sitzung mit den Zeugen Jehovas beschäftigte. Gegründet wurde sie bereits im Jahr 2013 von der damaligen Premierministerin Julia Gillard, nachdem bekannt wurde, dass in der katholischen Kirche der sexuelle Missbrauch von Kindern und Jugendlichen über Jahre hinweg systematisch totgeschwiegen wurde. Im Dezember 2017 soll die Kommission ihren Abschlussbericht vorlegen.

Quelle: süddeutsche.de

01.04.2016

Jehovas Zeugen – Kontaktabbruch: Die Ächtung der eigenen Kinder

Ein Interview vom regionalen Kongress 2015. Es wird als löblich dargestellt, das eigene Kind für Lapaliengründe zu ächten und den Kontakt vollständig abzubrechen. Unchristliches Verhalten wird an den Tag gelegt, entgegengesetzt den warnenden Worten des Christus. Jedes Jahr werden Jehovas Zeugen ausgeschlossen und so dem sozialen Tod überliefert durch den vollständigen Kontaktabbruch von Familienangehörigen und Freunden. Viele werden so in den Suizid geführt! Diese menschenverachtende Behandlung, die auch gegen die Menschenrechte verstößt, führen Jehovas Zeugen aufgrund der indoktrinierten Glaubensüberzeugung der leitenden Körperschaft jährlich aus.

12.03.2016

Dokumentation: Die Ächtung der Zeugen Jehovas und ihre katastrophalen Folgen

Eine Dokumentation über Robert und Janet Bryant. Beide wuchsen als Zeugen Jehovas auf und verliebten sich ineinander. Kurze Zeit nach dem Robert Bryant sich Janet zur Frau nahm und sie heirateten, wurde er von der Gemeinde zum Ältesten ernannt. Robert war anders als andere Älteste in seiner Versammlung. Er übernahm nicht nur seine Pflichten, sondern zeigte besonderes Engagement für seine Brüder und Schwestern. Im Dienst traf Robert auf eine EX Zeugin Jehovas, die ihm erzählte, dass sie von einem Glaubensbruder vergewaltigt wurde, sie jedoch ausgeschlossen wurde, weil sie nicht um Hilfe schrie – für die Versammlung gilt sie bis heute als Ehebrecherin. Die Ereignisse spitzen sich für Robert und seinen  Glauben immer weiter zu.

07.03.2016

Aussageverweigerung von Gerrit Lösch kostet der Wachtturm-Gesellschaft 13,5 Mio. US Dollar

Im Nachgang zu dem Prozess Jose Lopez gegen die Wachtturmgesellschaft der Zeugen Jehovas (WTG) in den USA gegen Ende 2014 ist kürzlich bekanntgeworden, dass die Höhe des Urteils entscheidend auf die Weigerung von Gerrit Lösch, als Zeuge vor Gericht zu erscheinen und auszusagen, zurückgeht.

Was nach deutschem Recht als Versäumnisurteil gilt, entspricht in den USA weitgehend einem “default judgment”. Richterin Lewis, die in dem Verfahren den Vorsitz führte, entschied sich angesichts der fortgesetzten Weigerung der WTG für diesen Fall relevante Dokumente vorzulegen und der Aussageverweigerung von Gerrit Lösch dazu, die Wachtturmgesellschaft der Zeugen Jehovas zu einer außergewöhnlich hohen Geldstrafe von 13,5 Mio. USD zu verurteilen.

Der WTG war vom Kläger Lopez vorgeworfen worden, den an ihm in den 80er und 90er Jahren durch Gonzalo Campos begangenen sexuellen Missbrauch über die Ältesten der Versammlung in San Diego ermöglicht und geduldet zu haben.

Campos hatte die gegen ihn erhobenen Vorwürfe im Jahr 2013 bei seiner Vernehmung in Mexiko eingeräumt und sich darauf berufen, dass die Ältesten seiner Versammlung ihm erlaubt oder ermöglicht hätten, mit Kindern weiterhin zu „studieren“, obwohl ihnen seine pädophile Neigung bekannt gewesen sei.

Bereits im Jahr 1986 hatte er den sexuellen Missbrauch von Lopez und den an einem weiteren Kind zuvor gegenüber den Ältesten „gebeichtet“. Ungeachtet dessen blieb sein Geständnis nicht nur folgenlos, nein, er machte auf der theokratischen Erfolgsleiter weitere Karriere und wurde im Jahr 1993 sogar selbst zum Ältesten ernannt.

Angesichts dieser Umstände und der für sie bedrückenden Beweislage sah die WTG offenbar keine andere Möglichkeit mehr als die, die Zusammenarbeit mit dem Gericht zu verweigern. Von besonderem Interesse ist, welche Begründung für das Nichterscheinen vor Gericht von dem Mitglied der höchsten Leitungsebene der Zeugenorganisation, Gerrit Lösch, abgegeben wurde.

Wie dem erst jetzt veröffentlichten dreiseitigen Schreiben von Lösch zu entnehmen ist, bestreitet dieser, mit „dem Wachtturm etwas zu tun zu haben“ und er deswegen auch nicht für diese Organisation Stellung nehmen könne. Er ging so weit zu behaupten, dass diese „zu keinem Zeitpunkt eine Autorität über ihn hatte oder noch hat“.

Wie kann man oder muss man diese Stellungnahme werten?

Es ist wohl zutreffend, dass Lösch als Einzelperson über keine Autorität verfügt, Entscheidungen für die Wachtturmgesellschaft in ihrer Gesamtheit zu treffen. Verschwiegen wird jedoch, dass er ein Teil des Entscheidungsgremiums der Organisation ist und war und von daher im Zusammenwirken mit den anderen Mitgliedern der leitenden Körperschaft sehr wohl Einfluss auf den Entscheidungsprozess hat. Seine Einlassung muss daher als ausweichend und unehrlich gewertet werden.

Jeder aufrichtige Zeuge würde schockiert sein, wenn er erfährt, mit welch fragwürdigen und sogar unwahren Behauptungen sich ein Mitglied der leitenden Körperschaft, des höchsten Gremiums seiner Glaubensgemeinschaft, davor drückt, eine Aussage vor Gericht zu machen, eine Aussage, die auch als Verteidigung der Organisation dienen könnte.

War es nicht Jesus Christus selbst der gesagt hat, dass “…man Euch den örtlichen Gerichten ausliefern wird und Ihr in Synagogen geschlagen und um (s)meinetwillen vor Statthalter und Könige gestellt werdet, ihnen zu einem Zeugnis“?

Und hier drückt sich ein hochrangiger Zeuge Jehovas davor, Zeugnis abzulegen? Mehr noch, er distanziert sich von der Gesellschaft, die sich als Gottes Vertreterin auf der Erde ansieht und streitet nahezu jede Beziehung zu ihr ab. Wie muss man dies verstehen?

Sehr wahrscheinlich ist es so, dass sich die leitende Körperschaft von der Wachtturmgesellschaft, die sie doch angeblich führt und kontrolliert, distanzieren will, um sich selbst der gerichtlichen Verantwortung für diesen Fall des sexuellen Missbrauchs von Kindern und weiteren Klagen zu entziehen.

Ob diese Strategie langfristig erfolgreich sein wird, darf bezweifelt werden. In dem vorliegenden Fall muss man wohl eher von einer Bauchlandung der in vermeintlich höheren Gefilden angesiedelten leitenden Körperschaft ausgehen.

05.03.2016

Gedächtnismahl 2016 – Das richtige Datum?

Dieser Artikel stützt sich auf das Arbeitsheft der Zeugen Jehovas von März 2016. Alle Bibeltexte sind falls nicht anders angegeben aus der Neuen-Welt-Übersetzung.

Es ist doch sehr vorbildlich des Todes Jesus Christus zu gedenken. Jesus Christus hat sein Leben gegeben „im Austausch gegen viele“.

Doch interessanterweise feiern Zeugen Jehovas dieses „Abendmahl“ am 23.03.2016!

Ein Problem? Nun ja, zunächst einmal ist zu nennen das das Abendmal laut jüdischem Kalender nicht am 23.03 sondern am 22.04.2016 statt findet.

Jetzt stellt sich die Frage: Wenn Zeugen Jehovas Kalender lesen können, warum wird dann nicht das Abendmahl am richtigen Tag gefeiert?

Bisher feiern Zeugen Jehovas bereits das Abendmahl des Herrn auf die gleiche Art und Weise wie Satanisten (Schwarze Messe, Teufelsmesse). Auch dort werden die Symbole gereicht und auf gleiche Art und Weise wie bei Zeugen Jehovas abgelehnt um die Abscheu vor Jesus Christus zu zeigen.

Daran denkt kein Zeuge Jehovas. Was hat dies aber jetzt mit dem Datum des Gedächtnismahls 2016 zu tun. Wenn man etwas Nachforschung anstrebt fällt auf das Satanisten vom 20.-25. März 2016 diverse Festivitäten die unter die Begriffe: Fest des Tieres an dem 16 Mädchen zur Braut Satans werden.

An Vollmond jedoch, welcher am 23.03.2016 ist „feiern“ sie die Verspottung des Todes Jesus Christus und die Ablehnung der Auferstehung von Jesus!

Interessanterweise wird zum einen per Datum Jesus abgelehnt und zum anderen wird das Fest wie bei Satanisten gefeiert: Die Ablehnung der Symbole!

Die Frage die ich mir in diesen zwei Zusammenhängen stelle ist warum Jehovas Zeugen konkret das Datum 22.04 ablehnen obwohl der 22.04 klar im jüdischen Kalender als 14. Nisan ausgewiesen ist.

Zeugen Jehovas verschwenden enorm viel Zeit darauf „zu Beweisen“ das der jüdische Kalender falsch ist, beziehen sich aber an anderen Stellen auf den jüdischen Kalender und stützen ihre Berechnungen darauf. Kürzlich nannte jemand als Begründung des anderen Datums, dass Jehova sein Volk verworfen habe und daher nach dem gregorianischen Kalender gerechnet werden muss und nicht nach dem jüdischen. Aber stimmt das wirklich? Hat Jehova sein Volk wirklich verworfen? Und wie kann es sein das Zeugen Jehovas dennoch viel auf den jüdischen Kalender stützen?

Ich frage also: Gott hat doch nicht etwa sein Volk verworfen? Das geschehe nie! Denn auch ich bin ein Israelit, vom Samen Abrahams, vom Stamm Bẹnjamin. Gott hat sein Volk nicht verworfen, das er zuerst anerkannt hat.„(Römer 11:1, 2)

Jehova hat also sein Volk nicht verworfen. Auch der gregorianische Kalender stimmt nicht mit dem Datum (23.03.15 – 14. Nisan) überein!

Warum Zeugen Jehovas ein falsches Datum wählen kann ich nicht beantworten da ich leider nur bis vor die Stirn der leitenden Körperschaft sehe und nicht in ihren Verstand bzw. ihr Gehirn.

Die beste Erklärung finden wir in Gottes Wort selbst:

Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt immer wieder die Gestalt eines Engels des Lichts an. Es ist daher nichts Großes, wenn auch seine Diener immer wieder die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit annehmen. Ihr Ende aber wird gemäß ihren Werken sein.“ (2. Korinther 11:14, 15)

Für mich ist damit wieder ein eindeutiger Hinweis gegeben das die leitende Körperschaft in Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit auftritt. Diese Diener sind untergebene von Satan der sich selbst oft genug als Engel des Lichts ausgibt. Das würde bedeuten das die leitende Körperschaft das tut was Satan im Sinn hat und nicht „Gottes Gedanken denkt“.

Damit macht die leitende Körperschaft ihre eigene „christliche Lehre“ erneut zur Makulatur!

Quelle: wahrheitstreu.de

Für einen aufrichtigen Zeugen Jehovas stellen sich die Fragen:

  • Warum feiern Jehovas Zeugen das „Gedächtnismahl“ bzw. das „Abendmahl des Herrn“ nicht am 14. Nisan, so wie es sonst immer Brauch war?
  • Wieso orientiert man sich bei der Berechnung des „richtigen Tages“ an dem Stand des Mondes? Wissen Jehovas Zeugen nicht, dass diese Tradition von den Juden stammt, die wiederum die Gesetze von Moses umsetzten, der selbst aus dem ägyptischen Haus stammt, mit den Festen und Bräuchen der Ägypter vertraut war, so wie ihren Gottheiten, und dass diese den Mondgott JAH angebetet haben, ebenfalls zur Mondwende bzw. Neumond?
  • Ist es nicht ein seltsamer Zufall, dass sowohl Jehovas Zeugen als auch Satanisten das Abendmahl zur selben Zeit feiern, eine Zeit in der man Christus verspottet, die Symbole rumreicht aber sich deren Einnahme enthält? Ist es nicht seltsam, dass beide Gruppierungen das exakte Datum des 14. Nisan damit ablehnen und zu einer Zeit feiern, in der es nicht üblich ist, da es mit der Mondanbetung und Verhöhnung des Sohnes Gottes und dem Schöpfer selbst in Verbindung steht?
  • Jesus hat nicht geboten, dass Abendmahl zu feiern, aber sich dessen Symbolik zu entsagen, nicht von dem Mahl zu nehmen, weshalb die Frage entsteht, warum Jehovas Zeugen sich der Symbole, und damit das ewige Leben, entsagen?
  • Kann man das Abendmahl bei Zeugen Jehovas, so wie bei Satanisten auch, als „Anti-Abendmahl“ bezeichnen, denn wer ein Mahl begeht, jedoch nicht davon isst bzw. trinkt, kein Teilhaber der damit verbundenen Verheißung ist, sowie nicht in Gemeinschaft mit dem Herrn lebt?
  • Ist das Abendmahl des Herrn für den Schöpfer und für Christus Jesus überhaupt annehmbar, wenn es zu der Zeit gefeiert wird, wo Satanisten, Diener des Teufels, sich des Mahl’s entsagen, um so die Ablehnung zum Herrn zu symbolisieren?
  • Jehovas Zeugen lehnen das Kreuz als heidnisches Symbol ab, obwohl der Marterpfahl ebenfalls heidnisch ist, doch ist das Kreuz das Symbol der Auferstehung und damit ein „Hass-Symbol“ für Satan und seine Dämonen; sie ernähren sich nicht von dem Symbolen des Herrn, dass ewiges Leben geben wird, und es ist auffallend, dass viele Zeugen Jehovas schwarze Augen haben, d.h. Augen die das Licht nicht reflektieren (Lukas 11:34-36), was die Dunkelheit im Leib beweißt – ist es nicht seltsam, dass diese drei starken Indizien deutlich zeigen, dass Jehovas Zeugen, insbesondere die leitende Körperschaft, die diese Regeln ins Leben gerufen hat, wahre Wölfe in Schafspelzen sind, die zwar den christlichen Anstrich wahren, jedoch innerlich wie „Totengebein“ und voller „Unwahrheit“ sind, so wie der Herr es eins selber ausdrückte?
  • Verschließt die leitende Körperschaft nicht so den Weg in das Königreich Gottes, genau so, wie es die Pharisäer zu Jesu Zeiten ebenfalls taten, und der Herr sie dafür verurteilte und deutlich lehrte, dass sie ewige Vernichtung in der Gehenna erleiden werden? Warum sollte der Sohn Gottes bei Jehovas Zeugen anders reagieren, bei ihnen eine Ausnahme machen?
  • Ist es nicht paradox weltweit Millionen von Menschen zu einem „Mahl“ einzuladen, in der man während der Feier lehrt, sich nicht von diesem Mahl ernähren zu dürfen, weil man selbst nur „Nutznießer“ sein kann, und damit ein stiller Beobachter des Mahl’s, von dem sich Jehovas Zeugen im Allgemeinen enthalten? Wo liegt bei diesem „Mahl“ der Unterschied zur schwarzen Messe von Satanisten, die ebenfalls die Symbole rumreichen, jedoch niemand davon nehmen will?
  • Wie denken YHWH und Jesus Christus darüber, wenn man, obwohl man es ganz genau weiß, den 14. Nisan als Datum ablehnt, und das Gedächtnismahl zu einer Zeit feiert, in der man klar und deutlich erkenntlich macht, von Gott, Christus Jesus, dem ewigen Leben und ihrer Gemeinschaft, Abstand zu nehmen und sie zu verhöhnen und zu verspotten?
  • Sollten weltweit Zeugen Jehovas es nicht aus biblisch geschultem Gewissen ablehnen, das Abendmahl dieses Jahres am 23.03.2016 zu begehen, sondern rund einen Monat später, am 14. Nisan, dem 22.04.2016, zu feiern?

Weitere Informationen: Jehovas Zeugen – Das Abendmahl des Herrn

01.03.2016

Die Schlinge um den Hals von JWORG zieht sich in England immer weiter zu. Augenblicklich wird von Regierungsseite die Gemeinnützigkeit (KdöR) massiv hinterfragt.

Die Übersetzung stammt von einem  aktiven Zeugen Jehovas, der mehrfach versicherte, dass sich mittlerweile große Verunsicherung unter deutschen Zeugen breit macht. Die Führungsebene lässt ihre Schäfchen völlig im Unklaren und versucht auch dieses brisanten Thema als Lügenpropaganda „Ehemaliger“ abzutun.

Allerdings sind die offiziellen Untersuchungen ebenfalls in England sehr weit gediehen und es ist nicht abwegig festzustellen, dass Steuernachzahlungen in großer Höhe auf die Zweigniederlassung durchaus warten.

Im vereinigten Königreich (UK) entwickeln sich die Dinge für die WTG vom Schlechten zum Schlimmeren. Die UK Gemeinnützigkeitskommission überprüft zur Zeit den Status der WTG in UK, welche dort als gemeinnützige Organisation geführt wird, sowie die New Moston Versammlung, welche auch als gemeinnützige Vereinigung geführt wird. Ziel der Untersuchung ist, wie die WTG gefährdete Kinder und Erwachsene schützt. Die Untersuchung erfolgt auf Grund eines Vorfalls in der New Moston Versammlung, bei welcher der ehemalige Älteste und verurteilte Sexualstraftäter Jonathan Rose beteiligt war. Ihm wurde gestattet, das Opfer bei einer religiösen Verhandlung direkt zu befragen, basierend auf den Richtlinien der WTG.

Anstatt mit der Kommission zusammenzuarbeiten, was ein klares Signal der WTG wäre dass es nichts zu verheimlichen gibt, hat sie mit Hand und Fuß dagegen angekämpft, dass eine Untersuchung stattfindet. Nachdem alles gescheitert ist, wurde das Verfahren an das Beschwerdegericht abgegeben.

Am 10.02.2016 gab die Gemeinnützigkeitskommission ein Stellungnahme heraus, um ihre Untersuchung zu verteidigen. Dort heißt es auszugsweise:

„Die Kommission untersucht inwieweit Sicherheitsvorkehrungen der WTG Kinder und Erwachsene gefährden. Es wurde versucht, Zugang zu den erfassten Gemeinnützigkeitsberichten seit 2014 zu bekommen. Die WTG bezweifelt die Rechtmäßigkeit der Anfrage und der Abforderung von Dokumenten. Die heutige Anhörung ist ein Teil des langwierigen Rechtsstreits gegen die Kommission. Die Kommission hat dargelegt, dass das Gericht für gemeinnützige Organisationen der geeignete Verhandlungsort ist. Das Gericht wurde darauf hingewiesen, falls es anders entscheidet, werden finanzschwächere Organisation im Zugang zu Gerichten behindert, da das Verfahren am Gericht für gemeinnützige Organisationen weniger kostenintensiv ist.“

Um es klar hervorzuheben, die WTG als registrierte gemeinnützige Organisation, will aus bestimmten Gründen nicht, dass die Kommission für gemeinnützige Organisationen Zugang zu ihren Aufzeichnungen erhält. Alle die dieses Thema gelegentlich verfolgen, sind sich bewusst, warum die WTG wert darauf legt, dass die Aufzeichnungen im Dunkeln bleiben.

Das letzte Mal, als diese Aufzeichnungen veröffentlicht wurden (Australien), war deren Inhalt erschreckend. Die Kommission fügt hinzu:

„Wir fordern Menschen auf, welche durch die Richtlinien der WTG in Versammlungen in England und Wales betroffen sind, Kontakt mit dem Vorsitzenden des Untersuchungsausschusses – Jonathan Sanders – aufzunehmen.“

28.02.2016

Das registrierte Logo JWORG wird immer mehr zum goldenen Kalb der Zeugen Jehovas. Wurde früher vor der Verehrung von Symbolen gewarnt und als Götzendienst hingestellt, ist es jetzt ganz hip sich an dieser Götzenverehrung zu beteiligen. Hier eine kleine Auswahl von Torten und Co.

Quelle: Foren und Facebookseiten betrieben von aktiven Zeugen Jehovas.

22.02.2016

Kindesmissbrauch: Jehovas Zeugen im Schatten der Sünde

„Jehovas Zeugen im Schatten der Sünde“, so lautet der Titel des aufrüttelnden TV-Beitrags im portugiesischen Fernsehen über jahrelange vertuschte Missbrauchsfälle bei Kindern. Wie immer bei weltweit brisanten Themen, die ans Eingemachte gehen, wollte die portugiesische Niederlassung der Zeugen Jehovas trotz Interview Zusage letztendlich keine Stellung nehmen. Wahrscheinlich ist es ihnen so peinlich, dass sie im Boden versinken würden. Statt dessen bezeichnete Herr Splane, ein Mitglied der leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas, den Fernsehbericht als Lüge. Pech nur für ihn und seine Glaubensgenossen, dass diese Behauptung zerpflückt wird.

22.02.2016

Warwick: Ein “Elfenbeinturm” auf kontaminiertem Land

Scheinbar hat Jehova Gott seinen Segen entzogen, sonst würden die sowieso schon klammen Zeugen nicht auch noch ihre Weltzentrale auf kontaminiertem Grund und Boden bauen müssen.

Auch das neue Jahr hat für die Wachtturmgesellschaft der Zeugen Jehovas so begonnen, wie das alte Jahr aufgehört hat – mit viel Problemen und weiteren negativen Vorzeichen. Mehr und mehr wird offenkundig, dass die Zeiten ungebrochenen Wachstums und der großen weltweiten Bauprojekte, zumindest für die nächste Zukunft, für die Wachtturmgesellschaft der Vergangenheit angehören.

Mit der Ausnahme ihres neuen Hauptquartiers in Warwick sind alle anderen Vorhaben mehr oder weniger eingefroren worden,  vermutlich um die plangerechte Fertigstellung ihres neuen „Mekkas“ angesichts des gegenwärtigen finanziellen Engpasses nicht zu gefährden.

Aber dafür tun sich neue Schwierigkeiten auf. Wie von Bethelangehörigen in Brooklyn berichtet wird, haben Medienberichte  über eine Kontaminierung des Baugrunds in Warwick aus einem früheren Nickelabbau oder dessen Verarbeitung, die bereits bis in den Monat Juni des vergangenen Jahres zurückreichen, für Unruhe gesorgt.

Hema Easley von der Times Herald-Record hatte berichtet, dass die Wachtturmgesellschaft ein Gerichtsverfahren gegen den vormaligen Besitzer ihres Grundstücks, International Nickel angestrengt habe und Kostenübernahme für die Reinigung und Rekultivierung des kontaminierten Grundstücks sowie für Gerichts,- und Anwaltskosten fordere.

Wie die Wachtturmgesellschaft ausführt, hat International Nickel es unterlassen, das Grundstück von allen, in Jahrzehnten angefallenen Verunreinigungen zu entsorgen. Die Klageschrift erwähne auch die Muttergesellschaft von International Nickel, Vale Americas Inc., und die verbundenen Unternehmen Vale Canada Limited, Precision Castparts Corp., und die Special Metals Corporation.

Die Wachtturmgesellschaft mache geltend, dass die Firma International Nickel Petroleum und Öle, die poly-chlorierte Biphenyle (PCB) beinhalteten, in das Abwassersystem eingeleitet hätten, und darüber hinaus den Boden und das Grundwasser kontaminiert habe.

PCB, was nach Angaben der US-Umweltbehörde EPA unter dem Verdacht stehe, krebsauslösend zu wirken, befinde sich bereits seit 1979 auf der Liste der verbotenen Chemikalien.

Dem Medienbericht zufolge sei bislang nicht bekannt, wann die Wachtturmgesellschaft den Sachverhalt entdeckt habe. Sicher sei in diesem Zusammenhang nur, dass sie die Umweltbehörde im Jahr 2012 über die Bodenvergiftung informiert habe und sich seit dieser Zeit unter Aufsicht der EPA um die Dekontamination bemühe.

Gegenüber ihren eigenen Bediensteten, die mit den Reinigungs- und Abräumarbeiten beschäftigt seien, habe die Wachtturmorganisation dagegen weitgehend Stillschweigen gewahrt.

Mehrere Anfragen seien bislang unbeantwortet geblieben und es dränge sich der Verdacht auf, dass die Arbeiter sich der Gefahr, in der sie sich bei den Bauarbeiten in Warwick befänden, eher nicht bewusst seien.

Quelle: recordonline.com

22.02.2016

Jehovas Zeugen: Das Geld wird knapp

Bau der neuen „Weltzentrale“ und Gerichtsprozesse kosten viel –  die Zeugen Jehovas haben offensichtlich massive Finanzprobleme. Das berichtet der Referent der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW), Michael Utsch (Berlin), in deren Zeitschrift. Als Ursachen nennt er die hohen Kosten für Prozesse wegen Kindesmissbrauchs in den USA, einen angeblich erheblichen Spendenrückgang sowie den hohen Finanzierungsbedarf beim Bau der neuen „Weltzentrale“ in Warwick (Bundesstaat New York).

Deshalb würden die Zeitschriften „Wachturm“ und „Erwachet!“ ab sofort nur noch alle acht Wochen, dafür aber im monatlichen Wechsel erscheinen. Der Umfang beider Printprodukte sei seit 2005 um 57 Prozent reduziert worden. Ein Grund dafür könnte aber auch sein, dass immer mehr Anhänger der Religionssondergemeinschaft digitale Ausgaben nutzten, so Utsch. Aufgrund der Finanzkrise trennten sich die Zeugen Jehovas in Deutschland gegenwärtig in großer Zahl von ihren hauptamtlichen „Vollzeitdienern“ („Sonderpioniere“).

Religionsgemeinschaft in Baden-Württemberg als Körperschaft anerkannt

Einen Erfolg konnte die Gemeinschaft laut Utsch in Baden-Württemberg verbuchen. Nach einem jahrelangen Rechtsstreit wurde sie als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt. Damit folgte die Landesregierung einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts. Nur Bremen und Nordrhein-Westfalen verwehren der religiösen Sondergemeinschaft noch diesen Status. In Deutschland zählen die Zeugen Jehovas rund 166.000 „missionsaktive“ Mitglieder. Hinzukommen rund 66.000 Anhänger, die aus gesundheitlichen oder Altersgründen keinen Missionsdienst leisten können.

Die Zeugen Jehovas glauben nicht an die Göttlichkeit Jesu. Sie lehnen das Feiern von Geburtstagen und kirchlichen Festen wie Weihnachten und Ostern als „heidnische Bräuche“ ab. Die weltweit über acht Millionen Mitglieder verweigern sich Bluttransfusionen ebenso wie dem Militärdienst und der Teilnahme an Wahlen.

Quelle: kath.net

22.02.2016

Das Kontaktverbot der Wachtturm-Gesellschaft und die absurden Folgen

Das ist das Bild von meinem Vater beim Essen. Die Ältesten der Versammlung hatten ihm erlaubt, das wir ihn, obwohl ausgeschlossen, besuchen dürften. Er dürfe aber nicht mit uns gemeinsam essen. Dennoch hatte er für mich essen gemacht aber er konnte nicht mit mir und seinem Enkel an einem Tisch sitzen. Mit mir am Tisch saß nur mein 4 Jahre alter Sohn während mein Vater dort saß und wegschaute.

Warum? Weil in die Wachtturmgesellschaft vorschreibt so zu handeln.

Ich habe dieses Bild am 26. Oktober 2013 auf Facebook gepostet. Die erste Reaktion war, „Ich weiß nicht was ich sagen soll. Das nimmt mich mit. Eine schlimme Religion die alles kontrolliert.“

Minuten später kam eine Flut von Kommentaren und Likes, mit dem Hinweis das ein gutes Bild tausende Worte ersetzt.

Für alle die sich wundern, muss ich ergänzen, dass meine gesamte Familie mich seit dem Jahr 2012 ächtet, nachdem ich die Autorität der leitenden Körperschaft in Frage gestellt habe. Der wohlwollende Gedanke meiner Familie als Reaktion auf meine Zweifel war, mir zu sagen, „Ich wolle ja ein Abtrünniger sein und die Ächtung würde mich sicher wieder zu Verstand bringen.“

Nach dem Tod meiner Mutter, entschied sich mein Vater, der jetzt absolut alleine war, zu den Ältesten in seiner Versammlung zu gehen um nachzufragen ob es erlaubt wäre mich zu besuchen. Diese sagten: da ich sein Sohn bin darf er mich besuchen und in mein Haus kommen. Aber es wurde ihm untersagt über Religion zu reden oder mit mir ein gemeinsames Mahl an dem gleichen Tisch einzunehmen.

Zwei Wochen später rief ich meinen Vater an und fragte ihn, ob ich mit seinem Enkel vorbeikommen kann um ihn zu besuchen. Er stimmte zu und lud mich zum Essen ein. Doch kurz bevor er das Essen servierte, sagte er, dass er nicht mit uns am gleichen Tisch sitzen wird. Nachdem ich ihn fragte warum sagte er es „ist eine Anweisung der Organisation“.

Diese Aussage ermöglichte es mir ca. 30 Minuten mit ihm über meine Gefühle zu sprechen und ihm zu beschreiben, wie viel Leid und Schmerz die Vorschrift der Ächtung für uns alle mit sich bringt. Er hörte aus Anstand zu. Aber er hatte schon auf kognitive Dissonanz umgestellt – nichts von meinen Worten drang zu ihm vor. Genaugenommen machten meine, in diesem Zusammenhang vorgebrachten Argumente, ihm mehr Mut noch strenger den Vorgaben zu folgen. Aber dies wusste ich in diesem Moment noch nicht.

Nach meinen Aussagen, servierte mein Vater ein schmackhaftes Essen für mich und meinen Sohn. Dann entschied er sich, allein in einer Ecke in der Küche zu sitzen und zu essen – uns den Rücken zugewandt. Ich war sprachlos und versuchte zu verstehen, was in seinem Kopf vorging. Das war der Moment, in dem mir klar wurde, dass ich dies fotografieren musste.

Während des Essens überkam mich tiefe Traurigkeit. Aber so schlecht ich mich auch fühlte, mich überkam tiefer Schmerz für meinen Vater. Es muss für ihn noch viel schlimmer gewesen sein. Er ist ein Mann von 80 Jahren und denkt, dass er für seinen Gott handelt. Er denkt, dass er das, was er intuitiv als falsch betrachtet tuen muss, um loyal zur „Organisation Gottes“ zu halten.

Wie auch immer, damit ist die Geschichte noch nicht vorbei. Mein Sohn wächst heran und beobachtet diesen Schwachsinn. Kann die Gesellschaft so blind sein und den Schaden den sie durch Ihre schädliche Ächtungs-Regelung hervorruft – nicht nur für uns Erwachsene, sondern auch für Kinder die an der Situation keine Aktie haben – zu ignorieren?

Während meiner Heimfahrt strömten Tränen über mein Gesicht. Aber ich bin nicht der Einzige der mit dieser Situation kämpfen muss. Heute gibt es Hunderte und Tausende die nicht mehr an die Lügen der Wachturmgesellschaft glauben, mit denen sie uns vergiftete. Heute kennen wir die Wahrheit über die schädlichen Regeln der Wachturmgesellschaft, welche die grundlegenden Menschenrechte von aktiven und ehemaligen Mitgliedern verletzen.

Wir können nicht länger wegschauen und all das Leid und den Schmerz ignorieren, den die Ächtung-Regelung hervorruft. Ich weiß, ich kann es nicht!

Diese extreme Form der Ächtung ist unmenschlich! Diese grausame und unrechtmäßige Strafe – die Handlungsweise einer kontrollwütigen Pseudo-Religion welche sich vor Mitgliederverlust und dem Wegfall von Spendengebern fürchtet.

Mein Ziel ist diese Regel der extremen Ächtung herauszustellen, eine Regel welche die Wachturmgesellschaft öffentlich bei Medien und öffentlichen Stellen bestreitet.

Quelle: bruderinfo.de

22.02.2016 

Entlassene Bethelmitarbeiter in Spanien zum Verzicht auf soziale Rechte genötigt 

Überraschend haben kürzlich auch im spanischen Bethel der Zeugen Jehovas viele Mitarbeiter einen Brief erhalten, in dem ihnen lapidar mitgeteilt wurde, dass ihre Dienste nicht länger benötigt würden. Diese Maßnahme an sich ist keine Besonderheit, da in der zweiten Hälfte 2015 viele hauptamtliche Bedienstete der Wachtturmgesellschaft (WTG), sogenannte Vollzeitdiener, weltweit die Ankündigung erhalten haben, dass sie ihre auf Lebenszeit sicher geglaubte Position verloren haben.

22.02.2016

USA: Die Wachtturm-Gesellschaft geht gegen die Verpflichtung zur Anzeige von Kindesmissbrauch vor 

Angesichts der Vielzahl von Fällen des Kindesmissbrauchs in den eigenen Reihen und den daraus resultierenden finanziellen Forderungen der Geschädigten bemüht sich die Wachtturmgesellschaft in den USA verstärkt um Schadensbegrenzung. Nach Mitteilung des U.S. Departments of Health and Human Services besteht in 45 Staaten auch für Kirchen und Religionsgemeinschaften die Verpflichtung, Fälle von Kindesmissbrauch bei den zuständigen Behörden anzuzeigen

In 32 dieser Staaten lassen die Regelungen allerdings die Möglichkeit offen, sich darauf zu berufen, was man hierzulande als Beichtgeheimnis versteht. In diesen Fällen ist es den betreffenden Kirchen erlaubt, Informationen gegenüber den Behörden zurückzuhalten.

So im Bundesstaat Delaware. Das Recht dieses Staats ist auf den ersten Blick eindeutig. Es verpflichtet jeden Bürger und jede Organisation, Verdachtsfälle von Kindesmissbrauch zu melden. Einzige Ausnahme: Ein Pfarrer erfährt von einer solchen Missetat in einer „förmlichen Beichte“, was sich offenkundig, aber nicht ausdrücklich, auf die katholische Kirche und ihr Beichtgeheimnis bezieht.

Von dieser Möglichkeit will aber auch die Wachtturmgesellschaft der Zeugen Jehovas Gebrauch machen. Sie vertritt den Standpunkt, dass das Privileg des Beichtgeheimnisses auch für ihre Religion gelten müsse. Aus dieser unterschiedlichen Auslegung ist eine rechtliche Auseinandersetzung entstanden, die sich derzeit über die gesamten Vereinigten Staaten erstreckt.

Die Haltung der Zeugen Jehovas, nach der grundsätzlich keine Behörden in Fällen von Kindesmissbrauch in den eigenen Reihen durch die Ältesten einzuschalten seien, es sei denn, es liegt eine ausdrückliche gesetzlich begründete Verpflichtung vor, hat zu einer weiteren Verschärfung der Situation beigetragen, wie aus dem kürzlich verhandelten Fall einer Zeugin in Delaware deutlich wird.

Katheryn Harris Carmean White, eine Mittdreißigerin, hatte gegenüber den Ältesten ihrer Versammlung im Jahr 2013 zugegeben, dass sie wiederholt Sex mit einem vierzehnjährigen Jungen hatte. Die Ältesten hatten ihre Schilderung zur Kenntnis, jedoch von einer Anzeige bei der Polizei Abstand genommen.

Daraufhin hat der Generalstaatsanwalt des Bundesstaates Delaware gegen sie und die Versammlung Anklage wegen Verstoßes gegen die gesetzliche Anzeigeverpflichtung im Falle von Kindesmissbrauch erhoben. Die Verteidigung der Angeklagten berief sich im Gegenzug auf die Ausnahmeregelung des Beichtgeheimnisses. Sie plädierte gegenüber der Obersten Richterin Mary M. Johnston auf Freispruch, da die für die Kirche gültige Regelung auch für die Zeugen gelten müsse. Der Fall solle daher niedergeschlagen werden.

In eidesstattlichen Versicherungen hatten die Ältesten William Perkins und Joel Mulchansingh zuvor erklärt, dass das Opfer von Carmean White sie in einem privaten und vertraulichen Gespräch um „geistigen Beistand“ gebeten hätte.

„In Übereinstimmung mit dem Glauben und den Praktiken der Zeugen Jehovas wird vertrauliche Information vertraulich behandelt, um die Rolle der Ältesten als geistige Hirten der Versammlung nicht zu gefährden“, führten sie in ihren Versicherungen aus.

Das Büro der Staatsanwaltschaft sah dies allerdings anders. Nach ihrer Auffassung hatten das Opfer und seine Mutter keinesfalls eine Beichte abgelegt, als sie den Ältesten den Sachverhalt im Jahr 2013 berichteten. Auch habe die Beschuldigte den Vorwurf erst nach dem Bericht des Opfers gestanden.

Am 26. Januar hat die Richterin den Fall nunmehr entschieden und den Antrag der Verteidigung auf Niederschlagung des Falls zurückgewiesen. Das verpflichtende Gesetz des Staates Delaware könne zwar so ausgelegt werden, dass das Beichtgeheimnis auch für die Zeugen Jehovas gelte, aber das Eingeständnis von Carmean White sei nicht im Sinne einer „förmlichen Beichte“ zu werten.

Die Zeugen Jehovas in den USA haben ihre Weigerung, Fälle des Kindesmissbrauchs vor den Behörden geheim zu halten, wiederholt mit ihrem Recht auf Religionsfreiheit begründet. Im vergangenen Jahr hatte die Wachtturmgesellschaft in diesem Sinne ein Verfahren in Kalifornien eingeleitet, um ihre diesbezüglichen „verfassungsmäßigen Rechte“ durchzusetzen. Auch in anderen Fällen von Anklagen wegen Kindesmissbrauch haben ihre Rechtsvertreter entsprechend argumentiert.

Eine Untersuchung im vergangenen Jahr hat ergeben, dass die Gesellschaft ihre Versammlungen seit 1989 in mindestens zehn schriftlichen Anweisungen aufgefordert hatte, Fälle von Kindesmissbrauch vor den Behörden geheim zu halten.

Das Verfahren in Delaware ist nur eines von den derzeit mehr als einem Dutzend vergleichbaren Fällen, die gegen die Wachtturmgesellschaft in den USA verhandelt werden.

In England und Australien laufen Untersuchungen der Regierungen gegen die Wachtturmregelungen bezüglich der Geheimhaltung von Kindesmissbrauch seit mehr als einem Jahr. Nach Angaben der australischen Ermittler haben es die Vertreter der Wachtturmgesellschaft dort in mehr als 1000 Fällen unterlassen, Verdachtsfälle den Behörden anzuzeigen.

In England werden die Untersuchungen fortgesetzt. In den USA wurden die Namen und die Adressen von mutmaßlichen Tätern protokolliert und fortgeschrieben, diese Angaben jedoch über einen Zeitraum von annähernd zwanzig Jahren unter Verschluss gehalten.

Der Wachtturmgesellschaft wird in zwei in Kalifornien laufenden Verfahren vorgeworfen, den Gerichten ihre Auflistung von Tätern vorzuenthalten. Bislang gibt es keine Erkenntnisse, inwieweit die Strafverfolgungsbehörden gegen die Organisation vorgehen, um in den Besitz dieser Daten zu gelangen.

In Delaware sind Carmean White und ihr Opfer im Februar 2013 von der Versammlung der Zeugen Jehovas ausgeschlossen worden.

Presseinformationen zufolge wurde Carmean White im gleichen Monat, in dem die Mutter des missbrauchten Jungen Anzeige erstattete, inhaftiert. Nachdem sie eingeräumt hatte, ungefähr vierzigmal Sex in einem Zeitraum von zehn Monaten mit dem Jungen gehabt zu haben, wurde sie wegen Vergewaltigung dritten und vierten Grads und wegen Gefährdung des Kindeswohls zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt.

22.02.2016

Aussteiger berichtet: „Es war, als gäbe ich mein Hirn ab“

Die renommierte Schweizer Zeitschrift “ Beobachter“ blickt unvoreingenommen hinter die Fassade der Zeugen Jehovas und lässt einen Aussteiger zu Wort kommen. Interessant ist die Aussage der Pressestelle in Selters. Mir kommt es vor, als wisse die linke Hand nicht was die Rechte gerade so tut. Ist es wirklich so schwer, Aussagen der aktuellen Literatur geistig präsent zu haben? Wie ist es zu erklären, dass die Pressestelle folgendes übersehen hat?

Auszug aus dem Buch „Bewahrt euch in Gottes Liebe“ Seite 207 Veröffentlicht 2008: „Wer Jehova treu sein möchte, sucht nicht nach Vorwänden für Kontakte mit einem ausgeschlossenen Verwandten, der eine eigene Wohnung hat. Aus Herzenstreue gegenüber Jehova und seiner Organisation wird er die biblische Regelung des Gemeinschaftsentzugs nicht unterlaufen.

Über 20 Jahre lang war Rino Zumerle bei den Zeugen Jehovas. Schliesslich stieg er aus – und verlor Frau und Freunde.

Wer sind die Zeugen Jehovas?

Rino Zumerle schlägt ein Restaurant für das Gespräch vor, zu Hause sei nicht aufgeräumt. Wir gehen dann doch in seine Dreizimmerwohnung – sie ist alles andere als unordentlich. Der 63-Jährige lebt allein in Biel. Pflanzen machen das Wohnzimmer gemütlich, eine Buddhafigur sitzt vor dem Fenster, die Wohnwand mit Büchern zeugt von Belesenheit.

Zumerle spricht überlegt, leise. Er fuchtelt nicht mit den Händen, seine Augen suchen stets den Kontakt zum Gesprächspartner. Man könnte versucht sein, ihn einem sozialen Beruf zuzuordnen. Ganz falsch: Zumerle ist seit 1978 IT-Angestellter.

Und der Buddha? «Er strahlt Gelassenheit aus. Aber ich bin Atheist», sagt er bestimmt. «Es gibt kein Leben nach dem Tod. Aber es gibt ein Leben davor, und was wir daraus machen, liegt an uns.» Eine klare Antwort auf eine grosse Frage. Das ist Rino Zumerle: Er sucht Antworten auf solche Fragen. Er interessiert sich für Übersinnliches, für Philosophie. Heute diskutiert er solche Themen im Vorstand des Café Philo Solothurn. Der Verein veranstaltet Diskussionen mit Denkern, dabei philosophiert der Vorstand auch selbst. Zumerle liebt das.

Eine Agenda voller «Zeugen»-Termine

Vor 30 Jahren fand er bei den Zeugen Jehovas Antworten auf seine Fragen. Seine Schwägerin war von zwei «Zeugen» angesprochen worden. Sie erzählte ihrer Schwester davon, die beiden trafen sich mit «Zeugen» zu Bibelgesprächen. «Meine Frau war damals mehr an Gott interessiert als ich», sagt Zumerle. Sie war protestantisch, er katholisch, beide gingen selten in die Kirche. Mit 24 heirateten sie kirchlich, ein Jahr später kam die erste Tochter zur Welt, zwei Jahre darauf die zweite. Zehn Jahre später folgte ein Sohn.

Für die Kinder hatten die «Zeugen» eine bebilderte Bibel dabei, das gefiel den Zumerles. Erst wollte Zumerle seine Frau vom Beitritt abhalten. Doch je mehr er sich mit der Gruppierung beschäftigte, umso mehr überzeugte ihn deren Glauben: «Werte wie Zusammenhalt, Familie oder Gemeinschaft sind ihnen wichtig. Das gefiel mir. Und der Glaube an ein Leben nach dem Tod.»

Aufgewachsen ist Zumerle in Grenchen. Er machte eine Lehre als Maschinenzeichner und bildete sich im Abendstudium zum Maschinenbauingenieur weiter. Schon während des Studiums interessierte er sich für Informatik und fand eine Stelle in der IT-Abteilung eines Uhrenherstellers. Bald bauten die Zumerles ein Haus in der Region. Sein liebstes Hobby war Schach. Als Teenie hatte er es bei den Solothurner Meisterschaften in die vorderen Ränge geschafft.

Schach lag nicht mehr drin, nachdem man den «Zeugen» beigetreten war. Am Dienstag traf man sich privat mit drei, vier Familien zum Bibelstudium. Am Donnerstag versammelte man sich, um Internes aus der Welt der «Zeugen» zu erfahren oder im Missionieren geschult zu werden. Und am Wochenende gab es Treffen für die Öffentlichkeit mit einem Vortrag zu einer Bibelstelle und Betrachtungen zu Artikeln aus der Zeitschrift «Wachtturm». Zudem gings auf Mission von Tür zu Tür. «Die wenigsten tun das gern. Man läuft Gefahr, auf Bekannte zu stossen oder angefeindet zu werden», erzählt Zumerle. Die Kinder waren bei all diesen Aktivitäten immer dabei. Rückblickend sagt er: «Wir steckten in einem Hamsterrad, merkten es aber nicht.»

Die Töchter treten als Erste aus

Nicht nur das Schachspielen hatte er aufgegeben. Alte Freunde waren nicht mehr wichtig, selbst seine Eltern und Geschwister traf Zumerle kaum mehr. Sein Leben spielte sich unter Zeugen Jehovas ab. Bald galt er als Vorbild, man wählte ihn zum Dienstamtgehilfen, dann zum Ältesten. Die «Zeugen» sind hierarchisch strukturiert. Mehrere Älteste leiten eine Versammlung. «Zum Ältesten wird, wer eine intakte Familie hat und als vernünftig, gerecht und eifrig angesehen wird», sagt Zumerle. Als Ältester vermittelte er den Glauben, lehrte, wie man missioniert, und half bei Problemen.

Anfang des Jahrtausends brauchte Zumerle selber Hilfe. Er war in eine Midlife-Crisis geraten und fragte sich: «Was habe ich im Leben erreicht?» Als Zeuge Jehovas verzichtete er auf vieles. Er begann, auch ausserhalb der «Zeugen» nach Antworten zu suchen. 2003 folgte die nächste Krise: Die jüngere Tochter verliess die «Zeugen». «Sie hat lange mit sich gerungen, uns aber nichts davon erzählt.» Zumerle hintersann sich: «Was bin ich für ein Vater, dass mir meine Tochter nichts von ihren Sorgen erzählt?»

Zurückhalten wollte er sie nicht. Kurz darauf trat auch die ältere Tochter aus. Sie hatte mit 18 geheiratet, früh ein Kind geboren, aber die Ehe hielt nicht. Mit der Beziehung starb ihr Glaube. Sie haderte etwa mit dem Gedanken, wie es möglich sei, dass Eltern Gott mehr lieben als ihre Kinder. Das schmerzte. Zumerle sah sich im Dilemma: Zeugen Jehovas sollten den Kontakt zu Ausgetretenen – auch zu engsten Familienmitgliedern – aufs Minimum beschränken. Dazu war er nicht bereit: «Ich sagte zu meinen Töchtern: ‹Ich werde euch nie verstossen.›» Rino Zumerle: «Die meisten Zeugen sind sich nicht bewusst, wie tief sie die Psyche derer verletzen, die sie isolieren.»

Sein Weltbild beginnt zu wanken

Zumerle sah sich nicht mehr in der Lage, der Gemeinschaft als Ältester zu dienen, und gab das Amt ab. Er brauchte Erklärungen für das Verhalten seiner Töchter. Über diese Zeit sagt er: «Erst verharrte ich wie betäubt in einer Starre, war ohne Lebensfreude. Dann wollte ich mich rechtfertigen und forschte in der Literatur der Zeugen Jehovas. Ich begann, die Dinge von verschiedenen Seiten zu betrachten. Mein Weltbild wankte.»

Bei seinen Nachforschungen stiess er auf Widersprüche in den Schriften. Ein Beispiel: Wie alle «Zeugen» glaubte Zumerle an die Auferstehung, daran, dass er zu den Auserwählten gehören würde, die den nahenden Weltuntergang überleben. Seine Kinder waren 2003 ausgetreten. Er fragte sich: «Wenn der Untergang 2002 stattgefunden hätte, wären meine Kinder gerettet. Fände er aber erst 2004 statt, sind sie dann verloren?» «Wir steckten in einem Hamsterrad, merkten es aber nicht.»

Rino Zumerle, ehemaliges Mitglied der Zeugen Jehovas

Er begann, sich vermehrt für das «weltliche» Leben zu interessieren, nahm seltener an den Versammlungen teil, schwänzte den Missionsdienst. Stattdessen erklomm er mit dem Mountainbike die Berge des Jura und lernte, Billard zu spielen. Doch es dauerte bis 2010, ehe er seinen langen Austrittsbrief schrieb. Darin hinterfragte er etwa die Haltung der Wachtturm-Gesellschaft zu Organtransplantationen. Einmal hiess es, solche Eingriffe seien für Zeugen Jehovas verboten, dann wieder waren sie zugelassen. Für Zumerle ging das nicht auf: «Es kann doch nicht sein, dass acht Millionen Menschen von einem Tag auf den anderen plötzlich ihren biblisch fundierten Glauben um 180 Grad ändern. Es war, als gäbe ich mein Hirn an der Tür zum Versammlungslokal ab.»

Ein Grund für Zumerles Zaudern war die Angst, verstossen zu werden: Strenggläubige «Zeugen» ignorieren Abtrünnige. Würden ihn die Grenchner «Zeugen», mit denen er 20 Jahre lang das Leben geteilt hatte, wirklich verstossen? Er hatte kaum mehr andere Freunde.

Vor allem beschäftigte Zumerle die Frage: Wie würde seine Frau reagieren? «Wir hatten es immer gut, es gab kaum heftigen Streit. Wir wollten zusammen alt werden.» Das änderte sich mit seinem Zweifeln. Die beiden stritten jetzt viel: «Ich war oft sehr impulsiv», sagt Zumerle. Wer den besonnenen Mann vor sich sieht, kann das kaum glauben. Seine Frau war für seine kritischen Gedanken nicht zugänglich. «Es gab keine vernünftigen Gespräche mehr – auch ich selber war nicht mehr kritikfähig.»

Heute geniesst er seine Freiheit

Seinen Austrittsbrief schloss Zumerle so: «Ich werde die Zeugen Jehovas als Menschen weiterhin respektieren. Dasselbe erbitte ich von euch.» Es half nichts. Er wurde gemieden. Einige Wochen später war ihm klar, dass er unmöglich weiter mit seiner Frau zusammenbleiben konnte. «Ich sagte ihr: ‹Wenn ich sehe, wie diese Leute mit dir geselligen Umgang pflegen, während sie mich nicht einmal grüssen, ist das für mich unerträglich.›»

Die Zumerles trennten sich. «Meine Frau war betroffen, fand aber, die Zeugen Jehovas seien ein Teil ihres Lebens, den sie nicht aufgeben wolle. Auch nicht mir zuliebe.» Zumerle zog aus, später verkauften die beiden ihr Haus und liessen sich scheiden. Dann entfremdete sich auch der Sohn von den Zeugen Jehovas und trat aus. Das war vor etwa fünf Jahren. Seither sieht Zumerle seine Frau kaum noch. Nach einer langen Krisenzeit geniesst er seine neue Freiheit, pflegt neue Freundschaften und holt vieles nach. Er reist, fliegt Gleitschirm, malt, formt Steinskulpturen. Und er spielt sogar wieder Schach.

Und warum erzählt er das alles öffentlich? «Mir geht es um Aufklärung. Ich finde es persönlich beleidigend, wie menschenverachtend und -unwürdig diese Gruppierung mit mir und anderen Andersdenkenden umgeht und uns sozial isoliert. Und das aus Liebe, wie sie sagt.»

Quelle: beobachter.ch

16.02.2016 

Trotz gerichtlicher Aufwertung:  „Zeugen Jehovas bricht der Nachwuchs weg“

„Früher“ gab es eben keine „Informationsflut“ wie das Internet. Es war schwer die Wahrheit über gewisse Dinge zu finden. Es war schwer Erfahrungsberichte, Erlebnisse und Eindrücke zu vermitteln. Jetzt kann theoretisch jeder eine Website im Internet zum laufen bringen. Jetzt kann jeder verbreiten. Und wir sind in einer Generation in der es normal ist sich im Internet „Live“ zu informieren.

Es wird immer schwerer Menschen ein X für ein U zu verkaufen! Sie gehen von Tür zu Tür oder stehen mit dem „Wachtturm“ vor Geschäften: In NRW gibt es rund 40.000 Zeugen Jehovas. Die Organisation wurden vor zehn Jahren rechtlich aufgewertet. Hat die umstrittene Gemeinschaft davon profitiert?

Das Bild kennt jeder. Mit aufgeklapptem „Wachtturm“ oder „Erwachet“ stehen sie in den Fußgängerzonen oder klingeln an Haustüren, um über die Bibel zu sprechen. Oft werden sie kaum eines Blickes gewürdigt, die Türen fallen schnell wieder zu. Die Zeugen Jehovas (ZJ) sind umstritten, werden häufig als „autoritäre Sekte“ bezeichnet. Sie selbst sehen sich diffamiert. Vor zehn Jahren verbuchten sie einen juristischen Erfolg. Die Entwicklung seitdem?

Die ZJ hatten nach langem Streit und gegen politischen Widerstand am 1. Februar 2006 vor dem Bundesverwaltungsgericht die Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts in Berlin erstritten. Den Status erhielten sie danach auch in den anderen Bundesländern. Nordrhein-Westfalen wird 2016 als allerletztes Land folgen. Dort gebe es 35.000 bis 40.000 Mitglieder, hieß es aus der Düsseldorfer Staatskanzlei.

Die ZJ sind den großen Kirchen nun gleichgestellt, sie könnten Steuern erheben und Lehrpläne für einen eigenen Religionsunterricht entwickeln. Machen sie aber nicht.

Die rechtliche Aufwertung habe ihnen nichts genutzt, sagen Kenner. „Die Hoffnung auf eine Image-Verbesserung hat sich nicht erfüllt“, erklärt Experte Klaus Dieter Pape, der den Rechtsstreit im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz damals begleitet hatte. „Ihr Ziel, dadurch zu einem Zuwachs zu kommen, haben die Zeugen Jehovas nicht erreicht. In Deutschland, auch europaweit, haben sie das Problem, dass ihnen die Basis, der Nachwuchs, wegbricht.“ Pape geht von rund 162.000 aktiven, missionierenden Mitgliedern bundesweit aus – gegenüber 170.000 bis 180.000 vor zehn Jahren.

Zeugen Jehovas missionieren in Asylbewerberheimen

„Ihre Strategie ist, dort zu missionieren, wo es Probleme gibt. Im Moment gehen sie oft in Asylbewerberheime“, sagt Pape. Man treffe auf einen Querschnitt der Gesellschaft bei den ZJ – dabei häufig auf labile Menschen, oft in einer Lebenskrise. „Solche Krisen werden manipulativ missbraucht, um sie zu Missionaren zu machen.“ Der Klinikseelsorger warnt: „Eigenes Denken soll abtrainiert werden. Wer reingerät, wird seelisch abhängig.“ Für den prophezeiten Weltuntergang nennen sie kein festes Datum mehr. „Sie sagen: er steht unmittelbar bevor. So lässt sich eine gewisse Verunsicherung aufrechterhalten und auch Druck, sich weiter eifrig zu engagieren.“

Wolfram Slupina, Sprecher der ZJ, nennt es „abwegig“, dass man eine Imageaufwertung angestrebt habe. „Wir sind nicht durch unseren Rechtsstatus in der Öffentlichkeit bekannt, sondern durch unser Eintreten für die Bibel und das eifrige Verkünden des Evangeliums.“ Slupina wirft Vertretern der beiden großen Kirchen vor, die ZJ „seit jeher“ negativ darzustellen. „Freiwilligkeit und Eigenverantwortungen sind die wichtigsten Handlungsgrundsätze, auf denen wir unser religiöses Wirken aufbauen.“ Zähle man die Nicht-Missionsaktiven mit, komme man auf 220.000 Menschen.

Die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) zeichnet ein gegensätzliches Bild: „Hinter ihrer Fassade erweist sich diese Gemeinschaft sehr schnell als restriktive Organisation, die von ihren Anhängern blinden Gehorsam erwartet und für kritische Rückfragen (…) keinen Raum hat.“ Experte Michael Utsch von der EZW schildert: „Die säkulare Welt ist nach ihrer Auffassung böse, vom Satan verseucht, man soll sich daher nicht mit irdischen Dingen beschäftigen oder belasten.“

Lehrmaterial der Zeugen Jehovas kommt aus New York

Die ZJ glaubten an ihre Rettung in einem Zwei-Stufen-System: Nach dem Untergang der Welt könnten 144.000 Auserwählte mit Christus im Himmel regieren, andere ins Friedensreich auf Erden gelangen. Die Lehre werde autoritär vermittelt. Die professionellen Materialien kommen Utsch zufolge von der „Wachtturm-Gesellschaft“ (WTG) – geführt von der Leitenden Körperschaft in New York.

Die WTG lege die Bibel „fundamentalistisch“ aus, nutze eine eigene englischsprachige Übertragung, die stellenweise verfälsche. Das könne dramatische Folgen haben: Das Verbot einer Bluttransfusion – auch zur Lebensrettung – werde mit Bibelstellen begründet. Utsch – er lehrt auch an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Uni Berlin – warnt vor „sozialer Isolation und einem typisch sektiererischen Schwarz-Weiß-Denken.“ Andere Kirchen würden abgelehnt.

Es seien gebildete Menschen, Akademiker, unter den ZJ, weiß Utsch. „Der seelische Gewinn durch Zugehörigkeit kompensiert intellektuelle Zweifel. Aber wenn jemand raus will, wird es schwierig.“ Gerade betreut der Religionspsychologe eine verzweifelte Aussteigerin. Aktuell stecke die WTG in finanziellen Schwierigkeiten, auch wegen zwei Missbrauchs-Prozessen und dem Bau einer neuen Weltzentrale. Pape und Utsch mahnen einhellig, man solle die ZJ nicht unterschätzen.

Quelle: RP Online

13.02.2016

Die leitende Körperschaft von Jehovas Zeugen: Wasser predigen, Wein trinken.

Samuel Herd, Mitglied der leitenden Körperschaft mit einer goldenen Rolex im Wert von 21 000 US-Dollar. Für diese Uhr mussten sicherlich viele Kinder von Jehovas Zeugen ihr letztes Eisgeld spenden. Zugegeben, so eine teure Nobel-Uhr ist besonders wichtig, um Menschen zur „Wahrheit“ zu führen.

„Wenn du vollkommen sein willst, dann geh und verkaufe alles, was du hast, und gib das Geld den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben. Dann komm und folge mir nach; Ich will euch die Wahrheit sagen: Es ist sehr schwer für einen Reichen, ins Himmelreich zu gelangen. Ich sage es noch einmal: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes kommt!“ (Matthäus 19:21-24)

Für einen aufrichtigen Zeugen Jehovas stellen sich die Fragen:

  • Warum predigt die leitende Körperschaft immer wieder intensiv die Werte wie Bescheidenheit, Demut und Unterordnung, geben jedoch tausende Dollar für eine Nobel-Uhr aus, die sie dann öffentlich präsentieren?
  • Warum wird bei Brüdern und Schwestern gebeten, immer auf das Gewissen eines anderen Zeugen Jehovas zu achten, und nicht mit teurer Kleidung, Schmuckstücken oder Neuwagen zur örtlichen Versammlung zu fahren, während die Führerschaft einen ganz anderen Weg einschlägt?
  • Wie soll gemäß Matthäus 19:21-24 ein Mitglied der leitenden Körperschaft Anrecht auf die Mitherrschaft des Christus haben, wenn sie eine andere Botschaft ausleben, als die Jesus warnend seinen Jüngern lehrte? Warum handeln sie exakt gegen die Lehre des Christus, wenn sie „geistgesalbte Brüder“ sind?
  • Kann ein Reicher wirklich ins Himmelreich kommen?
  • Wo dein Schatz ist, dort ist auch dein Herz: Ist für die leitende Körperschaft materieller Reichtum wirklich wichtiger als die geistigen Bedürfnisse? Ist ihr symbolisches Herz nicht im Reichtum verankert, lieben sie den Reichtum nicht mehr als Gott, die Wahrheit und die Botschaft, die Jesus deutlich vermittelte?
  • Warum fordert man den einzelnen Zeugen Jehovas auf, noch mehr zu spenden, selbst Minderjährige und Kinder wird ein schlechtes Gewissen dabei eingeredet, lebt aber selbst im Reichtum?
  • Wohin fließen die gespendeten Gelder, in die Interessen des „Königreichswerkes“, oder nicht vielmehr in die persönlichen Hände der Leitung und Führerschaft?
  • Ist dies die wahre Nächstenliebe des Christus, wenn Bethelmitarbeiter, Missionare und Pioniere entlassen werden, um die Kosten zu senken, die jetzt vor dem Nichts stehen, aber zeitgleich die Führer der leitenden Körperschaft von Jehovas Zeugen sich die teuersten Uhren kaufen im Wert von 21 000 US-Dollar?
  • Hat YHWH wirklich einen „treuen und verständigen Sklaven“ eingesetzt, der materielle Güter auf Erden anhäuft und für eigene Interessen in Massen ausgibt, dessen Güter nichts mit der „Wahrheit“, der „Theokratie“ und dem Königreich Gottes zutun haben?
  • Gemäß der Heiligen Schrift ist jeder „Christ“ auf Ewigkeit verflucht, der ein anderes Evangelium lehrt, als die des Christus; warum glaubt die Führung immer noch den Segen und Beistand YHWH’s zu haben, wenn sie durch ihre eigenen Taten sich selbst verdammt haben?

13.02.2016

Die Produktion eigener JWORG Fliegen und Krawatten

Wie weit ist die „Organisation Gottes“ doch gesunken, tiefe geistige Finsternis, zuzulassen, dass Mitglieder in die Vermarktung eigener Produkte gehen, die für teures Geld angeboten werden, um den Wirtschafts-Konzern weiter zu unterstützen. Weltweit kaufen eingeschlossene Zeugen Jehovas Kleidung, Taschen, Anhänger und anderes, versehen mit der offiziellen JWORG-Marke, um so öffentlich ahnungslose Menschen zur völligen Untergebenheit für die Wachtturm-Gesellschaft zu werben.

Für einen aufrichtigen Zeugen Jehovas stellen sich die Fragen:

  • Ist das „wahre Volk“ YHWH’s, die Wachtturm-Organisation, die als „Mutter Gottes“ angesehen wird, ein reiner wirtschaftlicher Konzern geworden, der aufgrund fehlender Spenden versucht, durch den Verkauf von JWORG-Produkten, die internationale Kasse aufzufüllen?
  • Warum wird es zugelassen, dass einzelne Anhänger in die Vermarktung der JWORG Produkte gehen, warum wird dieses Verhalten nicht unterbunden, und als positive Publicity befürwortet?
  • Warum ist JWORG keine Religion mehr, nicht der „wahre Glaube“, sondern ein Markenprodukt geworden?
  • Hat diese Form der Vermarktung wirklich noch etwas mit der „reinen“ und „wahren Anbetung“ YHWH’s zutun, ehrt es Christus und sein Lösegeld, oder steht nicht vielmehr die Organisation in dem Vordergrund?
  • Hätte Jesus Christus und die ersten Jünger auf diese Art und Weise die „gute Botschaft“ gepredigt? Hätten sie Geld für die Vermarktung von Kleidung, Taschen, Anhängern und anderen Accessoires genommen?
  • Wie beschämend muss es für YHWH sein, der diese Vermarktung täglich mit ansehen muss?
  • Hat die „Organisation Gottes“ das letzte Fünkchen heiligen Geist verloren, den letzten Tropfen Ehrgefühl und Liebe zur Wahrheit, zur Reinheit der biblischen Lehre?
  • Die Mehrheit von aufrichten Zeugen Jehovas ist aufgrund der momentanen Entwicklung peinlich berührt. und fragen sich, wohin all dies noch hinführen soll; weshalb ist die leitende Körperschaft, die vorgibt der „auserwählte Mundschenk Jehovas“ zu sein, der „Kanal des Allmächtigen“, so blind und erkennt nicht, wie beschmutzend diese weltlichen Geschäfte für einen Diener Gottes ist?
  • Ist es wirklich ein Erzeugnis des heilige Geistes weltweit wahre Anbeter zum Straucheln zu bringen?

Siehe auch: www.jwstuff.org

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