Glaube oder Werke — was führt wirklich zum Leben?

Beweistexte für die Rettung durch Glaube allein:

  • „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer glaubt, hat ewiges Leben.“ (Johannes 6:47)
  • „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer auf mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben, und er kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod zum Leben hinübergegangen.“ (Johannes 5:24)
  • „Wer an den Sohn Gottes glaubt, hat das Zeugnis in seinem eigenen Fall. Wer nicht an Gott glaubt, hat ihn zum Lügner gemacht, weil er nicht an das gegebene Zeugnis glaubt, das Gott als Zeugnis über seinen Sohn gegeben hat. Und darin besteht das gegebene Zeugnis, daß Gott uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. Wer den Sohn hat, hat dieses [ewige] Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, hat dieses Leben nicht.“ (1. Johannes 5:10-12)
  • „Ich schreibe euch diese Dinge, damit ihr wißt, daß ihr ewiges Leben habt, ihr, die ihr an den Namen des Sohnes Gottes glaubt.“ (1. Johannes 5:13)
  • „Diese aber sind niedergeschrieben worden, damit ihr glaubt, daß Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr, weil ihr glaubt, durch seinen Namen [ewiges] Leben habt.“ (Johannes 20:31)
  • „…und die wissen, daß ein Mensch nicht zufolge von Gesetzeswerken gerechtgesprochen wird, sondern nur durch Glauben gegenüber Christus Jesus, auch wir glauben an Christus Jesus, damit wir aus Glauben gegenüber Christus und nicht zufolge von Gesetzeswerken gerechtgesprochen werden, denn zufolge von Gesetzeswerken wird kein Fleisch gerechtgesprochen werden.“ (Galater 2:16)
  • „Denn alle die, die sich auf Gesetzeswerke verlassen, sind unter einem Fluch; denn es steht geschrieben: „Verflucht ist jeder, der nicht bei allen Dingen bleibt, die in der Buchrolle des GESETZES geschrieben sind, um sie zu tun.“ Daß übrigens durch Gesetz niemand bei Gott gerechtgesprochen wird, ist offenkundig, denn „der Gerechte wird zufolge des Glaubens leben.““ (Galater 3:10, 11)
  • „Folglich ist das GESETZ unser Erzieher geworden, der zu Christus führt, damit wir zufolge des Glaubens gerechtgesprochen werden könnten.“ (Galater 3:24)
  • „…und daß [ihr] von allen Dingen, von denen ihr durch das Gesetz Mose nicht schuldlos gesprochen werden konntet, jeder, der glaubt, durch diesen[Jesus Christus] schuldlos gesprochen werdet.“ (Apostelgeschichte 13:39)
  • „Durch diese unverdiente Güte seid ihr tatsächlich durch Glauben gerettet worden; und dies habt ihr nicht euch zu verdanken, es ist Gottes Gabe. Nein, es ist nicht Werken zu verdanken, damit kein Mensch Grund zum Rühmen habe.“ (Epheser 2:8, 9)
  • „Was aber den Gerechten betrifft, durch seinen treuen Glauben wird er am Leben bleiben.“ (Habakuk 2:4)
  • „Ein Gerechter aber wird zufolge des Glaubens leben“. (Hebräer 10:38)
  • „Denn ich schäme mich der guten Botschaft nicht; sie ist tatsächlich Gottes Kraft zur Rettung für jeden, der Glauben hat, für den Juden zuerst und auch für den Griechen; denn in ihr wird Gottes Gerechtigkeit aufgrund des Glaubens und zum Glauben geoffenbart, so wie geschrieben steht: „Der Gerechte aber — durch Glauben wird er leben.““ (Römer 1:16, 17)
  • „Daher wird durch Gesetzeswerke kein Fleisch vor ihm gerechtgesprochen werden, denn durch Gesetz kommt die genaue Erkenntnis der Sünde.“ (Römer 3:20)
  • „…um so seine eigene Gerechtigkeit in der jetzigen Zeitperiode an den Tag zu legen, damit er gerecht sei, auch wenn er den Menschen gerechtspricht, der an Jesus glaubt.“ (Römer 3:26)
  • „So hat sich nun auch in der gegenwärtigen Zeitperiode ein Überrest gemäß einer Auserwählung zufolge unverdienter Güte gezeigt. Wenn es nun durch unverdiente Güte ist, ist es nicht mehr zufolge von Werken; sonst erweist sich die unverdiente Güte nicht mehr als unverdiente Güte.“ (Römer 11:5, 6)
  • „Dem nun, der Werke verrichtet, wird der Lohn nicht als unverdiente Güte angerechnet, sondern als Schuld. Dem dagegen, der keine Werke verrichtet, aber an den glaubt, der den Gottlosen gerechtspricht, wird sein Glaube als Gerechtigkeit angerechnet. So, wie David auch von dem Glück des Menschen spricht, dem Gott Gerechtigkeit ohne Werke anrechnet.“ (Römer 4:4-6)
  • „Darum laßt uns, da wir nun zufolge des Glaubens gerechtgesprochen worden sind, uns des Friedens mit Gott erfreuen durch unseren Herrn Jesus Christus.“ (Römer 5:1)
  • „Er hat uns gerettet und uns mit einer heiligen Berufung berufen, nicht aufgrund unserer Werke, sondern aufgrund seines eigenen Vorsatzes und unverdienter Güte.“ (2. Timotheus 1:9)
  • „Als jedoch die Güte und die Liebe zum Menschen auf seiten unseres Retters, Gottes, offenbar wurde, rettete er uns, nicht zufolge von Werken, die wir in Gerechtigkeit vollbracht hätten, sondern gemäß seiner Barmherzigkeit durch das Bad, das uns zum Leben brachte, und durch unsere Erneuerung durch heiligen Geist.“ (Titus 3:4, 5)
  • „Wo ist also das Rühmen? Es ist ausgeschlossen. Durch welches Gesetz? Das der Werke? Nein, in der Tat, sondern durch das Gesetz des Glaubens. Denn wir halten dafür, daß ein Mensch ohne Gesetzeswerke durch Glauben gerechtgesprochen wird. Oder ist er nur der Gott der Juden? Nicht auch der Menschen der Nationen? Doch, auch der Menschen der Nationen, wenn Gott wirklich e i n e r ist, der Beschnittene zufolge des Glaubens und Unbeschnittene durch ihren Glauben gerechtsprechen wird. Heben wir denn durch unseren Glauben das Gesetz auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten das Gesetz auf.“ (Römer 3:27-31)

Schlussfolgerung: Glaube allein kann Rettung bewirken!

Beweistexte für die Rettung durch Werke allein:

  • „Von welchem Nutzen ist es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, hat aber keine Werke? Dieser Glaube kann ihn doch nicht etwa retten?“ (Jakobus 2:14)
  • „Ebenso ist der Glaube, wenn er keine Werke hat, in sich selbst tot.“ (Jakobus 2:17)
  • „Du glaubst, daß es einen einzigen Gott gibt, nicht wahr? Du tust sehr wohl. Doch glauben auch die Dämọnen und schaudern. Möchtest du aber wissen, du leerer Mensch, daß der Glaube ohne Werke untätig ist? Wurde nicht Abraham, unser Vater, durch Werke gerechtgesprochen, nachdem er Ịsa·ak, seinen Sohn, auf dem Altar dargebracht hatte?“ (Jakobus 2:19-21)
  • „Ihr seht, daß ein Mensch durch Werke gerechtgesprochen wird und nicht durch Glauben allein.“ (Jakobus 2:24)
  • „Ja, wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.“ (Jakobus 2:26)
  • „Jeder Baum[Mensch], der nicht vortreffliche Frucht[Werke] hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer[ewige Vernichtung] geworfen.“ (Matthäus 7:19)
  • „Ich[Jesus] bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner. Jeden Zweig[Christ] an mir, der nicht Frucht[Werke] trägt, nimmt er weg[ewige Vernichtung], und jeden, der Frucht trägt[Werke], reinigt er, damit er mehr Frucht trage[weitere Werke; ewiges Leben].“ (Johannes 15:1, 2)
  • „Geht[Werke] ein durch das enge Tor; denn breit und geräumig ist der Weg, der in die Vernichtung führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen; doch eng ist das Tor und eingeengt der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden[Werke].“ (Matthäus 7:13, 14)
  • „Dies bedeutet ewiges Leben, daß sie fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen[Werke] über dich, den allein wahren Gott, und über den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus.“ (Johannes 17:3)
  • „Denn nicht die Hörer des Gesetzes sind die vor Gott Gerechten, sondern die Täter[Werke] des Gesetzes werden gerechtgesprochen werden.“ (Römer 2:13)

Schlussfolgerung: Werke allein kann Rettung bewirken!

Bedenke:

Die Bibel macht bei dem Wort „Werke“ keinen Unterschied; es gibt keine Glaubenswerke und Gesetzeswerke. Bis zu 174 Mal wird in den griechischen Schriften das Wurzelwort „ergon(ἔργων)“ mit „Werke“ übersetzt wiedergegeben (Quelle).

Fazit:

Es lässt sich ein klarer Widerspruch belegen: Entweder kann Glaube allein retten und die Werke (ἔργων) sind unbedeutend, da durch unverdiente Güte der Mensch gerechtgesprochen wird, nicht durch seine Taten. Oder es sind die Werke allein, die den Glauben lebendig gestalten und zur Rettung führen. Beide Aussagen jedoch – die in der Heiligen Schrift als richtig und zutreffend angesehen werden – ergeben zusammen eine Anomalie des biblischen Glaubens, ein Paradoxon!