Impakte

Unter einem Impakt, oder auch Einschlag, Aufprall (lat. impactus = eingeschlagen) versteht man das Einschlagen eines Himmelskörpers (Impaktors) auf eine größere Oberfläche, d.h. einem Planeten. Zu diesen Kleinkörpern, die in der Vergangenheit auf der Erde aufgeschlagen sind, zählen Meteoroide, Asteroide und Kometen. Dadurch bilden sich riesige Einschlagskrater (Impaktkrater), die Meteorite, Gesteinsreste, oftmals zurück lassen.

Die Erde ist im Laufe der ca. 4,6 Milliarden Jahren oftmals von Impakten heimgesucht worden und ist ihrer geprägt (The Asteroid and Comet Impact Flux in the Terrestrial Planet Region: A Brief History of the Last 4.6 Gy). Im Anfang der Entstehung bzw. Erschaffung der Erde, war diese durch eine ganze Vielzahl an Einschlägen konfrontiert – diese Phase nennt man Late Heavy Bombardment. Dazu zählen überwiegend dauerhafte Einschläge mit Meteoriten von 1 bis 500 Meter Durchmesser. Alle Meteoriten die über 500 Meter Durchmesser aufweisen, werden als kritisch betrachtet und haben globale Folgen.

Anders als kleine Impakte, gibt es Super-Impakte, das bedeutet, ein Meteorit mit einem Durchmesser bis zu 50 Kilometer. Die daraus entstehenden Folgen sind unter anderem Mega-Tsunamis, Impaktwinter (vergleichbar mit einem nuklearen Winter) das Milliarden Leben auslöscht, sowie tausende bis dahin lebende Rassen für immer von der Erde vernichtet. Ebenfalls haben diese Impakte großen Einfluss auf die Ionosphäre und Magnetosphäre der Erde.

Viele der Einschlagskrater, die zu 70% auf die Ozeane schlugen, sind im Laufe der Milliarden Jahre unkenntlich geworden. Auch durch Verwitterung, Pflanzenwuchs oder auch die Verschiebung der Erdkruste lassen sich viele nicht mehr mit dem Auge wahrnehmen. Tektonische Prozesse von Erneuerung auf der Erdoberfläche, ist ein weiterer Grund für das langsame verblassen eines solchen Impaktes. Nur die größten und damit verheerendsten Einschläge geben Zeugnis der frühen brachialen Gewalt und weltweiter Auswirkung in Form einer globalen Katastrophe (Liste der Impaktkrater).

Gottes Persönlichkeit – die biblische Sichtweise

Gott erweist sich als das oder erwählt sich, das zu werden, was immer erforderlich ist, um seine gerechten Vorsätze und Verheißungen zu verwirklichen. Als Beweis dafür trägt er eine Vielzahl von Titeln und beschreibenden Bezeichnungen: YHWH der Heerscharen, Richter, Souverän, Eiferer, Souveräner Herr, Schöpfer, Vater, Großer Unterweiser, Hirte, Hörer des Gebets, Rückkäufer, glücklicher Gott und viele mehr. Er hat sich zu all diesem und zu noch mehr gemacht, um seine liebevollen Vorsätze auszuführen (2. Mose 34:14; Richter 11:27; Psalm 23:1; 65:2; 73:28; 89:26; Jesaja 8:13; 30:20; 40:28; 41:14; 1. Timotheus 1:11). Bedeutet das, dass sich Gottes Persönlichkeit oder seine Maßstäbe verändern? Nein. Gott betreffend heißt es in Jakobus 1:17: „Bei ihm gibt es keine Veränderung von der Drehung des Schattens.“ Wie konnte sich Gott veränderten Umständen anpassen, ohne sich selbst zu ändern? Gottes Persönlichkeit und seine Haupteigenschaften — Liebe, Weisheit, Gerechtigkeit und Macht — haben sich nicht geändert. Zu dem Volk Israel sagte er: „Ich bin YHWH; ich habe mich nicht geändert“ (Maleachi 3:6). Der Psalmist beschrieb durch persönliche Erfahrungen ihn auf folgende Art und Weise: „YHWH ist barmherzig und gnädig, Langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte.“ (Psalm 103:8)

Desweiteren lehrt die Bibel über Gottes Person, dass er allwissend (1. Johannes 3:20) ist, dabei durch alles hindurchblickt und überschaut (Hebräer 4:13). Christus selbst zeigte, dass sein Vater allmächtig (Matthäus 19:26) ist und jeden Tag auf Erden dessen Ereignisse, selbst entstehen lässt (Prediger 7:13, 14). Außerdem schreibt Gott sich selbst zu, dass er Licht und Finsternis bildete und für das Gute und Böse verantwortlich ist (Jesaja 45:7).

Für alles Leben ist er Ursache, und auch die gesamte Schöpfung außerhalb unserer Atmosphäre liegt in seiner Hand. Bei all dieser Macht fehlt nichts an schöpferischer Energie! So macht der Prophet YHWH’s, Jesaja, darauf aufmerksam, indem er durch Inspiration schreibt: „„Mit wem aber könnt ihr mich vergleichen, so daß ich zu seinesgleichen gemacht würde?“ sagt der Heilige. „Hebt eure Augen in die Höhe und seht. Wer hat diese Dinge erschaffen? Er ist es, der ihr Heer selbst der Zahl nach herausführt, der sie alle sogar mit Namen ruft. Wegen der Fülle dynamischer Kraft, da er an Macht auch kraftvoll ist, fehlt nicht eines davon.““ (Jesaja 40:25, 26)

Auch enthält die Bibel die Erklärung dafür, warum der Schöpfer aktiv geworden ist, und die Erde und das Leben darauf erschuf: „Denn dies ist, was YHWH gesprochen hat, der Schöpfer der Himmel, ER, der wahre Gott, der Bildner der Erde und der sie gemacht hat, ER, der ihr festen Bestand gab, der sie nicht einfach umsonst erschuf, der sie bildete, damit sie auch bewohnt werde.“ (Jesaja 45:18)

Die hervorragendste Eigenschaft Gottes, von allen anderen, ist die Liebe. Er hat nicht nur unendlich davon, sondern er ist die Liebe in Person (1. Johannes 4:8, 16). Von der Liebe selbst heißt es, dass sie nicht nach dem eigenen Interesse sich richtet oder sich unanständig benimmt (1. Korinther 13:5).

Über das, was auf der Welt geschieht, und welchen Weg der einzelne Mensch wählt zu gehen, heißt es deutlich in Gottes Wort: „Alles auf der Welt ist schon seit langer Zeit vorherbestimmt, und auch das Schicksal jedes Menschen ist schon vor seiner Geburt festgelegt. Mit dem, der mächtiger ist als er, kann er nicht darüber streiten.“ (Prediger 6:10 – Hoffnung für Alle)

Außerdem erfahren wir über Gott aus seinem Wort, dass er das Leben als heilig betrachtet. In YHWH’s Augen ist allesLeben heilig; wir dürfen nicht leichtfertig damit umgehen. Das erkennen wir daran, dass Gott Mord und Gefühlsregungen, die oft zu einem Mord führen, verurteilt (2. Mose 20:13; 1. Johannes 3:11-15; Offenbarung 21:8). Außerdem hatte Gott beim Volk Israel für Zufluchtsstädte gesorgt, in die jemand fliehen konnte, der einen anderen unabsichtlich getötet hatte. Warum musste ein unabsichtlicher Totschläger diesen bedeutsamen Schritt tun, nämlich sein Zuhause aufgeben und vielleicht jahrelang in der Zufluchtsstadt bleiben? Weil durch ihn jemand das Leben verloren hatte, und das Leben ist heilig. Wir sehen also, dass auch die von Gott getroffene Vorkehrung der Zufluchtsstädte die Achtung vor der Heiligkeit des Lebens förderte (4. Mose 35:9-29). Er selbst sieht aber nicht nur das Leben des Menschen als heilig an, sowie dessen Blut, von dem sich ein Mensch fernhalten muss (Apostelgeschichte 15:20; 1. Mose 9:4; 3. Mose 3:17; 7:26; 17:10; 19:26; 5. Mose 12:23; 15:23), sondern auch das Leben des Tieres, wenn er es mit Mord an einem Menschen gleichsetzt (Jesaja 66:3).

Impakte und Gottes Persönlichkeit – das Paradoxon

Wissenschaftliche Beweise, durch Impaktkrater, die ein Zeugnisträger für eine vergangene globale Katastrophe sind, sowie Gottes Person, sein Vorgehen und Auftreten im Weltgeschehen, lassen sich mit menschlicher Vernunft nur kaum, wenn überhaupt nicht, in Einklang bringen. Die größten Kraterlöcher, mit einem Durchmesser bis zu 300 km, lassen beweisen, dass es Impakte gab, deren Größe zwischen 10-50 km betrugen. Beispielsweise wird durch den Chicxulub-Krater erklärt, wie es zu einem weltweiten Massenaussterben (~ 80%) von Lebewesen auf der Erde kam, einschließlich das völlige Verschwinden der Dinosaurier auf der Erdoberfläche. Das Aufprallen eines Kometes in dieser Größe hat eine explosionsartige Freisetzung eines enormen Energiepotentials zu Folge, fünf Größenordnungen höher als das gesamte Nukleararsenal der Erde; eine ausgelöste Klimakatastrophe. In einem Umkreis bis zu eintausend Kilometern um die Impaktzone wurde nach außen zu abnehmender Intensität nahezu alles Leben durch die Hitze, die Schockwelle und den dem Einschlag folgenden Tsunami ausgelöscht. Während bei 15 % der Masse der hochgeschleuderten Gesteine die Bewegungsenergie ausreichte, um die Schwerkraft zu überwinden und sie ins All entweichen zu lassen, erreichten 85 % der hochgeschleuderten Masse binnen maximal 72 Stunden wieder die Erde. Es wird angenommen, dass diese hocherhitzten Gesteinsbrocken global Waldbrände ausgelöst haben könnten. Weiterhin wurde durch weltweit verteilten Staub und Gase die Sonneneinstrahlung blockiert und ein dem nuklearen Winter vergleichbarer Impaktwinter von mehreren Monaten Dauer ausgelöst. Dieser Abkühlung folgte ein durch Kohlenstoff- und Schwefelgase ausgelöster Treibhauseffekt, der danach zu einem anoxischen Ereignis in den Weltmeeren führte. Dies zusammen mit intensivem sauren Regen durch die verdampften schwefelhaltigen Gesteine der Yucatán-Plattform (Anhydrit) verursachte demnach einen nahezu vollständigen Zusammenbruch der Nahrungsketten sowohl auf dem Land als auch im Meer und damit ein globales Massenaussterben auf der Erde.

Da Prediger 6:10 davon spricht, dass alles auf der Welt nach dem Plan Gottes verläuft, müssen wir die Konsequenz als Rückschluss annehmen, dass das Massensterben von Lebewesen auf der Erde gewollt, wenn nicht sogar bewusst aktiv herbeigeführt wurde. Sicherlich könnte man argumentieren, dass Gott die vielen Impakte im Laufe der Milliarden Jahre einfach zugelassen hat; dies wäre jedoch aus kognitiver Sicht ein Paradoxon, da er allwissend, allmächtig ist und ihm nichts entgeht. Demnach wäre es, sofern jedes Leben wirklich heilig in Gottes Augen ist, die Pflicht gewesen, das Massenausterben zu verhindern. Welchen Sinn macht es, die vielen Milliarden Leben zu erschaffen, um sie dann durch Gewalteinwirkung wieder zu vernichten? Hinzukommend, dass Lebewesen Bewusstsein haben, Schmerz empfinden können – demnach sind verbrennende oder erstickende Tode konträr mit Liebe und Gerechtigkeit sowie Heiligung des Lebens. Darüber hinausgehend erkennen wir heute durch wissenschaftliche Genauigkeit und Beobachtung des Lebens an, dass Todesstrukturen zum Kreislauf des Lebens gehören. Gewalt und Tod innerhalb der Schöpfung YHWH’s, sind Hauptbestandteil des Organismus auf Erden. Auch wenn sicherlich es einige Beispiele gibt für positive Eigenschaften Gottes in der Natur, eines Tieres, ist der überwiegende ubiquitäre Organismus dazu ausgestattet, zu töten, zu quälen, auf Kosten des Schwächeren zu überleben. Natürlich hat keine Schöpfung das Recht, wenngleich der Mensch auch über den freien Willen verfügt, seinen Schöpfer bloßzustellen oder ihm vorzuschreiben, wie das Leben sein müsste. Das Leben ist ein Geschenk, und selbst wenn wir nicht alles verstehen oder akzeptieren können, sollten wir den Gedanken verinnerlichen, dass unsere Existenz immer weit mehr ist, als niemals existiert zu haben! Dennoch müssen wir eingestehen, dass die biblischen Eigenschaften bezüglich der Person Gottes sich in keinster Weise mit einem Impakt verbinden lassen; ein Paradoxon der gesunden Vernunft ist. Allmacht, Allwissenheit, Liebe, die nicht nach eigenem Interesse ausblickt, sondern immer das Wohl des Anderen sieht, sowie Heiligung alles Leben stehen im keinem Verhältnis zu grenzenloser Gewalt, Massenauslöschung, und ggf. entstehende Qualen durch Impaktspätfolgen!

Aus der ernüchternden Beweislage lassen sich mehrere Rückschlüsse ziehen: (A) Es gibt keinen Gott, sondern das Leben ist ein Prozess und Ansammlung von zufälligen Ereignisketten, weshalb wir moralische Gründe für ein gerechtes Leben niemals finden werden, sondern alles seinen Lauf nimmt, gegliedert auf Zeit, als unvorhergesehenes Ereignis, sowie das Überleben des Stärkeren, durch gewaltsames Unterdrücken bzw. Töten. (B) Gott ist tot, und deshalb kann kein übernatürliches Wesen Einfluss auf die Kettenreaktionen nehmen, die seit der Erschaffung von Materie ins Leben gerufen worden sind, weshalb alles Sein einzig und allein dem Existentialismus vollständig ausgesetzt ist. (C) Es gibt einen Gott, doch dieser ist wie es der Pantheismus beschreibt reine Energie, und folgt nicht einer menschlichen Logik, oder Eigenschaften wie Liebe und Gerechtigkeit für den Organismus des Einzelnen, da dessen Sein nicht auf Persönlichkeit basiert. (D) Es gibt einen Gott, doch die Eigenschaften, die die Bibel beschreibt sind nicht zutreffend, weshalb es falsch wäre, ein Wesen, dass weit unseren Dimensionen ist, durch Anthropomorphismus zu vermenschlichen. Daraus resultiert, dass die Bibel nur ein Buch von Menschen ist, ohne göttliche Inspiration, da sich der Glaube daraus sich nicht auf die Realität übertragen lässt. Die Lehren aus ihr, besonders die Bergpredigt Christus, wären zwar für die menschliche Natur, dass soziale Zusammenleben förderlich, doch nicht zwingend umsetzbar erforderlich, da die Glaubwürdigkeit der Hoffnung in Frage gestellt ist. (E) Es gibt einen Gott, und die Eigenschaften, die die Bibel über ihn beschreibt sind zutreffend, doch unbekannte Ereignisse haben dazu geführt, dass YHWH nicht mehr an das Leben und deren Erhaltung interessiert ist, sowie die Umsetzung seiner Maßstäbe auf dem Planeten Erde, und das bereits lange Zeit, bevor es überhaupt den Menschen gab. Dies führe jedoch zu der Frage: Wenn These E als Argumentationsebene beruhend auf metaphysischer Erkenntnis wir persönlich als die Wahrheit betrachten, warum wurde der Mensch dann überhaupt erschaffen und dem irdischen Lauf überlassen? Warum kam Christus auf die Welt, um für die Menschheit zu sterben?